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Panthers im Clinch mit Liga zwei

Schwenninger Basketballer trotz Niederlage weiterhin im Soll. Rechtsstreit wegen Ausländerbeschränkungen

Basketball-Regionalliga: Mit der dritten Saisonniederlage im Gepäck kehrten die Panthers Schwenningen am Samstag aus Koblenz zurück. Das 61:79 sollte die Neckarstädter nicht umwerfen, denn sieben Spieltage vor Ende der Saison ist der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Limburg bei vier Punkten und dem gewonnnen Direktvergleich weiterhin komfortabel.

Ursachen: Trainer Alen Velcic musste nicht lange Ursachenforschung betreiben, warum sein Team in Koblenz unterlag. „Wir waren nicht fit im Kopf und geistig nicht auf dem Feld. Hinzu kam, dass bei Koblenz einige Spieler über sich hinaus gewachsen sind. Alles zusammen führte zur Niederlage.“ Velcic will aber keine Weltuntergangsstimmung verbreiten. „In Koblenz kannst du verlieren. Es war schon vor der Saison klar, dass wir nicht ungerupft durch die Saison marschieren würden. Wir sind aber noch immer im Soll.“

Verletzung: Offenbar nicht so schwer ist die Verletzung von Jaka Zagorc, der in der Schlussphase einen Schlag auf sein bereits lädiertes Knie erhielt. „Alles nicht so schlimm. Jaka trainiert wieder“, gibt Velcic Entwarnung. Der Coach hat damit personell weiterhin alle Möglichkeiten.

Busfahrt: Eine tolle Geschichte war am Samstag die Fahrt mit zahlreichen Fans im Doppeldecker-Bus nach Koblenz. Velcic: „Es war ein unvergesslicher Ausflug und eine tolle Atmosphäre. Wir hatten einen Luxusbus, wie ihn wohl noch keine Mannschaft aus anderen Sportarten hatte.“ Es wird jedoch in dieser Saison wohl der einzige Ausflug dieser Art bleiben. Für die Spiele in Stuttgart und Fellbach werden die Panthers mit Privatfahrzeugen anreisen. Für die Partie in Lich dürfte wohl wieder eine kleinere Busvariante zum Einsatz kommen.

Verbot: Etwas angefressen war Velcic dennoch nach der Niederlage in Koblenz. Das Wort Meisterschaft stellte er bis auf Weiteres auf den Index. „Ich will davon nichts mehr hören. Ab jetzt wird wieder Basketball gearbeitet.“ Der Trainer will die Zügel anziehen. „Ich bin sauer, dass wir nicht die Energie gezeigt haben, die uns auszeichnet. Wir haben auch taktisch nicht alles umgesetzt.“

Jugend: Verstärken wollen die Panthers weiterhin ihre Jugendarbeit. Mit Boyko Pangarov senior hat der Verein bereits einen festangestellten hauptamtlichen Jugendtrainer, was in der Liga die Ausnahme ist. Ein zweiter festangestellter Nachwuchscoach soll im Sommer folgen. Er wird bereits im Hinblick auf einen möglichen Einstieg der Schwenninger in die Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) kommen. „Jugendarbeit hat bei uns einen hohen Stellenwert. In der Nachwuchsförderung wollen wir noch einen Gang höher schalten“, kündigt Vorstandsmitglied und Pressesprecher Matthias Busse an.

Aufstieg: Die Niederlage in Koblenz ändert nichts an den Planungen der Panthers für einen Aufstieg in die 2. Liga Pro B. Dort aber baut sich eine Hürde auf, die den Verantwortlichen der Panthers absolut nicht gefällt: die Ausländerregelung. Diese wollen die Panthers kippen. Busse, in seinem Hauptberuf Rechtsanwalt, hat die ersten Gespräche mit Daniel Müller, Geschäftsführer der 2. Basketball-Bundesliga GmbH, bereits aufgenommen. „Wir meinen es absolut ernst. Es kann nicht sein, dass in der Liga ausländische Spieler diskriminiert werden. Schließlich gibt es ein geltendes EU-Recht“, sagt Busse. Auch in der Liga sollte es Trainern möglich sein, nach Leistung und nicht nach Staatsangehörigkeit aufzustellen. Locker lassen werden die Panthers jedenfalls nicht. Der Ausgang ist gegenwärtig offen.

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