Ringen, Oberliga: KSK Furtwangen – SV Triberg (Samstag, 20 Uhr) – Niemand, der auch nur einen Funken Ahnung vom Ringersport hat, zweifelt daran, dass die Triberger Ringer am Samstagabend in der Jahnhalle Oberliga-Meister werden. Auch Furtwangens Trainer Michael Hübner nicht: „Das wird eine eindeutige Sache“, erwartet der KSK-Coach. Allerdings hofft er, dass die zweite Kampfhälfte für sein Team nicht erneut so enttäuschend verläuft wie im Hinkampf. Da bekamen die Furtwanger mit 0:20 die Höchststrafe. Zur Halbzeit führten sie sogar noch mit 9:8.
Hübner glaubt auch nicht, dass sein Team als Tabellenzweiter den Spitzenreiter ärgern kann: „Wenn wir mit der stärksten Mannschaft antreten könnten, wäre das möglich.“ Die Furtwanger mussten in dieser Saison einige verletzungsbedingte Ausfälle verkraften. Umso erstaunlicher ist es, dass die Bregtäler dennoch auf Rang zwei rangieren. Hübner: „An Triberg kommt keiner ran. Das war schon vor Saisonbeginn klar. Aber wenn wir vollbesetzt sind, haben wir mit Abstand die zweitstärkste Mannschaft der Oberliga. Davon bin ich überzeugt.“
Die mit Abstand stärkste Mannschaft der Liga hat bekanntlich der SV Triberg. Mit den Sektflaschen im Gepäck wird sich die Mannschaft am Samstag auf den etwa 15 Kilometer langen Weg nach Furtwangen machen. Mit Sicherheit dürfte auch der Anhang, der das Team ins Bregtal begleitet, groß sein. Insgesamt werden in der Jahnhalle über 600 Zuschauer erwartet. Im Vorkampf wurde mit 900 eine Saisonbestmarke aufgestellt.
Der Vorsitzende des SV Triberg, Mike Pfaff, erwartet von seinen Ringern, dass sie am Samstag den Titel klarmachen. „Es geht für mich dabei nicht darum, dass wir vier Kämpfe vor Saisonende Meister werden. Es geht darum, dass wir dies beim Derby machen. Das wäre etwas Besonderes.“ Pfaff warnt aber davor, die Bregtäler zu unterschätzen: „Furtwangen hat schon im Derby gegen Tennenbronn gezeigt, dass das Team zu Hause immer für Überraschungen gut ist.“ Deshalb werde Triberg am Samstag auch mit der besten Mannschaft antreten.
Das sportliche Highlight bei diesem Derby dürfte sicherlich das Duell in der 84er-griechisch-Klasse sein: Christian Rusu (KSK) gegen Kai Rotter. Ein Kampf mit Spannung, Spitzensport und zwei hoch motivierten Ringern. Rusu hat nach der Disqualifikation im Vorrunden-Kampf noch eine Rechnung offen. Rotter will in dieser Saison ungeschlagen bleiben. Auf dieses Duell dürfen sich die Zuschauer in der Jahnhalle besonders freuen.
Bildergalerie vom Vorrunden-Kampf
SV Triberg gegen KSK Furtwangen:
Ringer-Derby KSK Furtwangen - KSV Tennenbronn (2)