Ringer-Oberliga: Lediglich knapp zwei Monate sind seit dem Ende der Oberliga-Saison 2008 vergangen. Doch bereits jetzt hat das Schwarzwälder Oberliga-Trio seine Personalplanungen für die Saison 2009 (Start: Anfang September) so gut wie abgeschlossen. Dabei haben der KSV Tennenbronn, der KSK Furtwangen und der SV Triberg eines gemeinsam: Alle drei haben ihre Mannschaft auf den Schwachstellen verstärkt.
Zwei eklatante Schwächen hatten die Triberger in der vergangenen Saison. Die Freistilklassen bis 74 kg und 84 kg. Diese Schwachstellen hat der SVT nun behoben. Zunächst wurde der deutsche Spitzenringer Michael Kaufmehl (84 kg) vom TuS Adelhausen verpflichtet (wir berichteten). Der jüngste Neuzugang ist Kirill Fadeew vom AB Aichhalden. Der 21-Jährige ist für die 74er-Klasse vorgesehen. „Kirill ist ein talentierter Ringer“, sagt Mike Pfaff, der zweite Vorsitzende des SV Triberg. Fadeew gehörte vergangene Saison zum Stamm der Reservemannschaft in Aichhalden (Verbandsliga) und brachte es zudem auf einige Zweitliga-Einsätze. Nach Kaufmehl und 66er Joscha Gantert (vom TuS Adelhausen) ist Fadeew nun der dritte Freistilringer, der nächste Saison den Triberger Dress tragen wird. Aus dem Oberliga-Kader der Vorsaison fehlt Mike Pfaff lediglich noch die Unterschrift von Schwergewichtler Benjamin Lohrer. „Ich bin aber zuversichtlich, dass auch er bei uns bleibt“, so Pfaff.
Ein einheimischer Ringer kehrt den Tribergern allerdings den Rücken: Thomas Wolber, jahrelang eine feste Größe in der 74er-Freistilklasse. Wolber, der vergangene Saison lediglich zwei Mal als „Aushilfe“ bei seinem Heimatverein im Einsatz war, wechselt zum Lokalrivalen KSK Furtwangen.
Einen Spitzenringer angelten sich die Furtwanger für die Griechisch-Klasse bis 84 kg. Genau hier hatten die Bregtäler in der Saison 2008 ihre große Schwäche, da Tariel Melelashvili durch die Unruhen in seinem Heimatland Georgien nicht zur Verfügung stand. Der Rumäne Rusu kommt vom AC Gutach-Bleibach. Vergangene Saison war der 29-Jährige bei den Gutachern in der Bezirksliga offensichtlich unterfordert, gewann alle Kämpfe überlegen. „Wir versprechen uns von ihm einiges. Er war immerhin für Rumänien bei internationalen Turnieren im Einsatz“, sagt Harald Kienzler, der erste Vorsitzende des KSK. Außerdem kehrt mit Ersan Baydenk ein Furtwanger Eigengewächs aus Urloffen als Jugendtrainer zu seinem Heimatverein zurück. Kienzler: „Er könnte aber hin und wieder auch als Ringer eingesetzt werden.“
Nachdem der KSV Tennenbronn mit Rückkehrer Bernd King vom Zweitligisten ASV Tuttlingen in der nächsten Saison in der 84-Griechisch-Klasse ebenfalls einen Top-Ringer aufbieten kann, stehen in dieser Gewichtsklasse heiße Derby-Duelle bevor. Kai Rotter (Triberg), Christian Rusu (Furtwangen) und Bernd King (Tennenbronn) – ein wahres Spitzen-Trio. Da dürfen sich die Ringer-Fans im Schwarzwald auf einige hochklassige und zweitliga-reife Kämpfe freuen.
