Das dürfte bereits beim nächsten Heimspiel am kommenden Samstag gegen Schwäbisch-Gmünd der Fall sein. Nach diesem Spiel soll die große Meister-Party über die Bühne gehen.
Auch gestern knallten auf der Heimreise von Heidelberg im Bus einige Sektkorken, denn am Titelgewinn zweifelt schon jetzt keiner mehr. Allerdings hatten die Villingerinnen mit dem Schlusslicht der Tabelle mehr Mühe als erwartet. 76 Minuten benötigte der Spitzenreiter, um die Pflichtaufgabe zu erledigen. Das lag vor allem daran, dass Villingens Trainer Michail Lukaschek nicht seine stärkste Formation aufs Feld schickte, sondern dem Nachwuchs eine Chance gab.
Spitzenspielerin Karla Borger war erst gar nicht mitgefahren. Miriam Senk und Ariane Thibault waren zwar dabei, kamen aber nicht zum Einsatz. „Ich war mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden, wenn man berücksichtigt, dass nicht die Stammsechs auf dem Feld stand. Ich wollte unseren jungen Mädchen Spielpraxis in der Regionalliga geben“, sagte Lukaschek.
Der Villinger Coach konnte sich auf seine Youngster verlassen. Ramona Wolbert übernahm anstelle von Mirain Senk die Rolle aus Zuspielerin und stellte die Bälle ausgezeichnet. Auch Michelle Feuerstein präsentierte sich in starker Form und stellte die Gastgeberinnen mit ihren gefährlichen Aufschlägen vor große Probleme. Überragende Spielerin im Villinger Team war Erica Short. Die Amerikanerin erzielte 20 direkte Punkte und sorgte dafür, dass Karla Borger überhaupt nicht vermisst wurde. Auch Jana Sevkicova sorgte mit zehn direkten Punkten für die nötige Durschlagskraft im Angriff.
Probleme hatte Villingen lediglich in der Annahme, die sich auf der anderen Seite des Netzes bei Heidelberg/Rohrbach als größte Stärke erwies. Außerdem zeigte das Schlusslicht enormen Kampfgeist und forderte den haushohen Favoriten heraus. Doch die Villingerinnen gaben sich keine Blöße und lösten ihre Pflichtaufgabe. „Trotz der Niederlage bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Zumindest den dritten Satz hätten wir den Villingerinnen gerne abgenommen. Schade, dass es nicht geklappt hat“, sagte Heidelbergs Trainer Tim Schöne.
