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Regionalsport Schwarzwald Winterfinale in Schonach: Titisee-Neustadt Bundessieger

Schulsport: In Schonach endete am Mittwochvormittag eine sehr, sehr lange Serie. Erstmals seit 1991 gibt es wieder bei „Jugend trainiert für Olympia“ einen Langlauf-Bundessieger aus Baden-Württemberg.

Die Realschule Titisee-Neustadt triumphierte im Wettkampf IV (Jahrgang 2000 und jünger).

„Wir haben insgeheim auf den Bundessieg gehofft, weil dieser Jahrgang bei uns richtig stark ist. Allerdings weiß man im Vorfeld nie genau, wie gut die Konkurrenz aus den anderen Bundesländern ist“, freute sich Thomas Zipfel, Sportlehrer an der siegreichen Realschule. In den 80er Jahren stellte Titisee-Neustadt bereits mehrfach den Bundessieger. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde „Jugend trainiert für Olympia“ bei den Langläufern jedoch von den Schulen aus Sachsen und Thüringen dominiert.

Das Sextett mit Sandra Tritschler, Felix Kapp, Julian Ketterer sowie Daniel, Björn und Peter Hensler siegte im Schonacher Wittenbachstadion mit über drei Minuten Vorsprung vor dem Gymnasium Partenkirchen und der Christophorusschule Berchtesgaden. Bereits beim Technik-Sprint am Dienstag setzten sich die Hochschwarzwälder an die Spitze der 22 Schulen. Beim Teamwettbewerb einen Tag später machten sie alles klar. „Es ist sicherlich eine glückliche Konstellation, dass wir gleich sechs starke Läufer haben. Aber nur so kann man überhaupt Bundessieger werden“, sagte Zipfel und betonte mehrfach, „dass die Skivereine im Hochschwarzwald einen großen Anteil an diesem Erfolg haben“. Die Realschüler aus Titisee-Neustadt beendeten mit ihrem Triumph nicht nur eine lange Durststrecke. Sie sind zugleich der erste Langlauf-Bundessieger im Wettkampf IV überhaupt, da diese Alterklasse in Schonach erstmals zum offiziellen Wettkampfprogramm gehörte.

In den Wettkampf-Klassen III (12 bis 15 Jahre) gingen die Spitzenränge erwartungsgemäß an das Sportgymnasium Oberhof und die Eliteschule des Wintersport Oberwiesenthal. Die Oberhofer stellten beide Bundessieger. Oberwiesenthal wurde jeweils Zweiter. In diesen beiden Klassen hatte sich keine Schule aus Südbaden für das Bundesfinale qualifiziert.

In Schonach ging es auch zum ersten Mal für seh- und geistig behinderte Schüler um den Titel des Bundessiegers „Jugend trainiert für Paralympics“. Erster bei den Geistigbehinderten wurde die Förderschule Max Kästner aus dem sächsischen Frankenberg. Die Bregtalschule Furtwangen wurde Fünfter. Bei den Sehbehinderten gewann das gemischte Team aus Schleswig und Baden-Württemberg.

Ski alpin und Skispringen waren in Schonach noch Demonstrationswettbewerbe. Das Skispringen gewannen die heimischen Springer aus dem Regionalteam Schonach-Triberg. Ministerialrat Karl Weinmann, Vorstandsmitglied der deutschen Schulsportstiftung, kündigte bereits an, dass Ski alpin und Skisprung ab dem nächsten Jahr ebenfalls offizieller Bundeswettbewerb sein werden. In Schonach waren in den drei Skisport-Disziplinen insgesamt rund 600 Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet am Start.

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