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Eishockey, 2. Bundesliga Wild Wings verlieren in Kaufbeuren nach Verlängerung

29.12.2009
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Auch die lautstarke Unterstützung von 1000 mitgereisten SERC-Fans vermochte die Wild Wings nicht zum Sieg zu peitschen. Schwenningen verlor in Kaufbeuren mit 4:5 (2:2, 1:1, 1:1, 0:1) nach Verlängerung.

Eishockey, 2. Bundesliga: (wmf/wit) Der Sonderzug aus Villingen-Schwenningen kam nach fünfeinhalbstündiger Fahrt pünktlich um kurz nach halbsechs in Kaufbeuren an. Die 450 SERC-Schlachtenbummler wurden von etlichen Kaufbeurer Fans freundschaftlich empfangen. Auch die zahlreichen Polizeikräfte, die parat standen, wurden von den Schwenningern freundlich abgeklatscht. Der 500 Meter lange Fußmarsch vom Bahnhof bis zum Stadion wurde unter Fangesängen friedlich in Angriff genommen. Die Partie selbst begann aufgrund des großen Zuschauerandrangs zehn Minuten später als geplant. Insgesamt waren rund 1000 SERC-Fans unter den 4429 Zuschauern in der Sparkassen-Arena. Die Wild Wings mussten auf ihren grippekranken Verteidiger Peter Kathan verzichten.

Den besseren Start erwischten die Buron Joker. Die Hausherren trafen bereits nach 22 Sekunden durch Rob McFeeters den Schwenninger Pfosten. In der 6. Minute gingen die Allgäuer nach einem herrlichen Spielzug durch Jakub Körner in Führung. Wie aus dem Nichts heraus gelang dem SERC der Ausgleich. Anton Saal hatte die Chance auf das 2:0 vergeben, und im direkten Gegenzug erzielte Andrej Kaufmann per Abstauber das 1:1.

Wenig später fiel erneut die verdiente Führung für Kaufbeuren. Daniel Oppolzer überwand aus spitzem Winkel SERC-Schlussmann Steve Silverthorn. Zum Ende des ersten Drittels gelang den Gästen erneut der Ausgleich. Kaufbeuren verlor in der Vorwärtsbewegung den Puck, die Schwenninger waren dadurch in Überzahl und SERC-Verteidiger Max Prommersberger überwand Torwart Thomas Tragust.

Im zweiten Drittel agierten beide Teams etwas vorsichtiger, ehe die Buron Joker in der 30. Minute erneut in Führung gingen. Verteidiger Mats Lindmark zog in Überzahl von der blauen Linie ab. Der Puck wurde noch abgefälscht und landete zum 3:2 im Schwenninger Netz. Wenig später herrschte riesige Aufregung, als der Schiedsrichter mit Dominik Quinlan und Prommersberger zwei Schwenninger kurz nacheinander auf die Strafbank beorderte. Aus dem SERC-Fanblock flogen etliche Becher auf das Eis. Doch Kaufbeuren wusste das 5:3-Powerplay nicht zu nutzen. Besser hingegen das Überzahlspiel der Wild Wings. Gawlik zog ab und Robin Just lenkte die Scheibe zum 3:3 ins Netz.

Zu Beginn des dritten Drittels gaben die Wild Wings den Takt vor. Mit einer hervorragenden Einzelaktion brachte Brock Hooton die Schwäne erstmals in dieser Partie in Führung (46.). Doch Kaufbeuren schlug in Überzahl zurück. Mike Wehrstedt traf in der 53. Minute zum Ausgleich. Das Spiel stand nun auf Messers Schneide. Just hatte die Riesenmöglichkeit, für Schwenningen doch noch einen Dreier einzufahren. Der 22-jährige narrte die gesamte Kaufbeurer Hintermannschaft, brachte den Puck aber nicht an Tragust vorbei.

In die Verlängerung kassierte SERC-Verteidiger Ryan Gaucher bereits in der ersten Minute eine Strafzeit. Kaufbeuren nutzte die Überzahl auf den letzten Drücker. Der Japaner Go Tanaka stocherte die Scheibe zum 5:4-Siegtreffer über die Torlinie. Tore: 1:0 (6.) Körner (Krabbat, Lindmark), 1:1 (8.) Kaufmann (Gawlik), 2:1 (12.) Oppolzer (McFeeters, Webb), 2:2 (19.) Prommersberger (Guerriero, Just), 3:2 (30.) Lindmark (Körner, Tanaka), 3:3 (40.) Just (Gawlik), 3:4 (46.) Hooton, 4:4 (53.) Wehrstedt (Sikora, Körner), 5:4 (63.) Tanaka. Strafen: Kaufbeuren 8, Schwenningen 18plus zehn Minuten Disziplinarstrafe Quinlan. Schiedsrichter: Florian Zehetleitner (Oberstdorf). Zuschauer: 4429.

Wild Wings: Sonderzug nach Kaufbeuren - Fans
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