Ringen, Oberliga: Um 21.28 Uhr war es soweit. Mit dem Schultersieg gegen Timo Niedermaier machte Jan Rotter alles klar. Der SV Triberg stand nicht nur als Derby-Sieger sondern auch als Oberliga-Meister fest. Die Triberger Ringer streiften in sekunden-schnelle ihre Meister-Shirts über, ließen die Sektkorken knallen und feierten ausgelassen den Titelgewinn. Die Mannschaft hatte das gesteckte Ziel erreicht. Ein erwarteter und auch beeindruckender Erfolg. „Wir haben uns unter den Druck gesetzt, dass wir Meister werden wollen, ja sogar müssen“, sagte ein glücklicher Bernd Reichenbach nach dem größten Erfolg der Triberger seit über 15 Jahren.
Der SV Triberg ließ auch gegen den Lokalrivalen nichts anbrennen. Die Furtwanger verkauften sich allerdings bestens und gewannen alle offenen Kämpfe. Fabian Kirner siegte im Schüler-Duell gegen Jonas Kammerer mit 3:1, Benny Jöhnk bezwang Joscha Gantert mit 3:0 Runden und Christian Rusu (bis 84 kg gr.) revanchierte sich für die Vorkampf-Niederlage gegen den angeschlagenen Kai Rotter. Zudem gewann Felix Pfaff technisch überhöht gegen Joscha Gantert.
Doch trotz der Maximal-Ausbeute konnte der KSK der Über-Mannschaft aus Triberg nicht Paroli bieten. Der SVT konnte sich erneut auf seine Siegringe verlassen. Francesco Miano Petta gewann im Schnelldurchgang gegen Sebastian Schindler, Sascha Oswald siegte mit 3:0 gegen Mike Kromer. Coskun Öztürk kam kampflos zu vier Zählern, Michael Kaufmehl wurde Überlegenheitssieger gegen Tobias Haaga, Jan Rotter schulterte Timo Niedermaier und Kirill Fadeew wurde zum Abschluss Aufgabesieger gegen Christian Haaga, der aufgrund eines Nasenbeinbruchs den Kampf vorzeitig beenden musste.
Die Triberger demonstrierten auch gegen den Tabellenzweiten, dass ihnen in dieser Liga kein Gegner gewachsen ist. Mit dem Aufdruck „Oberliga – und Tschüss“ auf den Meister-Shirts verabschiedeten sie sich in Richtung Regionalliga. Die Qualität der einzelnen Ringer und das Potenzial der jungen Mannschaft deutet darauf hin, dass es ein Abschied für längere Zeit sein wird.
Dass die Mannschaft nicht nur auf der Ringer-Matte enorm stark ist, sondern auch kräftig feiern kann, zeigten sie Samstagnacht. Nach dem Jubel in der Furtwanger Jahnhalle wurde die Feier in Triberg in der Bistro-Bar fortgesetzt. Erst morgens um vier Uhr war dann endgültig Schluss. Die nächste Feier gibt's allerdings bereits am 5. Dezember im Heimkampf gegen Adelhausen II. Dann steigt die offizielle Meisterparty.
Bildergalerie zum Ringer-Derby und zur Triberger Oberliga-Meisterschaft:
