Im ersten Vergleich am Samstag unterlagen die Wild Wings dem gleichen Gegner in Heilbronn mit 3:4 (0:0, 2:4, 1:0).
Die Partie am Sonntag begann mit zehnminütiger Verspätung, da an den Ticketkassen großer Andrang herrschte. SERC-Trainer Axel Kammerer beschäftigte sich da noch mit dem Spiel in Heilbronn, als es für sein Team eine 3:4-Niederlage nach eigener 2:0-Führung setzte. „Wir haben vor unserem Tor unglaubliche Geschenke verteilt. Das war ärgerlich. Solche Fehler in der Defensive müssen wir abstellen“, so Kammerer.
Nachdem Stadionsprecher Bernd Lösselt die Spieler der Wild Wings auf dem Eis einzeln vorgestellt hatte, auch die Verletzten Dan Hacker, Simon Maier und Roland Mayr kamen, ging es richtig los. Die Wild Wings spielten schnell in Überzahl, vergaben aber ihre Chancen. Besser machten es die Falken im Powerplay. Routinier Luigi Calce traf im Nachstochern zum 0:1 (5.). In einem weiteren Überzahlspiel agierten die Wildschwäne ordentlich, doch der Abschluss gelang nicht. Dafür klappte es in Unterzahl. Einen Konter schloss Jonas Lanier nach Zuspiel von Matthias Forster per „Shorthander“ zum 1:1 ab.
Zu Beginn des Mitteldrittels durften die Wild Wings erneut Überzahl üben. Die Heilbronner bekamen, weil sie zu spät aufs Eis kamen und anschließend reklamierten, zwei plus zwei Strafminuten. Schwenningen traf aber erneut nicht. Als die Gäste wieder komplett waren, markierte Maximilian Hofbauer das 2:1 im Nachschuss. In der 29. Minute fiel das 3:1 für die spielerisch überlegenen Hausherren. Brock Hooton hatte keine Mühe abzustauben, denn Torwart Felix Brückmann lag auf dem Eis.
In der Mitte des Spiels wechselten die Wild Wings wie geplant ihren Torhüter. Für Steve Silverthorn kam Sebastian Staudt. Der hatte nicht viel zu tun. Die Wild Wings fuhren Angriff auf Angriff. Hooton und auch Quinlan brachten die Scheibe aber nicht unter. Eine unschöne Szene bot die 40. Minute. Robin Just checkte Thomas Gödtel in die Bande. Der Schwenninger hatte Glück, dass er für das Foul nur zwei plus zehn Minuten Disziplinarstrafe bekam.
In der 44. Minute stellte der SERC die Weichen endgültig auf Sieg. Hooton markierte mit seinem zweiten Treffer das 4:1. Den mit nur 14 Feldspielern angetretenen Heilbronnern ging die Luft aus. Torfolge: 0:1 (5.), 1:1 (13.) Lanier (Forster), 2:1 (25.) Hofbauer (Prommersberger, Quinlan), 3:1 (28.9 Hooton (Gaucher), 4:1 (44.) Hooton (Renz, Schlager); Strafen: Schwenningen 22 Minuten plus zehn Minuten Disziplinarstrafe Just, Heilbronn 18 Minuten plus zehn Minuten Disziplinarstrafe Mapes. SR: Sascha Westrich (Zweibrücken). ZS: 2050.
Am Samstag kassierten die Wild Wings nach einer 2:0-Führung innerhalb vier Minuten drei Gegentore. Die Wild Wings hatten zunächst leichte spielerische Vorteile. Die beste Möglichkeit hatte Radek Krestan, der am Pfosten scheiterte. In der 23. Minute erzielte Marcus Götz das 1:0. Und die Wildschwäne setzten nach. Robin Just ließ die mitgereisten 150 SERC-Fans in der 28. Minute erneut jubeln.
Dann folgten die vier Minuten, in denen Heilbronn drei Mal traf. Die Schwenninger agierten in dieser Phase unkonzentriert. Johnson lies das 4:2 folgen. In der 48. Minute kassierte Luigi Calce nach einem Check gegen den Kopf von Dominik Quinlan eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Die Wild Wings besaßen in der fünfminütigen Überzahl gute Torchancen. Erst 51 Sekunden vor dem Ende traf Jonas Lanier. Tore: 0:1 (23.) Götz (Quinlan, Hofbauer), 0:2 (28.) Just (Krestan, Quinlan), 1:2 (30.) Johnson (Fendt, Léveillé), 2:2 (34.) Léveillé (Hackert, Johnson), 3:2 (34.) Moosberger, 4:2 (38.) Johnson (Léveillé), 4:3 Lanier (Pinizzotto, Forster). SR: Schimm (Waldkraiburg). ZS: 1278.
