Mein

Schwarzwald-Marathon Schwarzwald-Marathon: Ott und Verschoren feiern Start-Ziel-Sieg

Die Veranstalter des 47. Internationalen Schwarzwald-Marathons sind mit 2250 Läufern sehr zufrieden. Der 37-jährige Belgier Bart Verschoren und die 52-jährige Gerdi Ott (Lautrach) gewannen den Lauf in Bräunlingen. Hier gibt's alle Bilder!

Schwarzwald-Marathon: Der 37-jährige Belgier Bart Verschoren und die 52-jährige Gerdi Ott (Lautrach) gewannen am Sonntag den 47. Internationalen Schwarzwald-Marathon rund um Bräunlingen. Bei guten Bedingungen liefen beide einen Start-Ziel-Sieg heraus. Verschoren hatte im vergangenen Jahr den Lauf auf Platz zwei beendet. Über die Halbmarathon-Distanz hatten Stefanie Doll (Kirchzarten) und Kay-Uwe Müller (Crailsheim) die schnellsten Beine. Müller hatte im vergangenen Jahr den Marathon gewonnen. Doll war 2011 Siegerin bei den Frauen über die große Schleife.

Exakt 2250 Athleten, ohne den Bambini-Lauf, gingen am Wochenende auf die angebotenen Strecken. „Wir haben damit mehr Sportler als in den vergangenen zwei Jahren gewonnen und sind sehr zufrieden. Ich muss meinem gesamten Team für die tolle Arbeit auf die Schulter klopfen“, sagte Frank Kliche, der in diesem Jahr seine Premiere als neuer OK-Chef feierte.

Der Marathon der Frauen und Männer wurde zu einer klaren Angelegenheit der beiden Sieger. Schon nach zwölf Kilometern führte der Belgier vor David Mild (LG Brandenkopf), Manfred Kiene (LT Pfohren) und Bernd Weishaar (TuS Bonndorf). Bei den Frauen hatte sich Ott zu diesem Zeitpunkt von Katja Gallasch (Überlingen) abgesetzt. An der höchsten Stelle des Laufes, im 992 Meter hohen Oberbränd, war Verschoren bereits 25 Sekunden vor Mild und fast zwei Minuten vor Kiene. Weishaar und Rainer Sprich (LT Pfohren) folgten ihm. Ott war hier schon uneinholbar den anderen Frauen davongelaufen. Rund acht Kilometer vor dem Ziel, bei der traditionell von den Zuschauern gut besuchten Kirche in Unterbränd, hatte Verschoren seine Führung nochmals deutlich ausgebaut. Bei stimmungsvoller Live-Musik fühlten sich die Sportler hier besonders animiert, auf den letzten Kilometern noch einmal alles zu geben.

Im Ziel ließ sich Verschoren (2:37:05 Stunden) vom Publikum als klarer Sieger feiern. „Ich fühlte mich in einer guten Verfassung und bin der Konkurrenz bei Kilometer fünf entwischt. Für mich ist es der zweite Marathon-Sieg überhaupt. So einen Klassiker zu gewinnen, ist besonders schön“, sagte der Belgier im Ziel. Platz zwei belegte mit über fünf Minuten Rückstand Bernd Weishaar (2:42:15), Dritter wurde David Mild (2:45:55). „Die Waldwege waren etwas feucht. Zudem musste ich ab Kilometer 33 ganz schön beißen. Die zwei vor mir platzierten Läufer waren einfach stärker“, betonte Mild nach dem Zieleinlauf. Einen ausgezeichneten vierten Platz belegte Rainer Sprich (2:47:49). „Ich bin ohne größere Vorbereitung in den Marathon gegangen und mit meiner Leistung zufrieden. Die ersten drei Läufer waren zu schnell weg. Immerhin habe ich mich von Platz sieben nach 18 Kilometern deutlich nach vorn gearbeitet“, freute sich Sprich.

Frauensiegerin Gerdi Ott (3:16:27) lief in ihrer Klasse ein einsames Rennen an der Spitze. „Ich hatte zunächst etwas Respekt vor den Bergen und gehofft, dass ich da gut hoch komme. Es lief für mich perfekt und auch auf der abschüssigen Strecke hatte ich keine Schwierigkeiten. Für mich war es bereits der siebte Marathon in diesem Jahr. Auch meine Zielsetzung, unter 3:20 zu bleiben, habe ich geschafft“, sagte die 52-Jährige. Wie im vergangenen Jahr belegte Katja Gallasch (3:23:27) den zweiten Platz. „Ich hatte mich für Bräunlingen sehr gut vorbereitet und wollte um den Sieg mitlaufen. Allerdings war die spätere Siegerin schnell weg. Platz zwei kann sich sehen lassen und stimmt mich zufrieden“, bilanzierte Gallasch. Susanne Thumm (3:24:57) aus Lauchringen lief auf Platz drei.

Prominente Sieger im Halbmarathon

Das gab es in den vergangenen Jahren wohl noch nicht in Bräunlingen: Im Halbmarathon siegten bei den Männern und Frauen zwei Athleten, die bereits in der Siegerliste des Marathons stehen. Kay-Uwe Müller (Craisheim/1:14:29 Stunden) hatte den Lauf über 42,195 Kilometer im vergangenen Jahr gewonnen. „Ich stecke mitten in der Vorbereitung für den Marathon in Lausanne.

Der Bräunlinger Halbmarathon war dazu ein wichtiger Bestandteil. Schön, dass ich mich nun auch über diese Distanz in die Siegerliste in Bräunlingen eingetragen habe“, resümierte Müller. Christian Bauer (Villingen/1:18:52 Stunden) lief auf der 21-Kilometerstrecke auf Rang zwei, gefolgt von Achim Lehmann (Ibbenbüren/1:19:15).Ebenso souverän wie Müller setzte sich bei den Frauen Stefanie Doll (1:23:05) durch. „Ich wäre in Bräunlingen gern den Marathon gelaufen, hatte mich aber vor einigen Wochen für den Marathon in Frankfurt entschieden.

Da möchte ich einmal einen ganz schnellen Marathon laufen. Dass ich hier in Bräunlingen den Halbmarathon gewinne, hat mich doch etwas überrascht“, sagte die Kirchzartenerin. Katrin Köngeter (FC Unterkirnach/1:27:16) und Gertrud Wiedemann (Team Erdinger/1:30:48) liefen auf die Plätze zwei und drei.

 

Regionale Produkte von Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein auf SÜDKURIER Inspirationen. Gleich Newsletter abonnieren und sparen!
Mehr zum Thema
Schwarzwald-Marathon in Bräunlingen: Der Schwarzwald-Marathon in Bräunlingen findet seit 1968 jeden zweiten Sonntag im Oktober statt und zählt zu den schönsten Naturstrecken Europas. Die Laufveranstaltung zieht jedes Jahr mehrere tausend Sportler und Zuschauer an. Alle Artikel, Bilder und Videos zum Schwarzwaldmarathon in Bräunlingen finden Sie im SÜDKURIER-Themenpaket.
Regionale Kalender 2017
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Regionalsport_Schwarzwald
Fußball-Kreisliga A, Staffel 2
Fußball-Bezirksliga
Frauenfußball-Verbandsliga
Leichtathletik
Radsport
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren