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Ringen, Oberliga: SV Triberg: Besser geht's nicht

23.12.2009
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Die Triberger Ringer schrieben in der Saison 2009 nicht nur Vereinsgeschichte. In der Oberliga Südbaden sorgte das Team von Bernd Reichenbach mit seinem überragenden Alleingang für eine rekordverdächtige Bilanz.

Ringen, Oberliga: Seit drei Jahren hatte der SV Triberg bereits das Ziel, den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen. Verletzungspech im Jahr 2007 und zwei kurzfristige Absagen von Ringern im Jahr 2008 sorgten dafür, dass die Triberger beide Male das gesteckte Ziel nicht erreichten. 2009 folgte der dritte Anlauf mit einer Mannschaft, die aufgrund ihrer Stärke aufsteigen musste. „Wenn wir es dieses Jahr nicht geschafft hätten, dann hätte es nie geklappt“, meinte Leistungsträger Coskun Öztürk nach dem Titelgewinn.

Von der Vereinsführung gab es auch ein klare Zielsetzung: Die Meisterschaft war unterm Wasserfall Pflicht. Die Mannschaft ging als haushoher Favorit in die Saison. Doch bei den Tribergern hätte keiner gedacht, dass man die Liga so dominiert. Triberg gewann 18 Kämpfe und machte dabei durchschnittlich knapp 30 Punkte pro Kampf. Kein anderes Team schaffte dies in den vergangenen zehn Oberliga-Jahren. Bereits vier Kämpfe vor Saisonende machte der SVT mit dem Derby-Sieg beim KSK Furtwangen den Titel perfekt.

Der Meister hatte nicht nur zwei oder drei Siegringer, sondern deren fünf oder sechs. Jan Rotter und Michael Kaufmehl blieben die komplette Saison ungeschlagen. Coskun Öztürk, Kai Rotter und Kirill Fadeew sowie die beiden Italiener Francesco Petta und Francesco Constantino gingen mit wenigen Ausnahmen ebenfalls immer als Sieger von der Matte.

Was den SV Triberg auch auszeichnete, ist die Tatsache, dass die Mannschaft in jedem der 18 Saisonkämpfe immer alle zehn Gewichtsklassen besetzte. „Darauf lege ich viel Wert. Das ist man auch den Zuschauern und Sponsoren schuldig. Deshalb kann ich es nicht nachvollziehen, wenn andere Teams gegen uns manche Ringer nicht einsetzten“, blickt Bernd Reichenbach zurück. Einige Liga-Konkurrenten kapitulierten schon vor Kampfbeginn.

Der Vereinsvorsitzende Mike Pfaff hatte vor der Saison einiges erwartet. „Allerdings nicht, dass es so einfach wird, den Titel zu gewinnen“. Pfaff spricht von „einer perfekten Saison“. Dies lag wohl vor allem an drei Punkten: 1. Der Verein verstärkte das Team genau dort mit Punktegaranten, wo man zuvor große Schwachpunkte hatte. 2. Triberg blieb vom Verletzungspech verschont und 3. die Mannschaft ging topfit in die Saison. Daran hat auch Reichenbach großen Anteil.

Da sich abzeichnet, dass die Triberger Mannschaft zusammenbleibt und eventuell noch auf ein, zwei Positionen verstärkt wird, dürfte die Regionalliga den Aufsteiger vor keine größeren Probleme stellen. Reichenbach erhofft sich als Verstärkung unter anderem einen Freistil-Spezialisten für die Klassen bis 96 und 120 kg.

Mike Pfaff ist überzeugt: „Wir spielen nächstes Jahr in der Regionalliga eine gute Rolle.“ Ob der Weg der Triberger noch weiter führt, lässt der Vereins-Boss offen: „Wir planen langfristig, aber wollen auch nicht mit aller Gewalt in die zweite Liga. Entscheidend ist, dass der gesamte Verein mitwächst. Ansonsten macht so etwas keinen Sinn.“

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Regionalsport Schwarzwald
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