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Eishockey, 2. Bundesliga:

Wild Wings treffen in Schlussminute doppelt

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Die Schwenninger Wild Wings lösten die Pflichtaufgabe gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven mit Ach und Krach. Zwar gewann der SERC vor 2222 Zuschauern mit 5:2 (1:0, 1:2, 3:0) Toren. Doch der Sieg war erst durch zwei Treffer in der Schlussminute unter Dach und Fach.

Wo ist der Puck? Der Bremerhavener Chris Leinweber und Dan Hacker (rechts) von den Wild Wings bemühen sich um das Spielgerät. Trotz des 5:2-Sieges der Schwenninger blieb Hacker wieder ohne eigenen Treffer.
Direvi

Eishockey, 2. Bundesliga: - Dass die Wild Wings nach dem ersten Drittel mit 1:0 führten, hatten sie vor allem einem Mann zu verdanken: Torhüter Steve Silverthorn. Zwei Tage vor seinem 29. Geburtstag präsentierte sich der Kanadier in Glanzform und hielt seinen Kasten dank glänzender Reflexe sauber. Das war nicht einfach, denn die Fischtown Pinguins hatten die besseren Chancen. Vor allem Gästestürmer Christopher Stanley wirbelte die SERC-Abwehr gehörig durcheinander und scheiterte dreimal nur knapp an Silverthorn. Auch gegen Marian Dejdar und Jonas Lanier reagierte der Schwenninger Schlussmann prächtig.

Sichtlich überrascht von der frechen Spielweise der Norddeutschen, wirkten die Wild Wings etwas verunsichert. Dennoch hätte Dan Hacker die Schwarzwälder bei eigener Unterzahl bereits in der 3. Minute in Führung bringen können, doch der US-Amerikaner scheiterte nach einem tollen Break im Fallen an Fischtown-Keeper Jan Guryca. Hacker klebt schon seit Wochen das Pech am Schläger. In allen neun Januar-Spielen blieb der 28-Jährige ohne Torerfolg. Sollte der Februar genauso schlecht beginnen? Hoffentlich nicht.

Zumindest hatte Hacker im ersten Drittel noch ein kleines Erfolgserlebnis, denn der feine Pass, den Verteidiger Ryan Gaucher in Minute 11 mit einem knallharten Flachschuss zur schmeichelhaften 1:0-Führung verwertete, stammte von dem derzeit glücklosen Stürmer.

 

Auch im zweiten Drittel geizten die Wild Wings nicht mit Einladungen zum Tore schießen. Diesmal nahmen die Fischtown Pinguins dankend an. Kapitän Jonas Lanier hämmerte einen Rückpass von Marius Garten zum 1:1-Ausgleich (22.) in die Maschen. Zwar schoss Matthias Forster die Schwenninger durch ein Abstauber-Tor (27.) erneut in Führung, doch in den Griff bekamen die Wild Wings die Partie auch im Mittelabschnitt nicht. Das lag nicht zuletzt an Schiedsrichter Andreas Aumüller und seinem Gespann. Das Trio brachte die Schwenninger mit ihren Entscheidungen in Rage.

Trainer Axel Kammerer, der von den meisten Zweitliga-Referees ohnehin nicht viel hält, tobte auf der Wechselbank. Aus gutem Grund. Zunächst entschied ein Linienrichter bei einem viel versprechenden Angriff von Matthias Forster fälschlicherweise auf Abseits. Nur Sekunden später schickte Aumüller SERC-Stürmer Jason Pinizzotto auf die Strafbank, weil der Kanadier seinen Gegenspieler zu Boden gedrückt hatte. Eine lächerliche Entscheidung, die böse Folgen hatte. Marius Garten münzte die 5:4-Überzahl der Gäste zum 2:2-Ausgleich (35.) um. Zusätzliche Schrecksekunde in Minute 36 für die Wild Wings: Robin Just ging nach einem Stockstich von Chris Leineweber zu Boden, konnte jedoch weiterspielen. Der Sünder marschierte zwar in die Kühlbox, doch die Schwenninger konnten auch mit dem vierten Powerplay nichts anfangen.

Das Überzahlspiel, ansonsten eine stärksten Waffen der Wild Wings, blieb auch in den Versuchen Nummer fünf und sechs stumpf. Und langsam lief den Schwänen die Zeit davon. Würden sie auf eigenem Eis gegen den Außenseiter Punkte liegen lassen? Soweit kam es zum Glück nicht. Dafür sorgte Florian Zeller, neben Silverthorn der beste Schwenninger an diesem Abend. Das Schlitzohr aus Bayern schoss den Puck aus spitzem Winkel auf das Tor. Dort lenkte Unglücksrabe Jan Guryca die Scheibe mit seinen Schonern über die Linie. 3:2.

Die Schlussminute gestaltete sich für die Wild Wings zur Ketchup-Flasche. Erst kam nicht viel und dann plötzlich alles auf einmal. Innerhalb von sechs Sekunden schraubten die Gastgeber das Ergebnis durch Treffer von Brock Hooton (ins leere Tor) und Jason Pinizzotto auf 5:2. Dieses Ergebnis entsprach allerdings nicht mehr dem Spielverlauf.

Tore: 1:0 (11.) Gaucher (Hacker), 1:1 (22.) Lanier (Garten), 2:1 (27.) Forster (Zeller, Pinizzotto), 2:2 (35.) Garten (Parent, Lanier), 3:2 (53.) Zeller (Forster), 4:2 (60.) Hooton (Guerriero), 5:2 (60.) Pinizzotto (Forster, Zeller), Schiedsrichter: Aumüller, ZS: 2222

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Autor: werner feisst
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