Robin Just (2) und Matthias Forster erzielten die Tore für den SERC. Nach der gleichzeitigen 0:4-Niederlage von Spitzenreiter München in Ravensburg kann der SERC am Dienstag mit einem Sieg im Nachholspiel gegen die Lausitzer Füchse selbst die Tabellenspitze erklimmen.
2537 Zuschauer sahen in der Freiburger Franz-Siegel-Halle ein spannendes Derby. Der Favorit aus Schwenningen war zwar pucksicherer und hatte die besseren Torchancen, doch Freiburg besaß zunächst mehr Spielanteile. Immer wieder musste SERC-Torwart Steve Silverthorn eingreifen. Nick Anderson und Marek Ivan prüften den Kanadier, der seinen Kasten zunächst sauber hielt.
Dafür schlug es auf der Gegenseite sein. In der 10. Minute musste Freiburgs Schlussmann Ronny Glaser nach einem Schuss von Matthias Forster erstmals hinter sich greifen. Der 25-Jährige hatte einen Hinter-Tor-Pass direkt genommen und verwandelt. 60 Sekunden später hatte Patrick Geiger mit einer Riesenchance den zweiten Schwenninger Treffer auf dem Schläger. Doch der 20-Jährige verfehlte das Freiburger Gehäuse.
Kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts durften die 400 mitgereisten SERC-Schlachtenbummler zum zweiten Mal jubeln. Robin Just, der nach einem Nasenbeinbruch mit einer Gittermaske spielte, hielt seinen Schläger in einen Schuss und markierte das 0:2 (22.). Drei Minuten später schlug Just erneut zu. Der 22-Jährige kam völlig frei zum Schuss und versenkte die Scheibe zum 0:3 hinter Glaser. Da hatten die Breisgauer gepennt. Nun kontrollierten die Gäste die Partie bis zur zweiten Pause im Stile einer Spitzenmannschaft.
Doch im letzten Abschnitt wurde es noch mal eng. Nur 45 Sekunden waren gespielt, da gelang den Wölfen der erste Treffer. Sergej Stas bediente Tobias Kunz mustergültig, und es stand nur noch 1:3. Jetzt war es vorbei mit der Schwenninger Souveränität. Die Freiburger kamen immer stärker auf. Als Geiger in Minute 52 auf der Strafbank saß, verkürzten die Wölfe gar auf 2:3. Topscorer Preston Mizzi traf beim Powerplay ins Netz.
In der Schlussphase musste SERC-Keeper Silverthorn Schwerstarbeit verrichten. In der 56. Minute hatte Markus Schröder bei einem Konter das 2:4 auf dem Schläger, vergab aber gegen seinen Ex-Verein. Kurz vor Schluss nahm Freiburgs Trainer Markus Berwanger seinen Torwart zu Gunsten eines weiteren Feldspielers heraus. 42 Sekunden vor der Schlusssirene musste auch noch Dan Hacker auf die Strafbank. Mit sechs gegen vier Feldspieler machten die Freiburger unheimlich Druck, doch die Wild Wings brachten den Sieg über die Zeit. Damit gewannen die Schwenninger einschließlich der Pokalpartie auch das fünfte Derby in dieser Saison gegen den Erzrivalen. Tore: 0:1 (10.) Forster (Kaufmann, Hacker), 0:2 (22.) Just (Borzecki, St. Jean), 0:3 (25.) Just (Gaucher), 1:3 (41.) Kunz, 2:3 (52.) Mizzi (Corey, Stas). Strafen: Freiburg 4, Schwenningen 14. Schiedsrichter: Maximilian Plitz (Ottobrunn). Zuschauer: 2537.
