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Eishockey Wild Wings verzocken gegen Augsburg sicher geglaubte Punkte

Schwenningen gibt gegen Augsburg mit schwachem zweiten Drittel Spiel aus der Hand. Mit Bildergalerie!

Eishockey: (kat/am) Was war da im zweiten Drittel nur los? Das erste Drittel war zwar noch sehr ausgeglichen. Durch einige Überzahlsituationen, die die Wild Wings sehr gut ausspielten, stand es verdient 2:0 für die Schwenninger. Doch im zweiten Spielabschnitt ließen sich die Neckarstädter auf einen offenen Schlagabtausch mit den Augsburger Panther ein und verzockten so die sichere Führung. Anstatt mit Cleverness zu versuchen Kräfte zu sparen, lieferte man den Fans ein wahres Spektakel mit enttäuschendem Ausgang. Mit 4:5 Toren mussten sich die Gastgeber am Ende geschlagen geben.

Auf Seiten der Wild Wings hielt Dimitri Pätzold seine Mannschaft lange im Spiel. Der 32-Jährige war deshalb nach vier Gegentreffern zwischen der 30. und 40. Spielminute dementsprechend bedient. Pätzold: „Es kann nicht sein, dass wir nach Führungen immer so nach vorne rennen. Ich verstehe das einfach nicht.“ Die Leistung des Torhüters war so gut, dass es häufig „Dima“ durch das Stadion hallte. Pätzold: „Es ist frustrierend, wenn du weißt, dass du ein gutes Spiel machst und plötzlich kassierst du in zehn Minuten vier Gegentore.“

Auch die vielen Strafzeiten, darunter der Spielausschluss von Will Acton plus fünfminütiger Unterzahl, führten dazu, dass die Schwenninger auf die Verliererstraße gerieten. „Wenn man weiß, dass der Gegner sehr stark in Comebacks ist, dann darfst du dich niemals auf so einen Schlagabtausch einlassen“, sprach der Deutsch-Kasache und verschwand schnellstens in die Kabine.

Die Wild Wings-Stürmer hatten die Möglichkeit, den Heimsieg unter Dach und Fach zu bekommen. Vor allem der Alleingang von Damien Fleury in der 30. Spielminute hätte das 3:0 sein müssen. Im direkten Gegenzug fiel das 2:1, die Schlüsselszene des Spiels.

Im letzten Drittel versuchten die Wild Wings zwar noch einmal alles. Nach dem 2:5 gelang innerhalb von Sekunden das 3:5 von Marcel Kurth. Aber mehr als ein sehenswerter Treffer zum 4:5 von Andrée Hult sollte den Wildschwänen nicht mehr gelingen.

Nach der Partie übten sich zwei Torschützen in Selbstkritik: Hult sprach davon, dass „wir einfach besser in der Defensive stehen müssen“. Der 21-Jährige Kurth meinte, dass „man lernen müsse, einen Vorsprung zu verwalten“. Genau diese Analyse von Kurth teilten viele der Zuschauer. Die Wild Wings können zwar jedes Team der Liga schlagen. In punkto Cleverness besteht aber noch einiges an Nachholbedarf. Dies offenbarte sich am Freitagabend in der Helios-Arena und kostete die Schwenninger gegen Augsburg wichtige und vor allem mögliche Punkte.

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