Am Sonntag (18.30 Uhr) steigt das Schwarzwald-Derby beim Ligaschlusslicht Freiburg.
Der Kampf um Platz eins nach der Doppelrunde zwischen München und Schwenningen ist ungemein spannend. Vier Spieltage vor Schluss haben die Bayern noch ein Pünktchen Vorsprung, doch dies kann sich schon an diesem Wochenende ändern. Vielleicht nimmt heute Abend schon der SERC den Platz an der Sonne ein, wenn München zu Hause das Derby gegen Kaufbeuren verliert. Allerdings müssen die Schwenninger ihr Heimspiel gegen Weißwasser gewinnen. „Wir schauen weder auf München noch auf Weißwasser, sondern auf unser Spiel“, sagt SERC-Trainer Axel Kammerer.
Die Wild Wings treten in Bestbesetzung an. Matthias Forster, der beim 3:1-Sieg in Garmisch wegen einer Grippe passen musste, ist wieder fit. Auch Robin Just meldete sich nach einer erfolgreichen Operation gesund zurück. Der Außenstürmer hatte beim Spiel gegen Riessersee vom eigenen Verteidiger Ryan Gaucher den Schläger ins Gesicht bekommen. Der 22-Jährige wird in den nächsten Wochen zum eigenen Schutz mit einer Gittermaske spielen. Heute erhält Ersatztorwart Sebastian Staudt erneut eine Chance. Am Sonntag beim Derby in Freiburg steht Steve Silverthorn zwischen den Pfosten.
Die Gäste aus der Lausitz haben sich bereits für die Pre-Play-off qualifiziert und den Klassenerhalt sicher in der Tasche. Jetzt versuchen sich die Ostdeutschen, die derzeit den achten Tabellenplatz einnehmen, noch das Heimrecht in den Pre-Play-off zu sichern. Kammerer über den heutigen Gegner, der möglicherweise auch im Playoff-Viertelfinale auf Schwenningen treffen könnte: „Weißwasser ist eine kampfstarke Truppe, die über gute einheimische Spieler verfügt. Mit Jonathan Boutin haben die Füchse einen herausragenden Torhüter. Wir sind jedoch in guter Verfassung, haben viel Selbstvertrauen und wollen Weißwasser erneut schlagen.“
Am Sonntag sind die Wild Wings beim Erzrivalen Freiburg zu Gast. München muss gleichzeitig zum Tabellendritten Ravensburg und könnte dort leicht Federn lassen. Das wollen die Schwenninger im Breisgau freilich nicht. Kammerer warnt aber vor dem Tabellenletzten: „Die Derbys gegen Freiburg sind nie leicht. Seit Markus Berwanger dort Trainer ist, hat sich das Team spielerisch verbessert.“
Die Wölfe knöpften den Wild Wings bei Berwangers Premiere am 24. Januar beim 3:2 nach Verlängerung in der Helios-Arena einen Punkt ab. Spielerisch hat sich Freiburg zwar verbessert, doch die erhofften Resultate blieben oft aus. „Ich sehe insgesamt eine gute Entwicklung in unserer Mannschaft. Wir wollen für die Play-down unsere beste Form kriegen. Natürlich wollen wir Schwenningen im Derby das Leben so schwer wie möglich machen“, sagt Wölfe-Coach Berwanger.
Da die Freiburger am Freitag spielfrei haben, können sie sich zu 100 Prozent auf den Kampf mit dem alten Rivalen konzentrieren. Von Montag bis Mittwoch gab Berwanger seinen Mannen trainingsfrei, um zu regenerieren. Bis auf den langzeitverletzten Dany Bousquet haben die Südbadener gegen Schwenningen alle Mann zur Verfügung. Ebenso wie gegen die Lausitzer Füchse gewann der SERC in dieser Saison bislang alle Duelle gegen Freiburg.
