Mein

Eishockey Wild Wings-Trainer Pat Cortina hat große Sorgen

Schwennningen empfängt am Freitag ERC Ingolstadt. Vertrag mit Jake Hansen wurde vorzeitg aufgelöst

Eishockey: Vier Punkte haben die Wild Wings aktuell nur noch Vorsprung auf den Tabellenletzten aus Krefeld. Zudem haben die Pinguine ein Spiel weniger ausgetragen. Um die DEL-Saison nicht erneut mit der roten Laterne abzuschließen, dürften die Schwenninger noch einige Punkte benötigen. Die ersten sollen am Freitag (19.30 Uhr) gegen den ERC Ingolstadt eingefahren werden. Am Sonntag sind die Schwenninger spielfrei.

Theoretisch haben die Wild Wings sogar noch Chancen auf die Pre-Playoffs. Doch auch Trainer Pat Cortina weiß, dass Platz zehn in weiter Ferne ist. „Es wird doppelt schwierig. Zum einen haben wir zuletzt in Krefeld wichtige Punkte verspielt. Zum anderen haben wir nun auch noch Personalsorgen“, sagt der 52-Jährige. Neben den Langzeitverletzten Sascha Goc und Stefano Giliati fehlen gegen Ingolstadt verletzungsbedingt auch noch Angreifer Andrée Hult und Verteidiger Jiri Hunkes (beide Oberkörperverletzung). Umso ärgerlicher dürfte es für Cortina sein, dass der Vertrag mit Jake Hansen vorzeitig aufgelöst wurde. Der US-Amerikaner war in der Nacht von Montag auf Dienstag mit Alkohol am Steuer erwischt worden. In der Polizeimeldung heißt es, „dass der Fahrer stark alkoholisiert am frühen Dienstagmorgen mit über zwei Promille in Bad Dürrheim aufgegriffen wurde. Wegen der Alkoholfahrt hat der 27-Jährige seinen Führerschein verloren.“

Der Groll über die nächtliche Alkoholfahrt seines Stürmers war Pat Cortina deutlich anzusehen. Dazu äußern wollte er sich allerdings nicht. „Ich kommentiere dies nicht“, sagte der Trainer.

Trotz der Personalmisere wollen die Wild Wings im vorletzten Heimspiel ihr Punktekonto aufstocken. „Vielleicht geben meine Jungs aufgrund der Tatsache, dass sie am Sonntag kein Spiel haben, gegen Ingolstadt richtig Vollgas“, hofft der Wild Wings-Coach. Cortina erwartet einen „offensiv extrem starken Gegner“. Die Gäste aus der Audi-Stadt erzielten in den bisherigen drei Saisonduellen gegen die Wild Wings 15 Treffer. Für die Ingolstädter ist die direkte Qualifikation für die Pre-Playoffs zwar außer Reichweite. Nun geht es für das Team von Trainer Tommy Samuelsson darum, sich die bestmögliche Ausgangslage für die Pre-Playoffs, den siebten Tabellenplatz, zu sichern.

Bei den Wild Wings rückt Yannick Mund als sechster Verteidiger in den Kader. Doch offenbar ist Cortina wenig überzeugt von der DEL-Tauglichkeit des 23-Jährigen. „Wir spielen wahrscheinlich mit fünf Verteidigern“, sagt der Chefcoach. Ein bisschen Hoffnung besteht, dass Joey MacDonald wieder zurückkommt. Nach einer mehrwöchigen Zwangspause aufgrund von Tinnitus konnte der Torhüter diese Woche trainieren. Im Abschlusstraining soll sich entscheiden, ob er als zweiter Torhüter hinter Dustin Strahlmeier auf der Bank Platz nehmen wird. Sehr fraglich ist dagegen, ob Sascha Goc in dieser Saison überhaupt noch einmal spielen kann. Cortina: „Er trainierte zwar, hat aber weiterhin Schmerzen in der Hand. Sascha war deshalb auch frustriert.“

Fürstenberg bleibt Hauptsponsor

Gute Nachrichten gibt es von den Wild Wings im Sponsoren-Bereich. Der Hauptsponsor, die Fürstenberg Brauerei, hat sein Engagement um ein weiteres Jahr verlängert. Fürstenberg unterstützt die Schwenninger bereits seit 1984. „Wenn ein Sponsor nach so vielen Jahren weiter zu uns steht und mit uns in die Zukunft geht, ist das ein wichtiges Signal an die Region und für das Eishockey in Villingen-Schwenningen“, sagten die Wild Wings-Geschäftsführer Thomas Burger und Michael Werner.

Der Gegner

21 Siege, 26 Niederlagen: Der ERC Ingolstadt verkörpert aktuell nur Durchschnitt in der DEL. Platz sieben oder acht wird es wohl für die Oberbayern nach der Hauptrunde sein. Und damit ist jetzt schon klar, dass man drei Jahre nach dem Gewinn des Meistertitels erneut den „Umweg“ über die Pre-Playoffs nehmen muss. So wirklich den Ansprüchen genügt das wohl eher nicht.Die „Schanzer“ wurden allerdings über Wochen vom Verletzungspech verfolgt. Zuletzt wurde auf der Torhüterposition nachgelegt, der Schwede Daniel Larsson ist als Nummer drei eine Absicherung. Dagegen soll der vor zwei Wochen verpflichtete Stürmer Brett Bulmer ad hoc helfen. Immerhin haben sich die Verletzten-Reihen gelichtet. Mit Petr Pohl fehlt den Panthern lediglich noch eine Offensivkraft. Größtes Manko der Audi-Städter ist die Defensive mit bereits 140 Gegentoren. (tif)

Mehr zum Thema
SERC Wild Wings: Im SÜDKURIER-Themenpaket zu den Schwenninger Wild Wings finden Sie alle Berichte, Bilder und Videos zum Thema - alle Spiele, alle Spielerwechsel und Nachrichten rund um den Eishockey-Club, der 2013 nach zehn Jahren in der zweiten Liga wieder in die DEL zurückgekehrt ist.

Zur aktuellen Tabelle
Alle SERC-News im RSS-Feed
Frühling bei SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Villingen-Schwenningen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017