Die Gastgeber erzielten alle fünf Tore in Überzahl. „Wir wollten ein besseres Powerplay zeigen. Das ist uns gelungen. Und wir wollten einen besseren Spielfluss. Auch das ist uns gelungen. Was uns nicht gelang war das Ziel, die Anzahl der Gegentore zu reduzieren“, sagte SERC-Trainer Axel Kammerer. Allerdings war der Trainer nur mit dem Ergebnis zufrieden. „Als wir im zweiten Drittel das Spiel bei einer 3:0-Führung total im Griff hatten, gab es einen Rückfall in die Fehler der letzten Spiele. Wir haben zuviel rumgepasst und versucht zu zaubern, anstatt zu schießen.“
Wie bereits fünf Tage zuvor gegen Landshut verspielten die Wild Wings einen 3:0-Vorsprung – diesmal allerdings mit einem glücklichen Ende. „Ich habe nicht an das Landshut-Spiel gedacht. Solche Gedanken darfst du nicht zulassen. Du musst positiv bleiben und weiterarbeiten. Das haben wir getan und verdient gewonnen“, sagte SERC-Stürmer Patrick Geiger.
Allerdings machten die Eispiraten den Schwenningern das Leben schwer. Der Tabellenzwölfte, von Trainer Wayne Hynes gut eingestellt, spielte beim Spitzenreiter munter mit. Hynes war trotz der Niederlage mit dem Auftritt seiner Eispiraten zufrieden. „Wir hätten gerne einen Punkt mitgenommen. Schade, dass das nicht geklappt hat. Wir haben uns nach dem Rückstand zurückgekämpft. Allerdings war unser Unterzahlspiel nicht so wie in den vergangenen Spielen. Eine Spitzenmannschaft wie Schwenningen nutzt solche Schwächen eiskalt aus“, sagte der Gäste-Coach. Hat der SERC mit diesem Sieg nach vier Niederlagen in Folge seine Schwächephase überwunden? Ja, meint Trainer Kammerer: „Das Spiel war ein Schritt nach vorne. Wir haben uns wieder als kompakte Einheit präsentiert und waren stabiler als gegen Landshut.“
Fan stellt Strafanzeige gegen Stefan Vogt
Unterdessen beschäftigt der Faustschlag von Stefan Vogt gegen Dominik Quinlan auch die Staatsanwaltschaft Ravensburg. Ein Eishockey-Fan aus Villingen-Schwenningen hat per E-Mail Strafanzeige gegen den 22-jährigen Stürmer der Tower Stars gestellt, der Quinlan beim Spiel am 15. November auf dem Eis K.o. schlug. Der SERC-Stürmer war nach dem Kinnhaken mit dem Kopf aufs Eis geknallt, mehrere Minuten bewusstlos und wurde mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Vogt war vom DEB-Sportgericht nach seiner Matchstrafe für sechs Spiele gesperrt worden. Ihm drohen nach der Anzeige auch strafrechtliche Konsequenzen, sollte der Straftatbestand einer vorsätzlichen Körperverletzung vorliegen.
Quinlan selbst hat bis jetzt noch keine rechtlichen Schritte gegen den Übeltäter unternommen. „Sollte Quinlan keine bleibenden Schäden davontragen, kann ich mir nicht vorstellen, dass er rechtliche Schritte unternimmt“, sagte SERC-Manager Stefan Wagner.
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