Regionalsport Schwarzwald SERC-Star Dan Hacker: „Deutsch lernen und Tore schießen“
Der Puck ist sein Freund: Dan Hacker zählt seit drei Jahren zu den besten Spielern in der 2. Eishockey-Bundesliga. Bild: klein
Der Stürmer begeistert die Fans nicht nur mit Spielwitz und wunderschönen Toren, sondern auch mit unbändigem Willen und Kampfgeist. Gerade weil er sich als Star für nichts zu schade ist, weil er auch in den Ecken malocht und bis zur Schlusssirene fightet, steht Hacker bei den Fans hoch im Kurs. „Dan“, sagt SERC-Manager Stefan Wagner, „Dan ist unser Publikumsliebling“.
Auch in dieser Saison ist auf den US-Amerikaner Verlass. Mit 18 Treffern führt Hacker die interne Torschützenliste der Wild Wings an und ist auf dem besten Weg, seine persönliche Rekordmarke von 21 Toren in der Hauptrunde 2009/10 zu pulverisieren. „Natürlich will ich diese Quote übertreffen. Doch ich denke nur an das nächste Tor, denn das ist das schwerste“, grinst Hacker. Am vergangenen Sonntag feierte er in Landshut eine ganz besondere Saisonpremiere. In der Verlängerung gelang ihm der 2:1-Siegtreffer. „Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn es war mein erstes Overtime-Tor in dieser Runde.“
Gerade weil Hacker im Schwenninger Team ein Schlüsselspieler ist, hat er derzeit eine Schlüsselrolle inne. Da Andreas Renz wegen einer Augenverletzung pausieren muss, trägt Hacker als Kapitän das „C“ auf der Brust. Für den 30-Jährigen kein Problem. „Diese Aufgabe belastet mich nicht. Neu ist für mich nur, dass ich nun des Öfteren mit dem Schiedsrichter sprechen muss.“ Hacker hat auch kein Problem damit, das „C“ wieder abzugeben, sobald der eigentliche Käpt'n wieder an Bord ist. „Die Wild Wings sind das Team von Andi Renz.“
Nach dieser Saison endet Hackers Zweijahres-Vertrag. Am liebsten möchte er beim SERC bleiben, und zwar so lange wie möglich. „Ich fühle mich in Schwenningen unheimlich wohl. Ich könnte mir sogar vorstellen, meine Karriere hier zu beenden“, sagt der Mann mit der Rückennummer 20. Hacker, der sowohl Außen- als auch Mittelstürmer spielen kann, hat schon genaue Vorstellung von seinem Leben nach dem Eishockey. „Nach meiner Profikarriere will ich in die USA zurückkehren und ins Immobiliengeschäft einsteigen.“
Da auch der SERC größtes Interesse hat, Hacker zu behalten, dürfte eine Vertragsverlängerung nur Formsache und bereits in den nächsten Tagen perfekt sein. „Dan ist nicht nur Publikumsliebling, sondern auch Leistungsträger. Wenn er so weitermacht, wird er noch lange für uns spielen“, prophezeit Wagner. Auch als Ausländer sei Hacker mit ganzem Herzen dabei. Wagner: „Vor allem in schlechten Zeiten ist Dan einer meiner engsten Ansprechpartner. Ich schätze seine Meinung, denn er ist selbstkritisch und offen.“
Für die Zeit, in der Hacker noch in Deutschland bleibt, hat er neben möglichst vielen Toren ein weiteres Ziel: „Ich möchte Deutsch lernen.“ Er schlägt den Wild Wings gleich einen Sprachkurs für ausländische Profis vor. Hacker: „Selbst Crimmitschau hat für seine Spieler ein Programm zum Deutsch lernen.“ Sollte die angestrebte Vertragsverlängerung um mindestens zwei Jahre bei den Wild Wings klappen, hätte Hacker genügend Zeit, sich der deutschen Sprache zu widmen – und der SERC noch viel Freude an ihm.
