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Sport Nach Leverkusen-Spiel: Rudi Völler rastet in TV-Interview aus

Ein Schiedsrichter, der die Partie wegen eines renitenten Trainers unterbricht und dann auch noch ein nicht gegebener Handelfmeter - all das war für Bayer-Sportdirektor Rudi Völler offenbar zu viel. Vor laufender TV-Kamera rastete er nach dem Spiel gegen den BVB regelrecht aus.

Das hat es in der Geschichte der Fußball-Bundesliga noch nie gegeben: Bei Leverkusens Heimpleite gegen den BVB unterbricht Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie für neun Minuten, weil Bayer-Trainer Roger Schmidt entgegen seiner Anweisung nicht auf die Tribüne gehen will. Für weiteren Ärger sorgt nach Wiederanpfiff eine Situation in der 70. Spielminute, in der Dortmunds Sokratis den Ball im eigenen Strafraum mit dem Arm ins Toraus befördert. Der nicht gegebene Handelfmeter bringt im Anschluss das Fass für die Leverkusener zum Überlaufen - und Rudi Völler so richtig in Rage.

Der Bayer-Sportdirektor ist nach der Partie weder vor der TV-Kamera noch in den Katakomben der "BayArena" zu bremsen. "Ich weiß nicht, ob Schiedsrichter Felix Zwayer jetzt gesperrt wird. Ich kann es mir nicht vorstellen", schimpft Völler sarkastisch. "So ein Spiel zu unterbrechen und so eine Hektik reinzubringen, ist völlig unnötig", giftet er. Und weiter: "Ich verlange von Herrn Zwayer, dass er das unserem Trainer erklärt".

Auf die Aussage von Sky-Moderator Sebastian Hellmann, dass es in der Bundesliga noch nie eine Spielunterbrechung gegeben habe, weil ein Trainer nicht auf die Tribüne geht, äußert Völler einen harten Vorwurf in Richtung Schiedsrichter Zwayer: "Er hat sich ja revanchiert! Deshalb hat er auch den Elfmeter nicht gepfiffen! Das gleicht sich dann wieder aus."

Doch nicht nur der Unparteiische wird in Völlers Wutrede hart attackiert. Als Sky-Reporter Hellmann nachhakt, ob Roger Schmidt seiner Mannschaft mit seinem Verhalten nicht eher geschadet habe, scheint Völler kurz vor der Explosion zu stehen: "Wer hat uns denn mehr geschadet? Der Roger Schmidt? Oder der Schiedsrichter? Jetzt sagen. Nicht nachher, wenn das Mikro aus ist, dann sagen, Du hast ja Recht Rudi. Sagen Sie mal jetzt!"

Letztlich scheinen sich die beiden nur in einem Punkt einig zu sein: Dass es offensichtlich besser ist, das Wortgefecht an der Stelle zu beenden.

Hier sehen Sie das Völler-Interview im Video:
 

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