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Regionalsport Schwarzwald Wild Wings: Zum Frustabbau nach Bayern

Nach vier Niederlagen in Serie wird es für die Wild Wings höchste Zeit, wieder zu punkten. Gelegenheit zum Frustabbau besteht heute, Freitag (Beginn: 19.30 Uhr) beim DEL-Schlusslicht ERC Ingolstadt. Am Sonntag (16.30 Uhr) gastiert der Tabellenzweite Iserlohn Roosters in der Helios-Arena.

Beim 3:5 in Mannheim waren die Schwenninger Eishockey-Profis am Mittwoch nah dran an einer Überraschung, verdammt nah sogar. Bis vier Minuten vor Schluss hatten sie beim 3:3-Zwischenstand die Verlängerung und damit einen sicheren Punktgewinn vor Augen. „Letztlich entschied ein Glücksschuss das Spiel“, wie SERC-Trainer Helmut de Raaf Mannheims Treffer zum 4:3 bezeichnet. Dies war zugleich Tor Nummer drei von Adler-Topscorer Jamie Tardif an diesem Abend.

Viele Chancen gegen Mannheim

Dabei hatte alles nach Plan begonnen. Die Wild Wings trumpften im ersten Drittel auf wie die Herren im eigenen Hause. „Wir haben sehr gut begonnen und uns viele Chancen erarbeitet. Wir hatten in dieser Phase sogar die Möglichkeit, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden“, beschreibt De Raaf den fulminanten Auftakt der Neckarstädter. 20:14 lautete das Schussverhältnis zugunsten der Schwenninger in den ersten 20 Minuten. Entscheidend sind aber nicht die Schussversuche, sondern die Tore. Und da waren die Mannheimer effektiver, denn sie lagen bis zur ersten Pause mit 2:1 vorne. Verkehrte Welt in der SAP-Arena. De Raaf: „Eigentlich hätten wir 3:1 führen müssen.“

Im zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt. Mannheim reagierte auf den schwachen Beginn, stellte sein Spiel um und diktierte fortan das Geschehen auf dem Eis. De Raaf: „Wir hatten große Probleme und gerieten stark unter Druck.“ Für viele der 10 333 Zuschauer war nach dem 3:1 durch Tardif der Drops gelutscht. Nicht so für die Wild Wings und die 250 Schwenninger Schlachtenbummler. Die Neckarstädter glichen im Schlussdrittel durch Tore von Marcel Kurth und Damien Fleury zum 3:3 aus, ehe das bittere Ende in Formvon zwei Gegentreffern folgte. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, meinte De Raaf. Sein Mannheimer Kollege Greg Ireland führt den Sieg seiner Mannschaft auf die Tiefe des eigenen Kaders zurück. „Das war unsere große Stärke.“

Keine Verletzungen

13 Stunden nach dem verlorenen Derby bat Helmut de Raaf seine Profis schon wieder zum Training. Erfreulich: Keiner klagte über Blessuren. Somit können die Schwenninger heute in Bestbesetzung nach Bayern fahren. Beim Spiel in Ingolstadt erhält Dimitri Pätzold, der gegen Mannheim das Tor hütete, eine Pause. Joey MacDonald steht zwischen den Pfosten. Nach der Entlassung von Trainer Manny Viveiros weiß De Raaf (noch) nicht so recht, wie er den heutigen Gegner einschätzen soll. „Wir wissen nicht, ob sie ihr System verändert haben“, sagt der SERC-Coach mit Blick auf Peppi Heiß, der die Panther als Interimstrainer betreut. Deshalb sei es wichtig, das eigene Spiel durchzubringen. Und das geht so: Raus aufs Eis, schnell spielen und Druck auf den Gegner ausüben. In Mannheim hätte das fast geklappt – wenn die Chancen besser genutzt worden wären.

Vor Sonntags-Gegner Iserlohn hat De Raaf großen Respekt. „Dort wird seit drei Jahren kontinuierlich gearbeitet. Die Mannschaft hat in dieser Zeit ihr Gesicht kaum verändert.“ Dennoch: Auf Tabellenplatz zwei hätte er die Roosters nach 18 Spieltagen nicht erwartet. „Das überrascht mich schon“, sagt der 53-Jährige.

Sicherheit im Stadion

Durch die erhöhte Terrorgefahr in Deutschland wird auch die Sicherheit in der Helios-Arena für die Wild Wings zum Thema. Pressesprecher Oliver Bauer weist darauf hin, dass durch die Security ohnehin schon seit Saisonbeginn Körperkontrollen vorgenommen werden. Diese Kontrollen könnten sich auf alle Eingänge ausdehnen, zum Beispiel auch im VIP-Bereich. Bauer: „Die Zuschauer sollen sich darauf einrichten, dass es beim Einlass diesmal zu etwas längeren Wartezeiten kommen könnte.“

Keine Verstärkung in Sicht

Seit einigen Wochen halten die Wild Wings Ausschau nach einem weiteren Angreifer. Vergeblich. Wie es scheint, dürfte die Suche noch ein Weilchen dauern. De Raaf: „Wir würden lieber heute als morgen einen Spieler verpflichten. Doch es ist keiner auf dem Markt, der uns weiterhelfen könnte.“

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