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Regionalsport Schwarzwald Potzblitz, dieser Fleury!

Die Schwenninger Wild Wings haben einen richtigen Lauf! Vor 3727 begeisterten Zuschauern gewannen die Schwenninger gestern Abend mit 5:2 (3:0, 1:0, 1:2) Toren gegen die Straubing Tigers und feierten den vierten Heimsieg in Folge.

 

Momentaufnahme: Dieses geflügelte Wort kommt Trainern beim Blick auf die Tabelle in einer frühen Saisonphase häufig über die Lippen. Damit relativieren sie die Aussagekraft der nackten Zahlen. Manchmal verdeutlichen die jeweiligen Plätze und Punkte aber auch Entwicklungen der Mannschaften. Und da lohnte sich vor dem Spiel gegen Straubing sehr wohl ein Blick auf die Tabelle. Mit einem „Dreier“ würde Schwenningen bis auf zwei Punkte an jenes Team heranrücken, das am sechsten Spieltag noch Spitzenreiter der Deutschen Eishockey Liga war. Während die Kurve der Tigers nach dem Höhenflug stetig abwärts zeigt, weist die Richtung der Wild Wings dank drei Heimsiegen in Folge klar nach oben. Nun sollte gegen die Bayern die Serie ausgebaut und der Anschluss ans Mittelfeld hergestellt werden.

Es sah gut aus, verdammt gut sogar. Keine fünf Minuten waren absolviert, da führten die Schwenninger mit 2:0. Von Straubing war noch kein Profi am Puck, als Matt Pelech nach 46 Sekunden mit dem Führungstreffer den furiosen Auftakt der Hausherren einläutete. Beim 2:0 (5.) leistete Damien Fleury Maßarbeit. Zwischen Querlatte und Puck hätte kaum ein Zeitungspapier gepasst, so exakt zimmerte der Franzose die Scheibe in den Winkel. Die Auszeit, die Gästetrainer Larry Mitchell unmittelbar zuvor genommen hatte, war ergebnislos verpufft.

Als die Wild Wings in kurzer Folge zwei Strafzeiten kassierten, deuteten die Gäste ihre Gefährlichkeit in Überzahl an. Doch SERC-Schlussmann Dimitri Pätzold stand immer goldrichtig und machte selbst beste Chancen zunichte. 32 Sekunden vor der Pausensirene krönte Andree Hult das fulminante Startdrittel der Wild Wings. Nach klasse Vorarbeit von Steven Billich erhöhte der Schwede auf 3:0.

Der zweite Abschnitt begann mit einer Schrecksekunde. SERC-Stürmer Ashton Rome vertändelte in der eigenen Abwehrzone den Puck und wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen, um einen Einschlag zu verhindern. Augenblicke später durfte er sich bei Pätzold bedanken, denn der famose Keeper parierte den fälligen Penalty von Ryan Bayda. Als Fleury das 4:0 (29.) markierte, schien die Partie gelaufen. Denkste! Was nun folgte, war der ebenso große wie skandalöse Auftritt der beiden Schiedsrichter. Als ob sie die Sache noch mal spannend machen wollten, deckten die Herren Aumüller und Piechaczek die Wild Wings derart mit Strafen ein, dass diese in den letzten zehn Minuten des Mittelabschnitts ständig in Unterzahl agierten. Philipp Schlager musste gar mit Fünf-Minuten-plus-Spieldauer vorzeitig unter die Dusche. Doch Pätzold, dieser Teufelskerl, verdarb den Gästen den Spaß am Powerplay. Selbst beim zweiminütigen Spiel drei gegen fünf hielt der 32-Jährige seinen Kasten sauber.

In Minute 42 war es aber soweit: Die Wild Wings – immer noch in Unterzahl – mussten den ersten Gegentreffer durch Colton Jobke hinnehmen. Die Schwarzwälder antworteten auf das 4:1 im Stile einer Spitzenmannschaft, denn fünf Minuten später stellte Fleury mit seinem dritten Treffer an diesem Abend den alten Abstand wieder her. „Der ERC ist wieder da“, hallte es nach dem 5:1 (47.) tausendfach von den Rängen. Das Tor zum 5:2 (56.) durch Denny Urban ging bereits im Schwenninger Jubel unter. SERC-Trainer Helmut de Raaf war hochzufrieden: „Das frühe Führungstor war eine Befreiung für die Mannschaft. Bei den vielen Unterzahlsituationen haben die Spieler leidenschaftlich gekämpft und sich in die Schüsse des Gegners geworfen.“


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