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Eishockey, 2. Bundesliga SERC-Torhüter Sebastian Staudt in Bremerhaven zwischen den Pfosten

02.01.2010
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Die Schwenninger Wild Wings sind am Sonntag (18 Uhr) im ersten Spiel des neuen Jahres in Bremerhaven zu Gast. SERC-Trainer Axel Kammerer räumte nach dem Zittersieg gegen die Hannover Indians ein, dass sein Team verunsichert sei.

Eishockey, 2. Bundesliga: (wmf/wit) Haarscharf waren die Schwenninger Kufencracks am Mittwoch zum Jahresabschluss an ihrer dritten Niederlage in Folge vorbeigeschrammt. Gegen den Tabellenvorletzten Hannover Indians rettete Matthias Forster den SERC sechs Sekunden vor Schluss mit dem Ausgleichstreffer. Im Penaltyschießen setzte sich der Tabellenzweite dank der beiden Treffer von Forster und Jason Guerriero durch. Zuvor hatten die Wild Wings einen 2:0-Vorsprung verspielt und waren mit 2:3 ins Hintertreffen geraten. „Wir sind momentan etwas verunsichert. Die Spieler sind nicht so fit, und die Scheibe läuft nicht so, wie sie sollte. Wir müssen jetzt Geduld haben und über das Training und die Spiele unser Selbstvertrauen zurückgewinnen“, sagte Kammerer nach dem Penalty-Krimi.

Auch Forster räumte mentale Schwächen seines Teams ein. „Das zweite Drittel haben wir verschlafen. Wir waren zu unkonzentriert“, sagte der Stürmer. Immerhin kämpften sich die Schwenninger in der Schlussphase noch mal heran. „Wir wollten unbedingt den Ausgleich“, sagte Forster, der von den SERC-Fans als Matchwinner gefeiert wurde. Auch Kammerer gewann der Partie etwas Positives ab: „Wir haben auch diesmal nicht aufgesteckt und das Glück erzwungen.“

Aufgewertet wurde der Sieg durch die Tatsache, dass etliche Schwenninger Profis alles andere als fit waren. Topstürmer Dan Hacker und Verteidiger Peter Kathan standen grippegeschwächt auf dem Eis und konnten ihr normales Leistungsvermögen nicht abrufen. Florian Zeller erlitt während der Partie eine Schulterprellung und fiel aus. Sein Einsatz in Bremerhaven ist gefährdet. Forster: „Wir leben stark von der Teamleistung. Wenn nicht jeder Einzelne 100 Prozent bringen kann, wirkt sich dies gewaltig aus.“

An Silvester hatte das Team in eigener Regie eine gemeinsame Feier im VIP-Raum der Helios-Arena organisiert – auch dies ein Beleg für den guten Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. An Neujahr hatte die Mannschaft trainingsfrei, erst heute geht es wieder aufs Eis. Forster: „Das tat gut, so konnten wir etwas regenerieren.“

Am Sonntag steht die lange Fahrt nach Bremerhaven auf dem Reiseplan. Die Wild Wings werden um 5 Uhr in der Früh aufbrechen. SERC-Trainer Kammerer: „Zehn Stunden Busfahrt sind nicht ohne, während Bremerhaven ausgeruht auf uns wartet. Es gilt deshalb in erster Linie die Anfangsphase ohne Gegentor zu überstehen.“ Der Schwenninger Coach gönnt Stammtorhüter Steve Silverthorn eine Pause und schickt erstmals in einem Punktspiel den 21-jährigen Sebastian Staudt von Beginn an zwischen die Pfosten. „Wir haben jetzt den 32. Spieltag, und Staudt hat sich diesen Einsatz verdient. Die beiden Pokalpartien, bei denen er im Tor war, haben wir gewonnen. Staudt hat unser Vertrauen“, begründet der SERC-Coach den Torhüter-Wechsel.

Die Fischtown Pinguins verloren am Mittwoch in Weißwasser mit 3:4 Toren und sind Tabellen-Elfter. Die Truppe von Trainer Gunnar Leidborg hatte zuletzt vor allem mit dem Tore schießen Probleme. Matthias Forster, der in der vergangenen Saison noch für die Pinguins dem Puck nachjagte: „Bremerhaven ist unberechenbar und lebt zu Hause davon, dass die Gästemannschaften meist sehr weite Anreisen haben. Wichtig ist, dass wir voll konzentriert in diese schwierige Aufgabe gehen.“ Im ersten Auswärtsspiel an der Nordsee am 18. September siegte der SERC mit 3:2. Auch in der Helios-Arena war die Partie gegen Bremerhaven am 30. Oktober hart umkämpft, Schwenningen gewann mit 2:1.

Wild Wings gegen Hannover Indians - Teil 1
Wild Wings gegen Hannover Indians - Teil 2
Regionalsport Schwarzwald
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