Regionalsport Schwarzwald TV Villingen will gegen Dresden nachlegen
Die Villingerin Martina Bradacova zeigte zuletzt gegen Offenburg ein ganz starkes Spiel. Auch gegen Dresden baut das Team auf ihre Qualitäten. Bild: Klein
TV Villingen – VC Olympia Dresden (Samstag, 19 Uhr) – Vor dem Spiel gegen die Sachsen beschäftigt Trainer, Betreuer und Zuschauer vor allem eine Frage. Können die Villingerinnen nach dem glatten 3:0-Sieg gegen Offenburg nachlegen? Die junge Auswahlmannschaft aus Dresden schwächelte zuletzt mit vier Niederlagen in Folge, bevor am vergangenen Sonntag ein Sieg beim VfL Nürnberg gelang.
Dresden spielt auch in dieser Saison außer Konkurrenz in der Liga mit. Das Team kann nicht absteigen, doch alle Ergebnisse gehen in die Wertung ein. Im Hinspiel musste sich Villingen klar mit 0:3 geschlagen geben, doch zwischenzeitlich scheinen die Schwarzwälderinnen in einer besseren Form zu spielen. Zudem hat der Erfolg gegen Offenburg neues Selbstvertrauen gebracht. Die Mannschaft hat gesehen, dass sie gegen die Teams aus dem Tabellenmittelfeld mithalten kann. Mehr noch. Die Satzgewinne gegen die Spitzenteams aus Lohhof, Grimma und Erfurt haben auch bei den Konkurrenten Eindruck hinterlassen.
Personell hat Dresden ganz andere Möglichkeiten als Villingen. Gleich 18 Spielerinnen, alle mit deutschem Pass, hat Trainerin Barbara Markowska, eine ehemalige Weltklasse-Mittelblockerin, die Ende 2011 das Amt von Jens Tietböhl übernahm, im Kader. Alle sind unter 20 Jahren und haben in Dresden die Chance, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Jede Position ist doppelt und dreifach besetzt in dieser Jugendauswahl, jedoch gab es zuletzt einige Leistungsaschwankungen, die auch mit dem Abgang von Tietböhl begründet werden. Immerhin wurden elf von 19 Spielen gewonnen und Dresden hat sich hinter den vier Titelkandidaten Grimma, Erfurt Bad Soden und Sonthofen eingereiht. Zuletzt wechselten zwei Spielerinnen nach Grimma und einige gehören auch zum Bundesliga-Team Dresdner SC.
Im Hinspiel kam Villingen in den drei Sätzen auf 19, 23 und 14 Punkte, war nur im letzten Satz völlig chancenlos. Am Samstag soll es anders sein. „Ich hoffe, dass wir uns mit diesem Gegner auf Augenhöhe treffen. Spielen wir so gut wie gegen Offenburg, werden wir wieder nicht chancenlos sein“, ist Trainer Günter Hones zuversichtlich. Er lässt es noch völlig offen, ob er komplett auf die zuletzt siegreiche Mannschaft setzt oder doch auf ein, zwei Positionen umbaut. Alle Spielerinnen sind fit und einsatzbereit. „Wer nicht zum Einsatz kommt, wird nicht traurig sein. Wir brauchen in dieser Saison noch alle Spielerinnen. Ich werde mich erst am Spieltag auf die Anfangsformation festlegen“, fügt der Coach an.
Die jüngsten Trainingseindrücke stimmen Hones zuversichtlich: „Wir haben weiter an unser Annahme gearbeitet, aber auch an einem variablen Angriffsspiel, um uns schwerer ausrechenbar zu machen.“ Zuletzt gab es schon deutliche Verbesserungen bei der Ballannahme. Zudem agierte Villingen zuletzt auch im Angriff sehr wirkungsvoll. In jedem Fall verspricht Hones: „Wir werden alles geben und wollen nachlegen. Die Mannschaft will und das sind gute Voraussetzungen.“
