Damit kommt der junge Deutsche mit Wohnsitz auf den Kanarischen Inseln als zweifacher Weltmeister zum Weltcup-Finale in der ersten Oktober-Woche nach Sylt. Vor Westerland kann er sich eine Woche lang von den erwarteten rund 200 000 Fans feiern lassen und auch den WM-Pokal entgegen nehmen.
«Das ist alles völlig unglaublich, ich bin überglücklich», jubelte Köster, «dabei lief es am Vormittag gar nicht gut, ich war nur Fünfter der Hinrunde. Am Abend aber habe ich mich auf dem Wasser wieder wohl gefühlt. Mein Selbstbewusstsein kam zurück.»
Zum vorzeitigen WM-Sieg reichte dem Sohn deutscher Auswanderer, der nur wenige Schritte vom Meer entfernt unter Anleitung seiner surfenden Eltern groß wurde, sein Halbfinal-Erfolg gegen den spanischen Weltranglisten-Zweiten Victor Fernández Lopez. Das Finale der dänischen Weltcup-Station gegen den Franzosen Thomas Traversa wurde am Abend wegen Dunkelheit auf den folgenden Tag verschoben. Doch der Ausgang spielte für die Titelvergabe keine Rolle mehr.
«Jetzt nehme ich wie im vergangenen Jahr den WM-Pokal auf Sylt entgegen. Damals jubelten mir Tausende zu, es war der schönste Moment in meinem Leben», sagte Jungstar Köster, «auf dieses Gänsehaut-Feeling freue ich mich heute schon.»
