„Natürlich ist es schade, denn wir standen lange auf Platz eins. Die zwei Saisonniederlagen mussten nicht sein. Als Aufsteiger gleich Vizemeister zu werden ist in Ordnung. Vielleicht wäre ein Aufstieg in die Regionalliga auch ein Jahr zu früh gekommen“, sagt der Football-Routinier.
Nach einem Jahr Pause und der Meisterschaft in der Verbandsliga haben sich die Hammers jetzt mit der Vizemeisterschaft in der Oberliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Regionalliga bleibt weiterhin das Ziel der Footballer. Dazu muss jedoch die Quantität im Mannschaftskader angehoben werden. „Andere Mannschaften sind da personell deutlich besser aufgestellt. Für die dritte Liga ist unser Kader noch zu klein“, ergänzt Eisoldt. Aus dem eigenen Nachwuchs werden in der kommenden Saison zwei Spieler aufrücken und in zwei Jahren weitere Talente. Doch die Hammers benötigen auch einmal auswärtige Spieler mit Erfahrungen, um personelle Ausfälle besser zu kompensieren und taktisch mehr Möglichkeiten zu haben. Hier haben sie allerdings einen Standortnachteil, denn im Gegensatz zu Teams in Ballungszentren, gibt es in der Region nur noch in Freiburg ein Team.
Mit Lars Wührmann wird ein Routinier in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Wührmann wird nur noch als Coach arbeiten. Andere Spieler, wie Christian Zschocke, Nico Gaessler oder Eisoldt, die seit einem Jahrzehnt für die Hammers spielen, wollen weiter machen. Wührmann hat sich in der Vergangenheit schon viel Insiderwissen als Trainer angeeignet, was sich nun weiterhin für die Hammers auszahlen soll.
Entwarnung gibt Eisoldt unterdessen beim am Wochenende schwer verletzten Sascha Uri. Die erste Diagnose, ein offener Schienbeinbruch, bestätigte sich zum Glück nicht. „Sascha hatte sich das Knie ausgerenkt. Ich habe mit ihm gesprochen. Er ist wieder schmerzfrei“, freut sich Eisoldt für seinen Teamkameraden, der nach einer Nacht im Krankhaus wieder nach Hause durfte.
In der nun folgenden punktspielfreien Zeit wollen die Hammers einen weiteren Vorstoß in Richtung Villingen-Schwenningen wagen. Seit Jahren möchte der Verein in die Doppelstadt umziehen, was bisher aber noch an einer Spielstätte scheiterte. „Wir haben demnächst Gespräche mit verantwortlichen Personen. Das Thema ist weiterhin aktuell“, betont Eisoldt. Der Umzug von Donaueschingen nach Villingen-Schwenningen soll helfen, die Mannschaft personell noch breiter aufzustellen. Zudem wäre eine Heimat in der Doppelstadt auch für potentielle Neueinsteiger interessanter. Bewährt hat sich laut Eisoldt indes der Versuch, Spiele im Umland auszutragen und somit die Sportart noch bekannter zu machen. „Wir hatten beim Heimspiel in Spaichingen rund 400 Zuschauer. Das ist eine Größe, die wir in Zukunft immer anstreben“, fügt Eisoldt an.
In der nächsten Saison wollen die Hammers einen weiteren Anlauf in Richtung Regionalliga starten. Noch ist allerdings offen, wie sich die Oberliga in ihrer Zusammensetzung durch die Auf- und Abstiegsregelung verändert. Bauen werden die Footballer in erster Linie wieder auf ihren starken Angriff. Mit 388 Touchdownpunkten sind die Hammers Ligaspitze. Für Hammer-Präsident Christian Zschocke ist die Offensive sogar zweitligatauglich. Gute Voraussetzungen, um auch im Jahr 2011 wieder anzugreifen.
