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Regionalsport Schwarzwald

„Wir sollten solche Spiele filmen“ - Türkgücü-Spielertrainer Mustafa Yurtseven nach den vier Platzverweisen in Furtwangen

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Das Bezirksliga-Spiel zwischen dem FC Furtwangen und Türkgücü Bräunlingen (2:1) sorgte am Mittwoch für Aufsehen. Vier Türkgücü-Spieler mussten vorzeitig vom Feld, zwei sahen Gelb-Rot und zwei Rot. Der SÜDKURIER hat bei Mustafa Yurtseven (34), dem Spielertrainer der Bräunlinger, nachgefragt.

Mustafa Yurtseven ist erbost über das Verhalten des Schiedsrichters beim Spiel seiner Elf gegen den FC Furtwangen.
Foto: direvi

Herr Yurtseven, vier Platzverweise in einem Spiel. Alle vier in den letzten zehn Spielminuten. Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Es ist nicht leicht, darauf zu antworten, denn es wird ja ohnehin, egal was ich sage, negativ gegen uns ausgelegt. Aber wenn sogar der Furtwanger Trainer Urban Klausmann nach dem Spiel zu mir sagt, dass einem bei einer solchen Schiedsrichterleistung die Lust am Fußball vergeht, dann sagt das schon einiges aus.

Wie fällt Ihr Urteil über die Schiedsrichter-Leistung aus?

Seit ich Fußball spiele, war das das Krasseste, was ich bei einem Schiedsrichter je erlebt habe. Dabei geht es für mich gar nicht darum, ob der Elfmeter in der 90. Minute korrekt war oder nicht. Viel gravierender war die Tatsache, dass der Mann respektlos mit uns Spielern umgegangen ist.

Inwiefern?

Der Schiedsrichter hat uns schon bei der Passkontrolle behandelt wie kleine Kinder. Die Vorurteile waren bereits vor dem Anpfiff zu spüren. Das Ganze setzte sich dann auf dem Feld fort. So behandelt man Spieler nicht.

Sie selbst sahen innerhalb von vier Tagen zwei Mal Gelb-Rot. Berechtigt oder unberechtigt?

Die gelb-rote Karte am Sonntag in Kappel war nach zwei Fouls in Ordnung. Aber die erste gelbe Karte in Furtwangen war ein Witz. Ich habe den Schiedsrichter sachlich darauf hingewiesen, dass er uns nicht als Jugendliche behandeln und bezeichnen soll. Dafür sah ich Gelb.

Hat Türkgücü Bräunlingen denn grundsätzlich ein Problem mit Schiedsrichtern im Schwarzwald?

Wir wollen einfach nur behandelt werden wie andere Mannschaften. Und das ist nicht immer der Fall. Allerdings war die Abneigung eines Schiedsrichters gegenüber unserer Elf noch nie so offensichtlich wie in Furtwangen.

Was glauben Sie, wie lässt sich ein solches Problem lösen?

Ich habe unserer Vorstandschaft vorgeschlagen, dass unsere Spiele gefilmt werden sollen. Wenn so etwas wie am Mittwoch erneut geschieht, haben wir zumindest einen Videobeweis. Es kann doch nicht sein, dass immer unsere Spieler schuld sein sollen.

Man könnte sich aber auch mit den Schiedsrichtern an einen Tisch setzen und versuchen, einige Probleme und Vorurteile aus der Welt zu schaffen.

Das wäre mir natürlich lieber als der Videobeweis. Aber ich weiß nicht, ob so etwas zustande kommen kann.

Das Gespräch führte Christof Kaltenbach

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