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Eishockey Nach Trainerentlassung bei den Wild Wings: Krupp und Laporte zeigen Interesse

Nach der Entlassung von Trainer Stefan Mair beginnt nun die Trainersuche bei den Schwenninger Wild Wings. Zwei Kandidaten zeigen Interesse an der Mair-Nachfolge.

Eishockey: (kat/wmf/wit) Nach knapp zweieinhalb Jahren endete am späten Montagabend die Zeit von Stefan Mair als Coach der Schwenninger Wild Wings.

Der Südtiroler kam im Sommer 2012 als Nachfolger von Jürgen Rumrich an den Neckar. Mair führte die Schwäne in seiner ersten Saison in das Finale der 2. Bundesliga gegen Bietigheim, das Schwenningen trotz 2:0-Führung mit 2:4 Spielen verlor. Dann folgte die Rückkehr in die Deutsche Eishockey Liga mit Platz 13 im ersten Jahr.

In der aktuellen Saison geriet der 47-Jährige bereits frühzeitig in die Kritik, als die Wild Wings nach einer enttäuschenden Vorbereitung die ersten zwei DEL-Spiele verloren. Doch dann kam eine klasse Serie, die mit dem 5:2-Derby-Sieg am 12. Oktober gegen die Adler Mannheim ihren Höhepunkt hatte. Es folgte zwar direkt darauf ein weiterer Erfolg gegen Krefeld, danach ging es jedoch stetig abwärts. Nach der achten Niederlage in Serie zogen die Geschäftsführer Thomas Burger und Michael Werner die Reißleine. „Stefan Mair wurde von seinen Aufgaben entbunden“, so die Formulierung in der offiziellen Pressemitteilung.

Wer wird nun der neue Mann an der Schwenninger Bande? Mehrere Namen kursieren über der Helios-Arena: Benoit Laporte, Uwe Krupp, Andreas Renz oder gar Mairs bisheriger Co-Trainer Dave Chambers?

Wer wird Mair-Nachfolger?
  • Benoit Laporte, der im September beim Liga-Konkurrenten Hamburg Freezers entlassen wurde, könnte sich vorstellen, Cheftrainer der Wild Wings zu werden. „Die Aufgabe ist reizvoll“, sagt der 54-jährige Frankokanadier. Laporte gilt als Trainer, der von seinen Profis viel verlangt und sehr emotional ist, aber auch mit jungen deutschen Spielern hervorragend arbeiten kann. Nach dem schwachen Saisonstart der Hamburger und Tabellenplatz 14 wurde sein Vertrag aufgelöst.

  • Auch Uwe Krupp scheint einem Engagement im Schwarzwald nicht abgeneigt. „Schwenningen ist ein Eishockey-Standort mit Tradition. Hier wird gute Arbeit geleistet“, sagt der frühere Bundestrainer und Stanley-Cup-Gewinner mit den Colorado Avalanche. Der Umstand, dass Krupp nach eigenen Angaben trotz seiner Beurlaubung im Oktober noch einen Vertrag bei den Kölner Haien hat, muss kein Nachteil sein. Im Gegenteil: Es wäre nicht das erste Mal, dass sich der Ex-Verein und der neue Club das Gehalt einfach teilen.

  • Andreas Renz hat im Sommer gemeinsam mit Stefan Mair den Trainer A-Schein absolviert. Mairs Nachfolger zu werden, ist für das Schwenninger Urgestein jedoch kein Thema. „Mein Herz wird immer an den Wild Wings hängen. Man soll zwar niemals nie sagen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, als Schwenninger in Schwenningen als Trainer tätig zu sein. Allerdings bin ich gerne bereit, beratend zu helfen.“

    Renz arbeitete in der Saison 2012/13 unter Mair als Co-Trainer und bedauert die Entlassung des Südtirolers: „Stefan hat immer 100 Prozent gegeben. Er war ein Workaholic und ich habe auch gerne mit ihm zusammengearbeitet. Die jüngsten sportlichen Leistungen kann ich nur schwer einschätzen, da ich seit langem nicht mehr im Stadion war.“ Für Renz ist durchaus vorstellbar, dass ein namhafter Coach an den Neckar kommt: „Die Vereinsführung sollte sich nicht scheuen, auch prominente Trainer anzusprechen. Dieser Trainerjob ist für viele sehr reizvoll.“

  • Dave Chambers ist fachlich zweifellos ein hervorragender Mann. Allerdings ist fraglich, ob der Kanadier mit 74 Jahren noch darauf brennt, die Herausforderung als Cheftrainer der Wild Wings in Angriff zu nehmen. Dennoch wollen sich die Wild Wings selbst diese Option offen halten. „Wir werden auch mit Dave Chambers sprechen“, kündigte Michael Werner an.

Mair bedankt sich auf Twitter

Auf seinem Twitter-Account bedankte sich Stefan Mair heute bei der Mannschaft für die großartige Zeit in Schwenningen.

Sein Beitrag im Wortlaut (übersetzt): "Ich danke für die großartige Zeit. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Es war auch ein emotionaler Moment, als ich den Spielern auf Wiedersehen sagte. Ich bat sie darum, dass sie für Dave Chambers alles geben sollen. Er ist ein klasse Mensch. Ich verdanke ihm viel."

Original-Tweets von Stefan Mair:

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