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Eishockey Wild Wings: Goldener Oktober rückt in weite Ferne

Schwenninger Wild Wings finden auch beim ERC Ingolstadt kein Erfolgsrezept

Eishockey: (wmf/am) Auch beim ERC Ingolstadt vermochten die Wild Wings ihre Negativserie nicht zu beenden und kassierten am Freitag mit dem 2:4 die fünfte Niederlage in Folge. Der Goldene Oktober droht immer mehr in der Erinnerung zu verblassen. Beim amtierenden Vizemeister dagegen zeigte die Kurve nach enttäuschenden Wochen, verbunden mit der Entlassung von Trainer Manny Viveiros, wieder leicht nach oben. Immerhin gaben sie mit dem Heimsieg die Rote Laterne an Krefeld ab.

 

Der Spielverlauf zeigte das übliche Problem der Wild Wings bei der Chancenverwertung. Somit ging es mit einer 2:0-Führung für Ingolstadt in die erste Drittelpause, obwohl die Schwenninger deutlich mehr Schüsse auf das Tor der Panther abgefeuert hatten. Mitverantwortlich für den Rückstand war auch ein „ekliger Fehler“ von SERC-Verteidiger Alex Trivellato vor dem 1:0. „Den nehme ich auf meine Kappe“, sagte die 22-jährige Leihgabe aus Berlin.

Die Leistungen der Wildschwäne sind aber auch nicht gänzlich schlecht. Chefcoach Helmut de Raaf trauerte den Chancen zu Beginn der Partie hinterher: „Wir haben stark begonnen. Da hätte uns ein Tor sicherlich geholfen.“ Für ihn sei die verunsicherte Ingolstädter Mannschaft keinesfalls unschlagbar gewesen. Dies sah auch Interimstrainer Joseph Heiß so. Er war froh, dass „die Mannschaft nach dem Ausgleich diesmal nicht auseinander gefallen ist“.

Trotz des Fehlers des jungen Deutsch-Italieners macht die Defensive, allen voran die beiden starken Torhüter Joey MacDonald und Dimitri Pätzold, einen soliden Job. Vorne müssen die Wild Wings, wie schon zu Saisonbeginn, allerdings einen erheblichen Aufwand betreiben, bis die Scheibe endlich die Torlinie des Gegners überquert.

Bei den SERC-Fans indes werden die Rufe nach einem neuen Stürmer immer lauter. Zu sehr ist der grandiose Einstand von Will Acton in den Köpfen der Fans verankert. Auch Schwenningens Manager Jürgen Rumrich würde „lieber heute als morgen einen neuen Spieler verpflichten“, muss sich aber mit der derzeit sehr schwierigen Marktsituation auseinander setzen. Das heißt für das vorhandene Personal: Noch mehr arbeiten, um die Tore zu erzwingen und endlich wieder an die Leistungen des goldenen Oktobers anzuknüpfen. Denn die Erwartungshaltung der Fans ist nach diesem Höhenflug deutlich angestiegen.

Immerhin: Mit dem 4:3-Sieg nach Verlängerung am Sonntag gegen die Iserlohn Roosters stoppten die Wild Wings die Talfahrt. Ob sie damit bereits eine Trendwende eingeläutet haben, könnte sich bereits am Dienstag beim Auswärtsspiel in Hamburg zeigen.

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