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Regionalsport Schwarzwald Hochzeit und Aufstieg vor Augen

Rund um das erste Aufstiegsspiel zur Landesliga. Königsfelder erwarten am Sonntag große Kulisse

Fußball, Aufstiegsrunde zur Landesliga: Mit dem 0:0 in Überlingen hat der FC Königsfeld im Hinspiel die erste sportliche Hürde genommen. Doch soll der Landesliga-Aufstieg am kommen Sonntag (Anpfiff 17 Uhr) gefeiert werden, ist es noch ein weiter Weg und in mehreren Bereichen eine besondere Herausforderung.

Berufliche Verbindung: Für Patrick Rominger hatte die Partie in Überlingen nicht nur sportlich eine besondere Bedeutung. Der FCK-Torhüter stammt aus der Bodensee-Region und traf rund um den Sportplatz zahlreiche Bekannte. Dass ausgerechnet er zur Höchstform auflief, wird seinem Arbeitgeber sicherlich nicht gepasst haben. Dies lag allerdings weniger daran, dass sich Rominger hätte verletzen können. Sein Chef ist der frühere Überlinger Vorsitzende und Hauptsponsor, Karl-Heinz Knauer.

Hochzeit: Für Christian Moosmann könnte das kommende Wochenende zum bewegendsten seines Lebens werden. Der Offensivspieler steht derzeit völlig unter Anspannung. „Ich heirate am Samstag.“ Spielt er dann überhaupt ein Tag später mit? „Ja. Ich bin froh und dankbar, dass Überlingen der Terminierung auf Sonntag zugestimmt hat.“ Dennoch dürfte es für den Leistungsträger der Königsfelder nicht einfach werden. „Die vergangenen Wochen war ich schon mit meinen Gedanken nicht beim Fußball. Ich konnte meine Leistung nicht mehr abrufen, weil mir immer im Hinterkopf herumschwirrte, dass wir als Vizemeister noch zwei Aufstiegsspiele haben und dies genau auf den Hochzeitstermin fällt. Da habe ich mir zu viel Stress gemacht.“

Unter den charmant zustimmenden Blicken seiner zukünftigen Ehefrau betont Moosmann dann entspannt: „Bei allem was jetzt kommt, meine Hochzeit ist mir das Wichtigste, der schönste Tag in meinem Leben.“ Diesen Tag wird er auch mit seinen Teamkollegen feiern. „Am Sonntag können wir ja nach dem Spiel gerne weiterfeiern“, fügt Moosmann schmunzelnd an.

Zuschauer-Rekord: Auf dem Königsfelder Sportplatz dürfte es am kommenden Sonntag einen neuen Zuschauer-Rekord geben. „Also nach diesem 0:0 gibt es ein echtes Endspiel für beide Seiten. Ich erwarte, dass wir an die 1000 Zuschauer bekommen“, steht dem ersten Vorsitzenden Dietmar Eschner die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. „Es wäre schön, wenn uns die Fans der anderen Vereine aus dem Schwarzwald lautstark unterstützen. Aus dem Villinger Umland ist es ja nicht weit nach Königsfeld. Zudem werden die Überlinger auch einige Leute mitbringen.“

Vereinskassierer Bernd Kopp steckt voller Euphorie: „Für uns ist alles drin. In Überlingen waren es 700 Zuschauer. Ich freue mich bei uns ebenfalls auf eine stattliche Kulisse, das wäre schön und ein würdiger Rahmen.“ Die erwarteten Einnahmen tun den Königsfeldern zudem angesichts des neuen Vereinsheimes besonders gut.

Logistische Herausforderung: Ein erwarteter Zuschauer-Rekord sorgt auch für einiges an Vorarbeit. „Da müssen wir natürlich diese Woche noch einiges machen für den Getränke- und Wurstverkauf.“ Parkplatzprobleme rund um das Königsfelder Schwimmbad und auf dem Hartplatz dürfte es bei dem zu erwartenden Andrang keine geben“, so Eschner. Zwei Urgesteine des FCK können es kaum erwarten bis Sonntag: „Egal wie es ausgeht, wir freuen uns auf einen tollen Nachmittag“, meinen die beiden bekannten Alt-Schiedsrichter und Zwillingsbrüder Hartmut und Albert Kopp.

Daumendrücken I: Mit dabei im Fan-Bus des FC Königsfeld nach Überlingen war Ex-Coach Patrick Fossé, derzeit Trainer beim Verbandsliga-Absteiger SV Zimmern. Er war einst zusammen mit seinem Schwager Dietmar Eschner der Baumeister für den Königsfelder Aufschwung von 2008 bis 2011 mit dem Durchmarsch von der Kreisliga B bis in die Landesliga. „Ich hoffe, die Königsfelder packen es erneut. Das 0:0 war ein verdientes Ergebnis, weil die Mannschaft super gekämpft und den brandgefährlichen Überlinger Torjäger aus dem Spiel genommen hat“.

Daumendrücken II: Nicht nur dem FC Königsfeld gibt das Hinspiel-Resultat Hoffnung. Auch beim SV Hinterzarten registriert man gerne, dass die Königsfelder noch gute Aufstiegschancen haben. Nur wenn die Königsfelder den Sprung in die Landesliga schaffen, bleibt den Hochschwarzwäldern der Abstieg von der Bezirksliga in die Kreisliga A erspart.

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