Eishockey, 2. Bundesliga: (wmf/wit) Freiburgs Trainer Peter Salmik musste mit Petr Bares, Daniel Ketter, Mirko Sacher und Nick Anderson auf vier Verteidiger verzichten und beorderte den etatmäßigen Stürmer Barry Noe in die Abwehr. Bei den Wild Wings fehlten Dan Hacker (gesperrt) und Dominik Quinlan. Letzterer hatte nach dem Spiel gegen die Lausitzer Füchse über Kopfschmerzen geklagt und wurde vorsichtshalber nicht eingesetzt. Das Spiel gegen Weißwasser war Quinlans erster Einsatz nach seiner schweren Gehirnerschütterung.
Vor dem Spiel zeigten die rund 600 mitgereisten SERC-Fans einige Plakate auf denen „Anti-Freiburg“ zu lesen war. Die Rivalität zwischen Schwenningen und Freiburg lebt, auch wenn beide Klubs sportlich doch recht weit auseinander sind. Der Tabellenletzte spielte mit dem Spitzenreiter optisch zwar ordentlich mit. Freiburg schaffte es aber nicht, Druck auf den gegnerischen Kasten auszuüben. Schwenningen kam hingegen zu einigen guten Torchancen.
Als SERC-Stürmer Brock Hooton in der Anfangsphase zwei plus zwei Strafminuten kassierte, zogen die Wölfe ein harmloses Powerplay auf. Riesenfehler dann von Tyler Townsend, der am Puck vorbeisäbelte. SERC-Stürmer Jason Guerriero bedankte sich und markierte in Unterzahl das 0:1. Matthias Forster vergab anschließend eine gute Möglichkeit zum 0:2. Freiburgs Schlussmann Ronny Glaser zeigte eine gute Reaktion. Maximilian Hofbauer schoss knapp am Freiburger Kasten vorbei. In der Schlussminute des ersten Drittels die erste nennenswerte Torchance für die Gastgeber. Doch Schwenningens Keeper Steve Silverthorn blieb zweimal gegen Christian Billich Sieger.
Im zweiten Drittel hatten die Wild Wings die Partie sicher im Griff. Die Wölfe schossen nun zwar öfters als noch im ersten Drittel, waren aber zu harmlos, um die Schwenninger ernsthaft zu fordern. In der 23. Minute besaß Max Prommersberger in der fairen Begegnung eine gute Tormöglichkeit für die Gäste. Der Schwenninger war vor dem gegnerischen Kasten völlig frei, traf aber den Puck nicht richtig.
Doch in der 28. Minute war es soweit: SERC-Stürmer Robin Just erhöhte in Überzahl auf 0:2. Nach diesem Gegentor hatten die Breisgauer auch eine gute Möglichkeit, doch der Kanadier Paul McIlveen traf nur den Pfosten. Im Schlussdrittel versuchten die Wölfe noch einmal heranzukommen und erspielten sich einige Möglichkeiten. Doch SERC-Torwart Silverthorn hielt im Schlussabschnitt hervorragend. Auch der Ex-Schwenninger Dany Bousquet scheiterte vier Minuten vor Schluss mit einem Alleingang am 28-jährigen Kanadier, der bereits seinen vierten Shutout feierte.
Torfolge: 0:1 (6.) Guerriero, 0:2 (28.) Just (Gaucher, Geiger). Strafen: Freiburger Wölfe 12, Schwenninger Wild Wings 14 Minuten. Schiedsrichter: Andreas Aumüller (Ottobrunn). Zuschauer: 2780.
