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Regionalsport Schwarzwald RSC Donaueschingen meldet sich zurück

Radsportverein wieder mit eigener Mannschaft. Raphael Bertschinger wird wohl neuer Kapitän.

Straßenradsport: Als im Jahr 1997 der Radsportverein (RSC) Donaueschingen ins Leben gerufen wurde, schrieben sich die Gründungsväter den leistungsorientierten Radsport auf die Vereinsfahnen. In den ersten Jahren gelang das mit einigen Erfolgen. Als die Talentquelle nicht mehr in gehofftem Maße sprudelte, wurde es ruhiger um den Straßenradsport auf der Baar. Seit über vier Jahren gab es keine Mannschaft des RSC mehr. Jetzt meldet sich der Verein zurück. In der neuen Saison, die im März beginnt, wird das „TEAM RSC Donaueschingen“ an den Start gehen. Mit diesem Team will der Verein alte Erfolgsgeschichten aufpolieren und neue schreiben. Vereinsvorsitzender Heiner Weinstein und Betreuer Bruno Wischnewski haben federführend die Strippen dafür gezogen und die neue Mannschaft initiiert.

In den ersten Vereinsjahren entwickelte sich der RSC zu einer guten Radsportadresse in Baden-Württemberg. Zuletzt versuchten die Brüder Daniel und Jan Fahl mit den von ihnen gegründeten Teams „Viner“ und „Merida“ den Radrennsport zu erhalten. Nun kehren diese Fahrer wieder unter das Dach des RSC zurück. „Wir wollen im Amateurbereich neu angreifen. Die neue Mannschaft soll zehn Fahrer umfassen, wobei wir uns als ,Team RSC' bezeichnen, um auch Gastfahrern eine Chance in unseren Trikots zu geben“, sagt Wischnewski. Schon jetzt steht fest, dass Raphael Bertschinger, der zuletzt ein gutes Jahr in Bayern hatte, zurückkehrt und wohl auch die Kapitänsrolle übernehmen wird. Wischnewski bezeichnet ihn als „Leitwolf“ des neuen Teams. Auch Denis Renner und Benjamin Premiati sind wieder dabei. Dazu kommen neue Fahrer. Als Zugang steht Karl Zimmerer aus Stuttgart fest. Auch die Fahl-Brüder haben zugesagt. Wischnewski: „Im März wird es eine Vorstellung der Mannschaft geben. Danach greifen wir bei den ersten Rennen an.“

Die Dopingproblematik bei den Profis hat auch in Donaueschingen in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass es im Kinder- und Jugendbereich kaum noch Neueinsteiger gab. „Wir in Donaueschingen werden alles unternehmen, damit die Eltern wieder Vertrauen in den Radsport gewinnen und ihre Kinder zu uns schicken“, sagt Wischnewski an. Mit Alexej Sadkowski steht ein Jugendtrainer bereit, der zweimal wöchentlich mit potenziellen Neulingen üben wird. Um auch wirtschaftlich auf gesunden Beinen zu stehen, haben Weinstein und Wischnewski in den vergangenen Wochen Gespräche mit zahlreichen möglichen Sponsoren geführt. „Es ist nach wie vor eine zähe Arbeit, da international viel kaputt gemacht wurde. Einige Sponsoren sind abgesprungen, aber wir haben auch neue gewonnen“, betont Wischnewski.

Vor allem bei den großen und anspruchsvollen Rennen, wie der Serie um den LBS-Cup, wollen die Donaueschinger wieder ganz vorn mitmischen. Daneben erhalten die Sportler auch die Chance, als Einzelfahrer im Donaueschinger Trikot bei anderen Rennen an den Start zu gehen. „Es war wieder an der Zeit, ein eigenes Team aufzubauen und die Kräfte zu bündeln. Heiner Weinstein und ich haben uns der Aufgabe gestellt, weil uns der Radsport sehr am Herzen liegt. Wir wollen mit sportlichen Erfolgen wieder für Schlagzeilen sorgen“, ergänzt Wischnewski, der 1997 als Vorsitzender die Gründung des RSC initiierte.

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