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Eishockey, 2. Bundesliga SERC-Trainer Kammerer hebt Zeller, Silverthorn und Lehoux hervor

07.12.2009
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Eishockey, 2. Bundesliga: (wmf/wit) Nach einer Kabinenpredigt von Trainer Axel Kammerer in der ersten Pause siegten die Schwenninger Wild Wings am Freitagabend gegen Weißwasser doch noch klar mit 5:1. Bis der Erfolg unter Dach und Fach war, mussten die SERC-Fans eine Menge Geduld aufbringen.

Im ersten Drittel lief gegen die Lausitzer Füchse bei den Wild Wings nichts zusammen. Dan Hacker und Co. konnten von Glück sagen, dass sie gegen den Tabellen-Elften nicht in Rückstand gerieten. „Der Trainer hat mit uns in der Pause gesprochen“, schilderte SERC-Kapitän Guy Lehoux mit einem Augenzwinkern die Kabinenpredigt, die Kammerer vor versammelter Mannschaft hielt. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen und haben die Zweikämpfe nicht angenommen“, kommentierte Kammerer die ersten 20 Minuten.

Nach dem schwerfälligen Beginn wurde das Spiel der Schwenninger immer besser. „Kompliment an die Mannschaft. Sie hat sich in das Spiel reingekämpft. Dann sind auch Tore gefallen“, zeigte sich der Schwenninger Übungsleiter am Ende hochzufrieden. Auch SERC-Kapitän Guy Lehoux weiß um die Schwächen der Mannschaft. „Es passiert uns derzeit leider zu oft, dass wir nicht 60 Minuten lang unsere Leistung abrufen. Das erste Drittel war schlecht, das zweite besser. Im letzten Drittel haben wir das gespielt, was wir können“, sagte Lehoux.

Der Knackpunkt des Spiels war ausgerechnet jene Situation, in der die Wild Wings eine kleine Bankstrafe kassierten und in Unterzahl durch Florian Zeller das 3:1 markierten. Kammerer hatte sich bei Schiedsrichter Marcus Brill beschwert, weil sich die Gäste viel Zeit ließen, ehe sie zum letzten Abschnitt wieder aufs Eis kamen. „Unsinnigerweise haben wir ohnehin schon 20 Minuten Drittelpause. Die Zeit läuft auf der Uhr ab. Wenn Weißwasser nicht da ist, ist die Mannschaft selbst Schuld. Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass er die Scheibe zum Bully einwerfen soll. Plötzlich habe ich eine Strafe bekommen“, schilderte der SERC-Trainer die kuriose Szene. Dabei konnte sich Kammerer einen Seitenhieb auf den Referee nicht verkneifen. „Marcus Brill ist ein guter Schiedsrichter. Heute hatte er aber einen ganz schlechten Tag. Das habe ich ihm direkt ins Gesicht gesagt.“

Die Wild Wings legten noch zwei Tore nach, während bei den frustrierten Gästen mit Carsten Gosdeck und Robert Bartlick zwei Spieler Spieldauerdisziplinarstrafen kassierten. Letzteres ärgerte Füchse-Trainer Dirk Rohrbach noch mehr als die Niederlage in Schwenningen. „Die beiden haben wenig Weitblick gezeigt, denn nun sind sie gegen Dresden gesperrt. Dabei haben wir derzeit ohnehin einen dünnen Kader.“ Am Schwenninger Sieg gab es für Rohrbach indes nichts zu rütteln. „Wir haben bei den Gegentoren zu viele Fehler gemacht. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung, Schwenningen ist verdient Tabellenführer.“

Entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten hob Kammerer gleich drei Spieler heraus. „Torwart Steve Silverthorn hat uns speziell im ersten Drittel, als unsere Abwehr nicht gut gestanden ist, im Spiel gehalten. Guy Lehoux ist ein großartiger Kämpfer. Er puscht die Mannschaft und führt sein Kapitäns-Amt hervorragend aus, hat sein erstes Saisontor geschossen. Auch Floppo Zeller hat nicht nur seiner zwei Tore wegen sehr gut gespielt.“

Dass SERC-Verteidiger Guy Lehoux Tore schießt, kommt nicht alle Tage vor. Gegen Weißwasser war er aber mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie zum 5:1 erfolgreich. Der Musterprofi erhielt von allen Seiten Glückwünsche für seinen ersten Saison-Treffer. „Natürlich freue ich mich über das Tor. Ich habe das 3:1 von Zeller als den Wendepunkt des gesamten Spiels gesehen. Von da an lief es bei uns. Da waren wir richtig in Schwung. Es wäre nur schön, wenn wir in den kommenden Spielen 60 Minuten auf diesem Level spielen könnten.“


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