Regionalsport Schwarzwald Nadine Hones: „Volleyball ist meine Leidenschaft“
Als Teamplayerin fühlt sich TV Villingens Volleyball-Talent Nadine Hones (vorn) im Kreis ihrer Mannschaftskolleginnen pudelwohl. Bild: klein
Da lag es nah, dass auch Tochter Nadine in die Sportart reinschnuppert. Und nicht nur das. Mittlerweile gehört die 16-Jährige zum Zweitligakader des TV Villingen und hat mit ihren couragierten Auftritten bei den Heimspielen gegen Offenburg und Dresden gezeigt, welch großes Talent in ihr steckt.
Mit neun Jahren versuchte es Nadine erstmals im Volleyball. „Meine Eltern haben mich jedoch nicht in den Sport gedrängt“, unterstreicht die Angreiferin, die sich auch im Schwimmen und in der Leichtathletik versuchte. Jetzt hat sie sich spezialisiert und es nicht bereut. „Volleyball ist für mich vom Hobby zu einer Leidenschaft geworden.“
Zu Beginn der Saison gehörte Nadine zum Oberliga-Team der Villinger. Erst im Herbst des vergangenen Jahres rückte sie mit Lara Schreiber und Nadia Jäckle in den Kader der Zweitliga-Mannschaft. Anfangs kam sie nur kurzzeitig für einige Ballwechsel zum Einsatz. Das änderte sich jedoch, als ihr Vater Günter Trainer des Zweitliga-Teams wurde und seine Tochter am 4. Februar gegen Offenburg in die Anfangsformation stellte. „Da war ich sehr nervös. Vor so vielen Zuschauern und einer so tollen Atmosphäre hatte ich bisher noch nicht gespielt.“ Mit jedem Ballwechsel und den ersten, selbst erzielten Punkten legte sie die Nervosität ab. Bald übernahm Nadine Verantwortung. Gegen Dresden liefen viele Angriffe über die sprunggewaltige Außenangreiferin.
Volleyball hat für die Schülerin vom Deutenberg-Gymnasium eine besondere Faszination. „Ich bin Teamplayer und brauche Mitspieler um mich herum. Diese Sportart ist so herrlich abwechslungsreich. Jeder Spielzug verläuft anders und immer musst du unterschiedliche Situationen meistern. Das macht diesen Sport so spannend.“ Dass der eigene Vater jetzt der Chefcoach ist, stört Nadine nicht. „Wir trennen das Sportliche vom Privaten. Er nimmt mich beim Volleyball nicht in Schutz, sondern eher etwas härter ran.“
Mit ihrer Mannschaftskameradin Lara Schreiber hat Nadine einige Beachvolleyball-Turniere gespielt. Während Lara wahrscheinlich ganz zum Beachvolleyball wechseln wird, ist das für Nadine kein Thema. „Im Sommer ist Beachvolleyball eine schöne Abwechslung, aber ich bin Hallenspielerin.“
Zumindest in den kommenden zwei Jahren kann der TV Villingen fest mit der Zehntklässlerin planen. Nach dem Abitur peilt die 1,76 m große Spielerin ein Studium an. „Ich habe mich noch nicht auf eine Richtung festgelegt. Es ist ja auch noch etwas Zeit.“ Je nach Studienort wird sich entscheiden, ob Nadine Hones in Villingen bleibt oder wechselt. Gegenwärtig kann sie sich einen Wechsel nicht vorstellen und fühlt sich in der Mannschaft pudelwohl. Auch die Belastung mit den vielen Trainingseinheiten, den weiten Auswärtsreisen und der Schule bekommt sie gut unter einen Hut. „Es passt schon ganz gut.“
Egal in welcher Liga der TV Villingen in der nächsten Saison spielt – der Name Hones bleibt weiterhin eng mit dem Verein verknüpft. Das liegt nicht nur an Nadine und Günter. Mittlerweile haben auch die achtjährigen Zwillinge Viviane und Dominic Hones in die Sportart reingeschnuppert. Somit spielt Volleyball in der Familie Hones auch zukünftig eine große Rolle.
