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Regionalsport Schwarzwald TV Villingen scheitert an Dresdens „schwarzer Wand“

13.02.2012
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TV Villingen – VC Olympia Dresden 1:3 (25:23, 23:25, 23:25, 20:25). (daz) Nach einer tollen kämpferischen Leistung mussten sich die Villinger Volleyballerinnen einer spielstarken Gästemannschaft geschlagen geben. Wie eng das Spiel war, verdeutlichen die ersten drei Sätze, die mit den knappsten aller Resultate endeten.

Was die Gäste an Spielstärke voraushatten, versuchte Villingen mit Teamgeist und Kampf auszugleichen. Letztlich gewann die Auswahlmannschaft aus Sachsen nach 107 Spielminuten die unterhaltsame Partie vor 380 Zuschauern verdient.

„Es war schon beeindruckend, was Dresden an großen Spielerinnen aufzubieten hatte. Wenn der Block hoch ging, standen wir oft vor einer schwarzen Wand. Meine Mannschaft hat alles gegeben. So ein Spiel kann auch anders laufen“, sagte Villingens Trainer Günter Hones, der sich über einige strittige Schiedsrichterentscheidungen ärgerte, „die aber mit dem Spielausgang nichts zu tun hatten“. Als Erkenntnis nahm Hones mit, dass sein Team auf dem richtigen Weg sei, auch gegen Mannschaften der oberen Tabellenhälfte mithalten kann und ein Entwicklungsprozess erkennbar sei. Ein besonderes Lob erhielt Ramona Wolbert, die sich bei einem Kurzeinsatz für die indisponierte Stephanie Hempel gut einfügte.

Aufmunternde Worte gab es von Dresdens Vorsitzenden Thomas Stumph, Sohn des Volksschauspielers Wolfgang Stumph. „Es hat Spaß gemacht, hier in Villingen zu gastieren. Villingen hat eine gute Mannschaft. Obwohl die Anreise für uns sehr lang ist, wünsche ich Villingen den Klassenerhalt. Wir wurden hier sehr nett aufgenommen. Außerdem hat Villingen gezeigt, dass die Mannschaft bis zum Umfallen kämpfen kann. Es war sehr schwer, die zwei Punkte zu entführen.“

Villingens Trainer baute bei der Startformation auf das Erfolgsteam der vergangenen Woche. Lisa Schlosser, Nadine Hones, Lucie Drexlerova, Martina Bradacova, Jana Sevcikova und Stephanie sowie Sophie Hempel mussten nach der 1:0-Führung zunächst jedoch einem Rückstand nachlaufen. Erst mit einer gelungenen Aufschlagserie machte Hempel aus dem 9:11 eine 16:11 Führung. Doch beim 24:23 wurde es noch mal knapp. Den zweiten Satzball verwandelte Schlosser nach 21 Minuten.

Noch enger verlief der zweite Satz. Die Führung wechselte ständig, bevor sich Villingen leicht absetzte. 12:9, 15:12 oder gar das 18:14 schürten Hoffnungen auf den zweiten Satzgewinn. Doch Dresdens Trainerin Barbara Markowska schaffte es mit einer Auszeit, ihr Team wieder auf Kurs zu bringen. Villingen unterliefen nun Fehler in der Annahme und im Zuspiel. Die schlanken und großen Dresdnerinnen kamen hingegen immer besser in Fahrt und sicherten sich nach 26 Minuten diesen Satz.

Villingen steckte den Ausgleich sehr gut weg. Schnell führte das Team im dritten Satz mit 9:4, bevor es wieder einige Fehler gab und Dresden zum 9:9 ausglich. Ganz stark präsentierte sich Dresdens Libero Lisa Stock, die unglaubliche Bälle holte. Zudem schmetterte Michaela Wessely aus der zweiten Etage die Bälle krachend ins Villinger Feld. Die Gastgeber kämpften und holten sich die Führung beim 16:14 zurück. Den ersten Dresdner Satzball wehrte Villingen noch ab, doch der zweite saß.

Im vierten Satz durfte Villingen bis zum 18:17 auf den fünften Satz hoffen, doch Dresden hatte sich inzwischen die siebenstündige Anreise aus den Knochen gespielt und wurde immer souveräner. Schließlich setzte sich die individuelle Klasse der Auswahlspielerinnen durch, die nach 107 Spielminuten die Partie für sich entschieden.

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