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Regionalsport Schwarzwald "So etwas geht gar nicht" – Löffingens Trainer Tobias Urban verärgert

Rund um den 13. Spieltag in der Fußball-Landesliga. Magere Bilanz für Schwarzwälder Teams

Fußball-Landesliga: Die Schwarzwälder Landesligisten hatten am Wochenende wenig Grund zur Freude. Lediglich die Aufsteiger aus Schonach und Gutmadingen punkteten. Die anderen vier Teams, die im Einsatz waren, kassierten zum Teil deftige Niederlagen.

Wenn der FC 08 Villingen II spielt, haben die Zuschauer zumindest zwei Garantien: Es fallen Tore satt und der Unterhaltungswert ist sehr hoch. Im Schnitt fallen bei Partien mit der Nullacht-Reserve vier Treffer. Sieben waren es bei der 2:5-Niederlage beim FV Walbertsweiler-Rengetsweiler. Trainer Jörg Klausmann sprach von einer „verdienten Niederlage gegen einen überlegenen Gegner“. Klausmann musste erneut improvisieren: Fabio und Mauro Chiurazzi sowie Keeper Matthias Gißler rückten zur Ersten auf, Aleksander Novakovic, Baris Cakici und Tobias Weißhaar fehlten ebenso. Da wunderte es nicht, dass am Anfang der Spielrhythmus fehlte und die Villinger kalt erwischt wurden. Bei vier Gegentreffern vor der Pause, war die Partie schon so gut wie entschieden. Klausmann zeigte sich mit der Reaktion in den zweiten 45 Minuten jedoch zufrieden, „da wir die mit 2:1 für uns entschieden haben“.

Durch die 1:4-Niederlage in Singen hat die DJK Donaueschingen im Jahr 2017 alle drei Liga-Spiele verloren. Eine Negativ-Serie möchte sich Trainer Christian Leda jedoch nur ungern attestieren lassen. „Das liegt an der Gesamtsituation. Wir hatten eine schlechte Trainingswoche, in der nur sechs bis sieben Mann auf dem Platz standen. So habe ich das noch nie erlebt“, erklärt der Übungsleiter und fügt an: „Insgesamt gibt es viele Baustellen bei uns. Einige meiner Spieler haben Angebote von höherklassigen Teams vorliegen, was natürlich vom Wesentlichen ablenkt. Doch genau auf dieses Wesentliche müssen wir wieder unsere Blicke richten, dann kommen die Ergebnisse von ganz allein“.

Es müsse bei der DJK laut Leda wieder mehr um Fußball gehen: „Im Training muss hart gearbeitet werden. Unsere aktuelle Situation ist erklärbar, weshalb ich von dieser Negativ-Statistik mit Pleitenserie nichts halte.“

Stinksauer war Tobias Urban, Trainer des FC Löffingen, nach den ersten 45 Minuten beim Gastspiel seiner Elf in Salem. „Das war nix und so kann man auch nicht auftreten. Unsere Leistung war ganz schlecht“, wirkte Urban auch zwei Tage nach der Niederlage noch angefressen. In der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft nicht eine einzige Torchance gehabt. Urban: „Es gibt Tage, an denen es nicht läuft. Aber in Salem hat die Einstellung nicht gestimmt. So gewinnt man gegen keinen Gegner in der Landesliga.“

In der Halbzeitpause bekamen die Löffinger Spieler deutlich zu hören, was ihr Trainer von der bisherigen Vorstellung hielt. „Bei uns geht es normalerweise harmonisch zu. Aber dieses Mal musste ich deutlich werden“, so Urban. In Halbzeit zwei habe sich sein Team zwar ein bisschen gesteigert. „Aber“, so Urban, „Zählbares hatten wir mit unserer Leistung über 90 Minuten nicht verdient.“ Der phasenweise lustlose Auftritt in Salem wird offenbar noch Auswirkungen haben. „Im Training am Dienstag werde ich meine Jungs richtig fordern“, verrät der Löffinger Coach.

Nach einem holprigen Start ins neue Jahr zeigte der FC Schonach im Heimspiel gegen den VfR Stockach (4:0) eine überzeugende Vorstellung. „Meine Mannschaft war von der ersten Minuten an gewillt, dieses Spiel zu gewinnen und hat enorm gut gegen den Ball gearbeitet“, lobte Trainer Enrique Blanco. Zudem sei seine Elf in der zweiten Halbzeit konditionell wesentlich stärker gewesen als die Stockacher. Blanco: „Deshalb war es auch nur eine Frage der Zeit, bis wir Tore schießen“. Für den Schonacher Coach war die Leistung seines Teams auch ein klares Zeichen, dass seine Mannschaft weiß, wie wichtig der Sieg im Kampf um den Klassenerhalt ist. „Die jungen Spieler können auch die Tabelle lesen und wussten, dass wir gegen einen direkten Konkurrenten unbedingt gewinnen müssen.“ Bei einer Heimniederlage wäre der Aufsteiger auf den 14. Platz abgerutscht. .

Heinz Jäger, Trainer des FC Gutmadingen, hatte am Wochenende Grund zur Freude. Seine Mannschaft gewann das Aufsteiger-Duell gegen den SC Markdorf mit 4:2. „Uns war bewusst, dass ein Sieg nötig ist, um an den Nichtabstiegsplätzen dranzubleiben. Der Erfolg war verdient. Nach dem 2:0 hatten wir eine Schwächephase, in der meine Spieler dachten, es würde auch mit zwei Schritten weniger gehen“, kommentiert Jäger die Partie und fügt an: „In diesem Zeitraum kam Markdorf auf und erzielte per berechtigtem Elfmeter das 2:1. Aus der Kabine kamen wir dann aber so gut raus und haben wieder das Kommando übernommen.“

Jäger gibt vor allem die Art und Weise des Heimsieges Grund zur Hoffnung. „Dieses Spiel gibt uns Sicherheit. Es stehen wichtige Partien gegen die DJK Villingen und Schonach an. Alle glauben nach wie vor an den Klassenerhalt“, sagt der Gutmadinger Trainer. Mit Dominik Maus und Lukas Riedmüller fielen zwei wichtige Leistungsträger kurz vor Spielbeginn aus, was die Elf aber laut Jäger gut verschmerzte.

„Wir sind jetzt im Play-off-Modus“, erklärt Trainer Ralf Hellmer, Trainer der DJK Villingen, nach der 0:5-Niederlage beim Tabellenführer FC Radolfzell die sportliche Situation des Tabellenletzten. „Das Spiel müssen wir schnell abhaken, es geht gleich weiter am Samstag gegen Gutmadingen. Wie beim Eishockey in der Play-off-Runde müssen wir mit Herz und Leidenschaft in das Spiel gehen“, gibt er die Marschroute aus und fügt an: „Von meiner Mannschaft erwarte ich, dass sie sich diese Woche im Training wieder jeder voll reinhängt, dann ist das 0:5 schnell vergessen. In unserer Situation hilft kein Dampfhammer oder HB-Männchen.“

In Absprache mit seiner Mannschaft stellte Hellmer im Vorfeld um. „Wir wollten mutiger anfangen und den Gegner überraschen. Dies ist uns sogar in den ersten zehn Minuten gelungen.“ Mit Tolga Selcuk und Patrick Haas standen zwei neue offensivere Kräfte in der Startelf. Bitter war, dass sich Alieu Sarr eine Augenverletzung zuzog: „Er hat einen Daumen ins Auge bekommen, nicht mehr richtig gesehen und hatte Schmerzen“, so Hellmer. Noch ist offen, ob Sarr ausfallen wird.

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