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Leichtathletik Steffen Häntzschel gewinnt Schwarzwald-Marathon

Rund 3000 Teilnehmer wurden am Samstag und Sonntag beim 41. Schwarzwald-Marathon von der Sonne verwöhnt und sorgten für eine tolle Stimmung in Bräunlingen. Den Marathonlauf gewann Steffen Häntzschel aus Esslingen in 2:32:22 Stunden. Vorjahressiegerin Birgit Bartels wurde auch in diesem Jahr ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte in 2:59:16 Stunden.

Naturerlebnis pur: Bei besten Bedingungen gingen am Sonntagmorgen 2000 Marathon- und Halbmarathonläufer in Bräunlingen auf die Strecke. Bilder: rom
Naturerlebnis pur: Bei besten Bedingungen gingen am Sonntagmorgen 2000 Marathon- und Halbmarathonläufer in Bräunlingen auf die Strecke. Bilder: rom

Leichtathletik: Wer gedacht hatte, dass sich die Organisatoren des Schwarzwald-Marathons nach ihrem stolzen Jubiläum vom vergangenen Jahr auf ihren Lorbeeren ausruhen würden, täuschte sich gewaltig. Bei dem Laufklassiker rund um Bräunlingen gingen rund 3000 Läufer auf die einzelnen Strecken. 745 Teilnehmer waren es am Samstag beim Nordic Walking, Schüler und beim Rennen über 10 Kilometer. Am Sonntag gingen 598 Marathoniken auf die 42-Kilometer-Srecke. 1342 Laufhungrige entschieden sich für die Halbmarathondistanz. Beim abschließenden Bambini-Lauf schließlich wurde die 3000er-Marke geknackt.

Beim Schwarzwald-Marathon waren Athleten aus 28 Nationen am Start, darunter auch Läufer aus Afghanistan und Singapur. „Dabei ist es gerade im Oktober nicht einfach, die Massen anzuziehen, denn in dieser Zeit konkurrieren zahllose Marathons um die Gunst der Läufer“, sagte Bräunlingens OK-Präsident Klaus Banka sichtlich stolz. „Vor allem die großen City-Marathons ziehen die Läufer an wie Magneten. Da kann ein kleinerer Marathon wirtschaftlich im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleiben“, so Banka weiter.

Bräunlingen, da sind sich die Organisatoren sicher, wird jedoch weiterhin eine feste Größe im Marathonkalender bleiben. Den Initiatoren ist es gelungen, eine Laufveranstaltung zu konzipieren, die einerseits den Anforderungen der heutigen Zeit entspricht, angefangen von der Erweiterung des Streckenangebots bis zur Zeitmessung per Chip. Andererseits hat Deutschlands ältester Frauenmarathon aber auch seine Tradition und Identität bewahrt. Das spricht sich in der Laufszene herum und kommt gut an. Nicht zuletzt aufgrund der überwiegenden Naturstrecke, die sich in diesem Jahr in einem idealen Zustand präsentierte.

Locker, entspannt und mit der Siegerfahne in der Hand überquert Steffen Häntzschel nach exakt 42,195 Kilometern in Bräunlingen das Ziel.
Locker, entspannt und mit der Siegerfahne in der Hand überquert Steffen Häntzschel nach exakt 42,195 Kilometern in Bräunlingen das Ziel.
Schon am frühen Sonntagmorgen herrschte reges Treiben in der Bräunlinger Stadthalle, dem eigentlichen Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung. Die meisten Läufer kommen nicht nur in die Halle, um ihre Startnummer abzuholen, sondern haben häufig ihre gesamte Familie im Schlepptau. Man kennt sich eben in Bräunlingen.

Nach den „Vorläufen“ am Samstag ging es am Sonntagmorgen um 9:30 Uhr auf die langen Strecken. Bei perfekten äußeren Bedingungen wurden traditionell die letzten zehn Sekunden heruntergezählt, ehe die Läuferschar auf die Strecke ging. An der ersten Verpflegungsstation bei Kilometer 6,5 hatte der spätere Sieger, Steffen Häntzschel, bereits vier Minuten Vorsprung auf Vorjahressieger Hans-Jörg Dörr (TV Hatzenbühl). Dieses Bild sollte sich auch bei Kilometer 29 und 35 nicht ändern. Der Esslinger hielt kontinuierlich seinen Vorsprung, während der Belgier Piet Boelaert dem Zweitplazierten Dörr mächtig auf den Fersen war. Bei den Frauen lief Birgit Bartels (Kirchzarten) ein einsames Rennen, gefolgt von Simone Meiniger (LTG Kämpfelbach).

Bei Kilometer 35 herrschte in Unterbränd wieder Volksfeststimmung. Die Läufer wurden am Kreisverkehr in der knapp 350 Einwohner zählenden Gemeinde frenetisch angefeuert. An der Kapelle spielte die Musik für die vorbeikommenden Läufer auf. Zwei Kilometer vor dem Ziel war Häntzschel der Sieg nicht mehr zu nehmen. Dahinter entbrannte jedoch ein spannender Kampf um Platz zwei. Boelaert überholte Dörr, der sich den Belgier jedoch kurz vor dem Ziel wieder schnappte, und sich in 2:38:13 Stunden den zweiten Podestplatz sicherte.

In der Frauenkonkurrenz wurde Birgit Bartels (2:59:17) mit fast sechs Minuten Vorsprung auf Meiniger (3:05:52) zum zweiten Mal in Folge und zum dritten Mal Siegerin von Bräunlingen. Drittschnellste Frau war Brigitte Matt (3:18:50 Stunden) von der LG Hohenfels.

Die zwei schnellsten Marathon-Frauen: Birgit Bartels (links) nimmt im Ziel die Zweitplazierte Simone Meiniger freundschaftlich in den Arm.
Die zwei schnellsten Marathon-Frauen: Birgit Bartels (links) nimmt im Ziel die Zweitplazierte Simone Meiniger freundschaftlich in den Arm.
Beim Halbmarathon legte Steffen Riedgraf aus Freiburg die 21-Kilometer-Strecke als Schnellster zurück. Die Siegerzeit betrug 1:16:49 Stunden. Auf Rang zwei lief Alois Dotter (1:17:03) vom Lauftreff Furtwangen durchs Ziel. Dritter wurde Werner Bauknecht (1:17:20) aus Tübingen. Die Frauen-Konkurrenz über 21 Kilometer gewann Sonja Lutz (1:26:50) aus Kirchzarten. Zweite wurde Vorjahressiegerin Raphaela Sieber (1:27:59) aus Vöhrenbach. Sie startete für das Sport Weiss-Team. Auf Rang drei lief Judith Iseler (1:29:33) aus Stockach.

Den 10-Kilometer-Lauf gewann Andre Rudiger aus Freiburg-Stegen in 35:41 Minuten. Ein hervorragendes Rennen lief Simon Boch vom FC Unterkirnach. Der 14-Jährige belegte in der Zeit von 36:20 Minuten Rang zwei. Dritter wurde Manuel Groß (37:14) aus Rottweil. Auf Rang vier lief der Schramberger Ludwig Brugger (37:26), gefolgt von Julian Fecker (38:44) vom Lauftreff Furtwangen. Bei den Frauen gewann Nina Kallabis aus Bräunlingen ihr „Heimrennen“ in 41:34 min. Zweite wurde Birgit Riesle (43:42) aus Furtwangen. Rang drei belegte Birgit Bodirsky (44:28) aus Roth.

 

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