Zwar geht es heute noch nicht um Punkte, wohl aber um Pokalehren. In diesem Jahr will der SERC den Cup, der in der vergangenen Saison vom EHC München gewonnen wurde, unbedingt holen. Waren im vergangenen Jahr die Zweitligisten praktisch unter sich, so sind in diesem Jahr neben der U-20-Nationalmannschaft auch die Oberligisten sowie Bayernligameister Miesbach und Baden-Württemberg-Meister Stuttgart mit dabei. Statt wie im vergangenen Jahr 16, gehen jetzt in der ersten DEB-Pokalrunde 32 Mannschaften an den Start.
Für die Wild Wings geht die Reise nach Bayern, genauer nach Grafing bei München, wo der Traditionsverein EHC Klostersee beheimatet ist der dort als einziger Klub in Süddeutschland über ein vereinseigenes Eisstadion verfügt. Die 1730 Zuschauer fassende Arena (davon 175 Sitzplätze) wurde erst jüngst vom Verein in 1200 Arbeitsstunden saniert. Einer der dieses Stadion gut kennt, ist Dominik Quinlan. Der SERC-Stürmer ging in der Saison 2006/07 für den EHC Klostersee in der Oberliga auf Torejagd. Sein Vater James Quinlan betreut die Jugendmannschaft von Klostersee in der Jugend-Bundesliga. „Dominik wird für dieses eine Spiel unser Kapitän sein“, lässt Axel Kammerer Quinlan, der am Montag seinen 22. Geburtstag feierte, eine besondere Ehre bei dessen Heimkehr zuteil werden.
Trotzdem nehmen die Wild Wings das Spiel ernst. Kammerer: „Das sind jetzt Wettkampfbedingungen. Wenn wir konzentriert spielen, hat Klostersee keine Chance. Ansonsten wird es eng. Genau von solchen Geschichten lebt der Pokal, doch die wollen wir lieber nicht erleben.“
Personell sieht es beim hohen Favoriten gut aus. Roland Mayr kann erstmals nach seinem Innenbandanriss im rechten Knie wieder mitwirken. Auch der erst vor wenigen Tagen verpflichtete Christoph Melischko steht den Wild Wings zur Verfügung. Lediglich die Langzeitverletzten Dan Hacker und Simon Maier fallen noch aus. Die Wild Wings spielen in folgender Aufstellung: Im Tor steht Steve Silverthorn. Die Verteidigerpaare bilden Ryan Gaucher mit Peter Kathan, Andreas Gawlik mit Adam Borzecki und Max Prommersberger mit Andreas Renz. Marcus Götz wird als siebter Verteidiger mit wechselnden Partnern zum Einsatz kommen. Die Sturmreihen sehen wie folgt aus: Philipp Schlager – Brook Hooton – Radek Krestan; Matthias Forster – Jason Pinizzotto – Jonas Lanier; Christoph Melischko – Robin Just – Roland Mayr; Dominik Quinlan – Maximilian Hofbauer – Patrick Geiger.
Außer dem Sieg fordert Kammerer heute auch eine bessere Defensivleistung als zuletzt bei der 5:6-Niederlage gegen den Schweizer B-Ligisten HC Thurgau. „Wir müssen insgesamt unser Abwehrverhalten verbessern.“
SERC Wild-Wings Kader Saison 2010/2011