Eine Überraschung wäre das auf keinen Fall. Auch von der Liga-Konkurrenz wird der SVT hoch gehandelt. Zumindest das nötige Selbstvertrauen haben die Triberger bereits. „Unsere Mannschaft muss man erst einmal schlagen“, sagt Trainer Bernd Reichenbach selbstbewusst. 80 Prozent seiner Athleten bezeichnet er als Siegringer.
Zu diesen 80 Prozent gehören sicherlich die vier Neuzugänge. Dies sind die Robert Miuti, Georghe Zamfir (beide Rumänien, Zurab Kekelidze (Georgien) und Sven Kiefer vom Zweitligisten RG Hausen-Zell. Die Rumänen und der Georgier sollen in den unteren Klassen für Punkte sorgen (zwei ausländische Ringer dürfen pro Kampf eingesetzt werden). Freistilspezialist Kiefer ist in den oberen Gewichtsklassen nur schwer zu schlagen. Zudem blieben alle Stammringer aus dem Oberliga-Meisterteam dem Verein treu. Auch die Punktegaranten aus dem Vorjahr wie Coskun Öztürk, Michael Kaufmehl und Kirill Fadeew sowie Kai und Jan Rotter.
Zweifelsohne hat das neue Triberger Team die Qualität, den Durchmarsch zu schaffen. Allerdings betonen sowohl Reichenbach als auch der Vereinsvorsitzende Mike Pfaff, dass der Aufstieg in die 2. Bundesliga kein Muss ist. „Es wäre sicherlich untertrieben, wenn wir sagen, unser Ziel sei der Klassenerhalt. Wir wollen oben mitringen. Aber um Meister zu werden, muss auch alles passen“, sagt Pfaff und fügt an: „Wenn wir jedoch keine Verletzten haben, wäre ich bei einem Platz im Tabellenmittelfeld enttäuscht.“ Reichenbach teilt seine Meinung: „Natürlich ist alles möglich. Aber wir setzen uns nicht unter Druck und peilen nicht verbissen den Meistertitel an.“ Man dürfe bei der Erwartungshaltung nicht vergessen, dass die Mannschaft bis auf zwei, drei erfahrene Ringer noch sehr jung sei.
Der Trainer hat zumindest im Vorfeld dafür gesorgt, dass der Aufsteiger für die neue Liga bestens gerüstet. Viermal pro Woche trainierte die Mannschaft in der Halle, zudem einmal Lauftraining. „Wir sind topfit“, bestätigt auch Kai Rotter.
Bereits der kommende Freitag dürfte zu einer echten Standortbestimmung werden. Zum Saisonauftakt gastiert der Vorjahres-Vizemeister Weitenau-Wieslet im Triberger Kurhaus (21 Uhr). Gewinnt der SVT diesen Kampf, ist der Mannschaft alles zuzutrauen.
