Eishockey: (zie/wit) Die knapp 2000 Zuschauer bekamen im Landshuter Stadion eine gute und schnelle Zweitliga-Partie zu sehen. Die erste Chance besaß Schwenningen, Brock Hooton scheiterte an Torwart Sebastian Stefaniszin. Der Iserlohner DEL-Torhüter, der für die Cannibals mit einer Förderlizenz ausgestattet ist, vertrat den grippekranken Stammkeeper Martin Cinibulk.
In der 9. Minute gingen die Gastgeber in Überzahl in Führung. Florian Zeller saß zum zweiten Mal auf der Strafbank, Ryan Toomey versenkte die Scheibe. Nur zwei Zeigerumdrehungen später der Ausgleich. Robin Just geriet vor dem Landshuter Tor ins Straucheln und beförderte die Scheibe im Fallen zum 1:1 ins Netz. In der 14. Minute ging Landshut durch Rieder erneut in Führung.
Im zweiten Drittel sank das Spielniveau etwas. Es gab auf beiden Seiten viele Fehlpässe. Schwenningen kassierte zudem einige Strafzeiten und war die erste Hälfte des Mittelabschnittes fast ständig in Unterzahl. Das Powerplay der Cannibals sah optisch nicht allzu gut aus, allerdings kamen die Landshuter doch immer wieder zum Abschluss und SERC-Torhüter Steve Silverthorn musste einige Glanzparaden zeigen. Bei fünf gegen fünf Feldspielern wurden die Wild Wings dann gefährlich. Maximilian Hofbauer und Geiger scheiterten jedoch an Stefaniszin. Die Schwenninger zogen in Überzahl ein ansehnliches Powerplay auf. Es mangelte bei den Gästen jedoch einige Male am konzentrierten Abschluss. Die Cannibals zeigten wie es geht. In der 38. Minute agierten die Landshuter in Überzahl. Kamil Toupal zog ab, der Puck sprang an die Bande, von dort zurück genau auf den Schläger von Geburtstagskind Rieder, der zum zweiten Mal einnetzte.
Das Schlussdrittel begann für Schwenningen recht glücklich. Dan Hacker zog ab, der Puck sprang an das Plexiglas und von dort Stefaniszin an den Rücken und ins Tor (41.). Bei den Cannibals schwanden nun die Kräfte. Schwenningen war am Drücker. In der 48. Minute fiel der vermeintliche Ausgleich. Doch der Schiedsrichter gab den Treffer nicht, da mit dem Schuss von Hacker auch SERC-Verteidiger Ryan Gaucher im Landshuter Tor gelandet war. Drei Minuten vor dem Ende fiel aber doch das verdiente 3:3. Landshuts Sebastian Schwarz vertändelte im eigenen Drittel die Scheibe, Markus Schröder bedankte sich und traf zum Ausgleich.
Es ging in die Verlängerung. Hier vergaben die Cannibals zwei gute Torchancen, die Wild Wings waren hingegen recht passiv. Das Penaltyschießen musste entscheiden. Für Schwenningen trafen Andrej Kaufmann und Jason Guerriero ins Schwarze, während für Landshut lediglich Markus Hundhammer erfolgreich war.
Torfolge: 1:0 (9.) Toomey (McDonough, Oswald), 1:1 (11.) Just (Prommersberger, Forster), 2:1 (14.) Rieder (Forster), 3:1 (38.) Rieder (Toupal, Morris). 3:2 (41.) Hacker (Pinizzotto), 3:3 (58.) Schröder, 4:3 Guerriero (Penalty). Schiedsrichter: Hatz (Trostberg). Zuschauer: 1981.
