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Regionalsport Schwarzwald Wild Wings: Erster Sieg im neuen Jahr und Verstärkung aus Finnland

Im sechsten Anlauf klappte es: Nach fünf Niederlagen in Folge feierten die Wild Wings den ersten Sieg in diesem Jahr. Die Schwenninger besiegten die Nürnberg Ice Tigers vor 2880 Zuschauern in der heimischen Helios-Arena mit 6:3 (2:0, 1:0, 3:3).

Die spärlich besetzte Spielerbank der Wild Wings war ebenso überschaubar wie die Zahl der Zuschauer auf den Rängen. Mit Verteidiger Hannu Pikkarainen sowie den beiden Stürmern Ashton Rome und Yan Stastny fehlten drei Kontingentspieler, Profis, die als Ausländer die Säulen jeder DEL-Mannschaft bilden. Auch Rob Brown musste passen. Wenigstens war Joey MacDonald wieder dabei. Er sicherte Torhüter Dimitri Pätzold als Nummer zwei zwischen den Pfosten ab.

Dies änderte freilich nichts am personellen Ungleichgewicht. Drei Schwenninger Reihen gegen vier Nürnberger Blöcke: Ob und wie lange das wohl gut gehen würde? Es ging gut, sehr gut sogar. Mit einem furiosen Start legten die Schwarzwälder den Grundstein zum Sieg. Daniel Schmölz (5.) und Toni Ritter (6.) trafen innerhalb von 61 Sekunden zum 2:0. Das war der Knackpunkt der Partie. „Nach den zwei schnellen Gegentoren kamen wir nie richtig ins Spiel“, sagte Nürnbergs Sportdirektor Martin Jiranek. Während die Schwenninger Druck und Tempo hoch hielten, verbuchten die Franken in Abschnitt eins lediglich zwei Pfostenschüsse durch David Printz und Marco Pfleger.

Auch im zweiten Abschnitt spielten die Neckarstädter nicht wie ein Tabellenvorletzter. Im Gegenteil: Sie beschäftigten die von den Namen her stark besetzten, aber schwach spielenden Nürnberger in deren Abwehrzone. Als Gästeverteidiger Kurtis Foster die Strafbank drückte, zogen die Schwenninger ein hervorragendes Überzahlspiel auf. Simon Danner, Will Acton und Tim Bender: Sie alle hatten klare Chancen, scheiterten aber an Gästeschlussmann Tyler Beskorowany. Selbst als die Ice Tigers wieder komplett waren, setzten die Wild Wings ihren Angriffswirbel fort. Mit Erfolg. Simon Danner traf zum 3:0 (26.). Was folgte, waren planlos anrennende Nürnberger gegen gut sortierte Schwenninger mit einem hervorragenden Pätzold als sicheren Rückhalt. Fast wäre den Schwarzwäldern Treffer Nummer vier geglückt, Beskorowany hielt jedoch den Schuss von Andree Hult. „Das war unser bestes zweites Drittel in dieser Saison. Die Mannschaft hat sich strikt an den Matchplan gehalten, den Gegner früh gestört, die Raume eng gemacht und den Rhythmus bestimmt“, freute sich Schwenningens Trainer Helmut de Raaf.

Auch im Schlussdrittel präsentierten sich die Wild Wings dem staunenden Publikum extrem lauf- und spielfreudig. Die drei Gegentore der Ice Tigers durch Steven Reinprecht (42.) und Patrick Reimer (53. + 60) beantworteten die Wild Wings ihrerseits mit drei Treffern durch Philipp Schlager (47.) und Will Acton (58. + 60.).

Für die restlichen 14 DEL-Spiele sicherten sich die Wild Wings die Dienste von Markus Poukkula. Der 27-jährige Stürmer aus Finnland erhielt einen Vertrag bis Saisonende. Für die kommende Runde wurde Marc El-Sayed (Nürnberg) verpflichtet. Der 25-Jährige spielte am Sonntag im Team der Ice Tigers zwar gegen Schwenningen, wurde jedoch kaum eingesetzt.

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