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Eishockey Wild Wings: Das Derby spukt im Hinterkopf

Wild Wings gastieren heute Abend in Krefeld. Am Sonntag Heimspiel gegen Adler Mannheim.

Eishockey: Ein Spiel, das für die Tabelle von enormer Bedeutung ist, und eine Partie, bei der es zwar auch um drei Punkte, vor allem aber ums Prestige geht: Unter diesen Vorzeichen steht das Eishockey-Wochenende für die Wild Wings. Heute, Freitag (Beginn: 19.30 Uhr) gastieren die Schwenninger beim Tabellenvorletzten Krefeld. Am Sonntag (17.45 Uhr) erwarten die Schwäne Mannheim zum baden-württembergischen Derby in der Helios-Arena. Diese Partie ist bereits ausverkauft.

Natürlich weiß Schwenningens Trainer Helmut de Raaf, dass bei seinen Spielern das Duell gegen Mannheim bereits im Hinterkopf spukt. Deshalb tut er alles, um den Fokus auf das heutige Spiel in Krefeld zu lenken. „Mannheim ist für uns noch kein Thema. Damit beschäftigen wir uns erst am Samstag. Für uns ist es doppelt wichtig, den Abstand zu Krefeld zu vergrößern“, sagt der SERC-Coach. Fünf Punkte liegen derzeit zwischen den Schwänen und den Pinguinen. De Raaf kennt die Taktik des Gegners. „Krefeld versucht, das Spiel langsam zu machen, um dann bei eigenem Puckbesitz blitzschnell zu kontern. Deshalb dürfen wir uns kaum Scheibenverluste erlauben. Es ist sehr schwierig, sich auf diese Mannschaft einzustellen.“

Hult fällt mit Erkältung aus

Einer, der das Tempo im Schwenninger Team hoch halten könnte, ist Andrée Hult. Doch der Schwede fällt zumindest heute mit einer fiebrigen Erkältung aus. De Raaf: „Wir hoffen, dass er am Sonntag wieder dabei ist.“ Möglicherweise muss auch Matt Pelech passen. Der Verteidiger laboriert seit dem Spiel in Köln immer noch an einer Schnittwunde am Fuß, die mit drei Stichen genäht werden musste. „Der Schlittschuh drückt genau auf die Naht“, konkretisiert der SERC-Trainer Pelechs Probleme. Dennoch stieg der Kanadier am Donnerstagnachmittag in den Mannschaftsbus und fuhr mit ins Rheinland. Ob Pelech spielen kann, wird sich am Freitagmorgen beim „Warm up“ auf dem Krefelder Eis entscheiden. Ganz sicher steht Yan Stastny wieder zur Verfügung. Der Mittelstürmer hat seine Adduktorenverletzung auskuriert.

Bei den Torhütern setzt De Raaf auf Rotation. Dimitri Pätzold steht heute zwischen den Pfosten. Am Sonntag soll Joey MacDonald die Mannheimer Angreifer erneut zur Verzweiflung bringen, wie dies schon beim ersten Duell zum Saisonauftakt der Fall war. Damals ließ der 35-Jährige in Mannheim nur einen Treffer zu. Das reichte den Adlern allerdings, um das Spiel zu gewinnen.

"Wir sind klarer Außenseiter."

Nach einem eher schwachen Saisonstart wird der amtierende Meister seiner Favoritenrolle immer mehr gerecht. Fünf Siege in Folge unterstreichen den Aufwärtstrend der Adler. „Die Mannheimer spielen zwar nicht mehr das berauschende Eishockey wie vergangenes Jahr, sind aber sehr stabil und lassen nur wenige Gegentore zu“, sagt De Raaf. Sein Rezept, um die Kurpfälzer dennoch zu bezwingen: „Wir müssen 60 Minuten lang Power-Eishockey spielen und die Mannheimer zu Fehlern zwingen.“ Obwohl auch die Wild Wings nach vier Siegen in Folge vor Selbstvertrauen strotzen und Heimvorteil genießen, lässt der Schwenninger Coach an der Rollenverteilung keinen Zweifel: „Wir sind klarer Außenseiter.“

Zumindest in Nordbaden scheint das Interesse am Derby zwischen den beiden Rivalen nicht mehr so groß. Pilgerten in den vergangenen Duellen noch bis zu 1500 Mannheimer Schlachtenbummler nach Schwenningen, sind es diesmal nur 400. Kurz vor Toreschluss kamen noch 150 SERC-Fans in den Genuss von Karten, die aus dem Gästekontingent zurückgegeben wurden. Beim ersten Derby am 11. September waren 1000 SERC-Fans in der Mannheimer SAP-Arena.

Noch kein neuer Stürmer in Sicht

Die Wild Wings halten immer noch Ausschau nach einem Angreifer. „Wir suchen keine Billiglösung, sondern einen Spieler, der uns weiterhilft“, erläutert De Raaf einen der Gründe, warum die Verpflichtung so lange auf sich warten lässt. Einmal glaubten sich die Schwenninger schon fast am Ziel, ehe sich Brandon McMillan letztlich doch für den ERC Ingolstadt entschied. Das finanzielle Angebot des DEL-Schlusslichts war für den 25-jährigen Kanadier vom NHL-Klub Vancouver Canucks offensichtlich wesentlich reizvoller als die Offerte der Wild Wings.

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