Ringen: (kat) Jan Rotter hatte sich eigentlich darauf eingestellt, dass er am heutigen Mittwoch um das Ticket für die Junioren-Europameisterschaft ringen wird. Beim Kampf des Tribergers mit dem Köllerbacher Timo Badusch wollte Bundestrainer Jannis Zamanduridis entscheiden, wer von den beiden zu den Titelkämpfen ins bulgarische Samokov fahren darf. Doch am Montagabend erhielt Rotter vom Bundestrainer den überraschenden Anruf, dass er bei der Junioren-EM die deutschen Farben vertreten wird. „Ich habe mich riesig gefreut und sofort alle in unserem ganzen Haus informiert“, sagt der überglückliche Triberger.
Rotter startet in Samokov in der Griechisch-Klasse bis 74 kg. In der nächsten Woche am Donnerstag wird der 19-Jährige mit der Junioren-Nationalmannschaft nach Bulgarien fliegen. Am Samstag beginnt sein Wettkampf.
Bei der EM wird Rotter nicht nur von Eltern und Großeltern begleitet. Auch seine Freundin Aline Focken ist dabei, allerdings nicht nur als Unterstützung. Die Krefelderin wird in Samokov bei den Juniorinnen an den Start gehen.
Bei Rotters Heimatverein, dem SV Triberg, hat sich auch personell wieder etwas getan. Der Regionalliga-Aufsteiger hat einen weiteren Neuzugang: Der Rumäne Constantin Zamfir vom Zweitligisten AB Aichhalden. Er soll in der Klasse bis 60 kg eingesetzt werden.
Zuvor hatten die Triberger drei neue Ringer verpflichtet: Sven Kiefer von RG Hausen-Zell, Robert-Viorel Miutu vom ASV Tuttlingen und Zurab Kekelidze aus Georgien. Noch ist aber fraglich, ob die Triberger Kekelidze überhaupt einsetzen können. „Es ist derzeit sehr schwierig, für ihn ein Visa zu bekommen. Das war auch ein Grund, warum wir Constantin Zamfir geholt haben“, sagt SVT-Trainer Bernd Reichenbach.
Die für kommenden Samstag geplante Mannschaftspräsentation inklusive Testwettkampf musste abgesagt werden. Reichenbach: „Es ist derzeit schwer, einen Testgegner zu bekommen." Die Regionalliga-Saison beginnt für die Triberger am Freitag, 3. September, mit einem Heimkampf gegen die WKG Weitenau-Wieslet.
