Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: (sk) Mit dem 19. Spieltag startet die Kreisliga A 1 am Wochenende in die zweite Saisonhälfter.
Während Platz eins bereits an den FC Königsfeld vergeben scheint, zeichnet sich ein heißer Kampf um Rang zwei ab. Mindestens fünf Teams können sich noch berechtigte Hoffnungen machen. Im Tabellenkeller dürfte es für den SV Rietheim und den FC Klengen II schwer werden, den direkten Liga-Erhalt zu schaffen. Schlusslicht Zagreb Villingen braucht gar kleines Wunder, um dem Abstieg noch zu entgehen.
„Haben es selbst in der Hand“
Mit sechs Punkten Vorsprung ist Spitzenreiter FC Königsfeld (43 Punkte) auf dem besten Weg in die Bezirksliga. Trainer Patrick Fossé ist überzeugt, dass sein Team auch am Ende der Saison ganz oben stehen wird. „Wir haben es selbst in der Hand und können uns nur selbst schlagen.“ Nach der starken Vorrunde erwartet der Coach noch eine weitere Steigerung seiner Mannen. Zudem hat sich der Kader der Königsfelder durch Lars Flakowski (FC Neuhausen) und Manuel Scholz (BSV Schwenningen) um zwei Spieler erweitert.
Aufstiegsrunde im Visier
Für Manuel Sesar, Trainer des VfB Villingen, ist bereits klar, dass Königsfeld am Ende der Saison den Meistertitel feiern wird. Deshalb peilt er mit Villingen den zweiten Rang und somit die Aufstiegsrunde an. Sesar: „Unsere Vorbereitung war zwar katastrophal. Aber wir haben eine gute Truppe. Ich bin überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen.“
Stern soll helfen
Zu den größten Überraschungen der Vorrunde gehörte der SV Überauchen II. Das Reserve-Team führte zeitweise sogar die Liga an. Nachdem es jedoch in der ersten Mannschaft der Überauchener einen personellen Aderlass gab und Günther Hirsch vor der Winterpause als Trainer zurücktrat, bleibt abzuwarten, ob die Brigachtaler ihr Niveau halten können. Der neue Coach Bernhard Stern soll mit seiner Erfahrung dazu beitragen, dass dies gelingt.
Ein Test – vier Verletzte
Zu den Aspiranten im Kampf um Platz zwei zählt auch der FV Tennenbronn. Trainer Georg Schandelmaier fordert von seinen Spielern mehr Kontinuität, um dieses Ziel zu erreichen. „Natürlich ist Rang zwei möglich. Allerdings liegt unser Fokus auf der Entwicklung der jungen Mannschaft, um die Basis für die nächsten Jahre zu legen“, so Schandelmaier. In der Vorbereitung musste der Coach einen herben Rückschlag einstecken. Im einzigen Testspiel verletzten sich gleich vier Spieler, darunter auch Routinier Michael Staiger und Torjäger Sascha Hilser.
Steigerung nötig
Auch der SV Niedereschach, derzeit Tabellenfünfter, hat noch berechtigte Hoffnungen auf die Aufstiegsrunde. Allerdings benötigt die Elf von Klaus Müller dafür eine wesentliche Steigerung gegenüber den letzten Spielen vor der Winterpause. In dieser Phase verspielten die Niedereschacher mit lediglich einem Zähler aus vier Partien eine wesentliche bessere Ausgangsposition.
Fortuna als Motivation
Mit dem FC Triberg auf Rang sechs beginnt das Tabellenmittelfeld. Trainer Martin Hettich will zumindest noch einen Rang gutmachen. Im Mai feiern die Triberger den 100. Geburtstag mit einem Jubiläumsspiel gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf. Hettich hofft, dass diese Partie für seine Spieler zusätzliche Motivation ist, die sich auch auf die Punktspiele positiv auswirkt. Zunächst einmal müssen die Triberger aber noch warten. Hettich geht davon aus, dass das nächste Heimspiel am Samstag gegen den VfB Villingen ausfallen wird.
„Die Jungs sind heiß“
Der SV Buchenberg galt vor Saisonbeginn als Titelfavorit, liegt jedoch nach einer enttäuschenden Vorrunden lediglich auf Rang sieben. „Wenn uns der Auftakt gelingt, können wir noch eine Aufholjagd starten“, ist Trainer Toni Szarmach überzeugt. Elf Punkte beträgt derzeit der Rückstand auf Rang zwei. Szarmach: „Mit etwas Glück ist noch einiges möglich. Klar ist auf jeden Fall: Meine Jungs sind heiß.“
Vier Tage Trainingslager
Enrique Blanco leitet seit Beginn der Winterpause als Trainer die Geschicke beim FC Tannheim. Da der Kader der Tannheimer um vier Spieler aus der A-Jugend des FC 08 Villingen erweitert wurde, ist Blanco überzeugt, dass er mit seinem Team noch einige Plätze gutmachen kann. „Rang vier ist möglich.“ Den Grundstein, um eine möglichst erfolgreiche Rückrunde zu spielen, legten die Tannheimer bei einem viertägigen Trainingslager am Kaiserstuhl.
Ein ständiges Auf und Ab
Beim FC Kappel war die erste Saisonhälfte ein ständiges Auf und Ab. Nach einem verkorksten Start, arbeitete sich der Bezirksliga-Absteiger bis auf Rang sechs vor und schloss die erste Saisonhälfte auf dem neunten Rang ab. Kann die Elf von Trainer Fahir Tan einen erneuten Fehlstart vermeiden, dürften die Kappeler mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu haben.
Platz zehn verteidigen
Auch für FV Donaueschingen II geht es in den nächsten Wochen darum, sich aus dem Tabellenkeller fernzuhalten. Trainer Samir Keso wäre mit dem jetzigen 10. Platz zufrieden. Keso: „Dann hätten wir unser Saisonziel erreicht.“
Teamgeist verbessern
Auch für Mario Bibic, Trainer des FC Kirchdorf, hat oberste Priorität, „dass wir den Abstiegskampf vermeiden“. Bibic ist überzeugt, dass die Brigachtaler dies auch schaffen werden. Der Kirchdorfer Trainer legt Wert darauf, dass seine Mannschaft wieder zu einer geschlossenen Einheit wird. Gelingt dies, ist für den FC Kirchdorf ein Platz unter den ersten Zehn noch realisierbar.
„Müssen konstanter werden“
Nach seinem ersten Halbjahr als Coach des SV Nußbach erwartet Coach Tobias Rißler in der zweiten Saisonhälfte eine Steigerung seines Teams. „Die Leistungen müssen konstanter werden“, fordert Rißler. Die Nußbacher zeigten in einigen Partien, unter anderem beim 5:0 in Überauchen, dass sie mit den besten Teams der Liga mithalten können.
Vorbereitung ohne Ball
„Einen Platz unter den besten Zehn“ hat sich Jürgen Schmidt, der Coach der FC Schonach, vorgenommen. Dabei stimmt ihn vor allem die Leistung seiner Mannen vor der Winterpause zuversichtlich. „Da haben die Spieler gezeigt, was mit der richtigen Einstellung alles möglich ist.“ Allerdings hat Schmidt auch einige problematische Wochen hinter sich. Durch die Schneelage konnten die Schonacher im neuen Jahr kein einziges Mal im Freien trainiren. Die Heimpartie am Sonntag gegen Niedereschach fällt wahrscheinlich aus.
Gelingt der Anschluss?
Sechs Punkte Rückstand beträgt der Abstand des SV Rietheim zum 13. Tabellenplatz, der zum Klassenerhalt reichen dürfte. Auf Platz 14 droht der Elf von Roland Gründl die Relegation. Deshalb hoff der Spielertrainer, „dass wir so schnell wie möglich den Anschluss ans hintere Mittelfeld schaffen“. Die Vorbereitung verlief beim Neuling jedoch „alles andere als optimal“, so Gründl. Der Coach fehlte 14 Tage berufsbedingt und eine weitere Woche, da er derzeit den Trainerschein absolviert.
Hartes Stück Arbeit
Der FC Klengen II liegt lediglich einen Zähler hinter den Rietheimern. Trainer Andreas Turina weiß, dass in den nächsten Wochen ein hartes Stück Arbeit auf seine Mannschaft zukommt. „Es wird schwer, den Klassenerhalt zu schaffen. Aber wir wollen zumindest auf den Relegationsplatz“, hofft Turina.
Regionalsport Schwarzwald