Die Spieler bedankten sich nach der Partie für die einzigartige Unterstützung bei den Fans. Trainer Axel Kammerer wurde wie ein Volksheld gefeiert.
Ausgelassene Stimmung herrschte am Freitagabend nach dem Derby-Sieg in der Helios-Arena. „Wir wollen den Axel sehen“, skandierte das begeisterte Publikum. Trainer Kammerer ließ sich nicht lange bitten und machte sich auf den Weg zur Fankurve. Der Tölzer zog auf dem Eis eine tolle Show ab, ballte immer wieder die Fäuste und ließ es sich nicht nehmen, auch die Kids, die auf der Bande saßen, einzeln abzuklatschen. „So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt“, sagte Kammerer nach seinem emotionsgeladenen Auftritt, der selbst bei neutralen Beobachtern Gänsehaut verursachte. Die anschließende Spielanalyse des Trainers fiel dagegen sachlich aus. „Es war ein sehr intensives Spiel. Die Bietigheimer haben uns unter Druck gesetzt. Im Unterschied zu den Steelers haben wir aber die Tore geschossen“, sagte Kammerer.
Die Laune von Gäste-Trainer Christian Brittig war dagegen vollkommen im Keller. „Das war eines unserer schlechteren Spiele. Wir hatten so viele Chancen, hätten aber noch zwei Tage weiterspielen können und nicht getroffen. Wenn der Biss vor dem gegnerischen Tor fehlt, wird es für uns auch ganz schwer, in die Play-off zu starten.“ Brittig war auch deshalb sauer, weil das Tor von Matthias Forster zum 3:0 seiner Meinung nach irregulär war. „Der Puck war nicht drin, sondern landete am Pfosten“, sagte der Bietigheimer Coach. Forster selbst, der die Scheibe mit einem Becker-Hecht versenkt hatte, war anderer Meinung: „Ich habe den Puck hinter der Linie gesehen.“
Neben Forster bot auch SERC-Schlussmann Steve Silverthorn gegen Bietigheim eine überragende Leistung. Unglaublich, wie der 29-jährige Keeper mit seinem überragenden Stellungsspiel die oft zu überhastet agierenden Steelers zur Verzweiflung brachte und seinen sechsten „Shut-out“ in dieser Saison verbuchte. Schon nach dem zweiten Drittel hatte man das Gefühl, dass Silverthorn keinen Gegentreffer kassieren würde. Allerdings: „Als Torhüter weiß du erst in den letzten fünf Sekunden eines Spiels, ob dir ein „Shut-Out“ gelingt oder nicht.“
Nach dem letzten Heimspiel der Doppelrunde herrschte in der Helios-Arena Jubel, Trubel, Heiterkeit. Fast schien es , als sei der SERC soeben Meister geworden. Die Wild Wings ließen sich mit einem Spitzenreiter-Transparent feiern und bedankten sich mit dem Banner „Danke Fans! Nur mit euch sind wir ein Team!“. „Wir wollten uns zum einen für die fabelhafte Unterstützung der Fans bedanken und sie gleichzeitig auffordern, uns auch in den Play-off-Spielen den Rücken zu stärken“, sagte SERC-Kapitän Guy Lehoux.
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