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Sport Fleury, Fleury noch einmal, es war so wunderschön!

Schwenninger Stürmer erzielt in Köln zwei Tore. Wild Wings gewinnen dramatische Partie 3:2 und sichern sich den vierten Sieg in Serie

Die Schwenninger Wild Wings sind in der Deutschen Eishockey Liga derzeit nicht zu stoppen. Auf den 5:2-Erfolg gegen die Straubing Tigers am Freitag folgte gestern ein 3:2 (0:1, 0:0, 1:3)-Sieg bei den Kölner Haien. Dabei lagen die Schwarzwälder bereits 0:2 zurück, ehe sie die Partie noch drehten. Überragender Feldspieler war wie bereits am Freitagabend Damien Fleury, der seinen drei Treffern im Spiel gegen Straubing zwei weitere in Köln folgen ließ. Zuvor hatte Marcel Ohmann (17./43.) die Gastgeber in Führung gebracht und Ashton Rome (45.) in einem dramatischen letzten Spielabschnitt in doppelter Überzahl für Schwenningen verkürzt. Dann folgte der große Auftritt von Fleury, der 20 Sekunden später in einfacher Überzahl den 2:2-Ausgleich und 13 Sekunden vor Spielende auch noch den Siegtreffer erzielte. In Minute 37 hatte SERC-Torhüter Joey MacDonald einen Penalty von Patrick Hager pariert. „Es war ein enges Spiel mit wenigen Chancen, das wir durch zwei Überzahltreffer noch gewonnen haben. Wenn man 13 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer erzielt, kann man nicht sagen, dass der Sieg hochverdient war. Aber wir hatten eben das Glück auf unserer Seite“, sagte Helmut de Raaf.

Es war bereits der vierte Erfolg in Serie für die schwach in die Saison gestarteten Wild Wings, die sich vom letzten Tabellenplatz inzwischen auf Rang elf vorgearbeitet haben. Auch dank der Treffer von Fleury. Nach anfänglichen Schwierigkeiten war bei dem französischen Nationalspieler bereits vergangene Woche der Knoten geplatzt, als er in Nürnberg zwei kuriose Treffer erzielte. „Ich habe mein Selbstvertrauen wiedergewonnen. Und wenn es läuft, dann läuft's“, sagte der 29-Jährige bereits am Freitagabend – und setzte seinen Lauf am Sonntag fort. Sieben Tore in drei Spielen – für den Torjäger darf es gerne so weitergehen. „Noch wichtiger ist für mich, dass wir gewinnen“, gibt sich Fleury aber als Teamplayer.

Viel Lob auch für Dimitri Pätzold

Gleiches gilt für Dimitri Pätzold. Frisch geduscht, das Haar akkurat gekämmt, modisch-lässig gekleidet: So stand der Keeper am Freitagabend da und lächelte. Schließlich war er neben Fleury der Matchwinner beim 5:2-Erfolg gegen die Straubing Tigers. Nach seiner starken Leistung sechs Tage zuvor in Nürnberg hatte Pätzold erneut den Vorzug vor Joey MacDonald erhalten. „Dima“, wie ihn alle nennen, hat seine Chance genutzt. In dieser Saison ist der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Schwenninger Schlussmännern so hart wie noch nie zuvor. Kein Wunder, denn beide Keeper spornen sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. „Die Konkurrenz motiviert mich zusätzlich und gibt mir einen Schub“, sagt Pätzold mit Hinweis auf seinen 35-jährigen kanadischen Partner Joey MacDonald, der vor dieser Saison zu den Wild Wings kam.Nach der Schlusssirene wusste auch Schwenningens Trainer Helmut de Raaf, bei wem er sich für den vierten Heimsieg in Folge zu bedanken hatte. „Pätzold hat sehr stark gespielt“, sagte der Coach. Indirektes Lob gab es auch von Larry Mitchell. Straubings Trainer nannte zwar keinen konkreten Namen, doch seine Kritik an der eigenen Mannschaft hatte sehr wohl mit Schwenningens Torwart zu tun. „Wir haben fünf Zwei-gegen-Eins-Situationen und einen Penalty nicht genutzt“, sagte Mitchell. In diesen entscheidenden Phasen parierte Pätzold bravourös und wurde von den Fans schon während des Spiels frenetisch gefeiert. Auch in den langen Unterzahlphasen im zweiten Drittel hielt er, was zu halten war und strahlte im Gegensatz zur letzten Saison Ruhe auf seine Vorderleute aus. An den beiden Gegentreffern war er machtlos.Der 32- Jährige, der in Kasachstan geboren ist, aber auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und schon einige Einsätze in der Nationalmannschaft hatte, wäre kein echter Profi, wenn er nicht folgenden Satz sagen würde: „Ich will immer spielen.“ Doch er akzeptiert auch, wenn er von De Raaf, einst selbst ein Weltklasse-Torhüter, auf die Bank beordert wird. So wie gestern beim 3:2-Sieg in Köln. „Auch das gehört zum Sport“, fügt Pätzold an. Eben ein echter Teamspieler. (wmf/am/sal)  Die Spielernoten von Eishockey-Experte Matthias Hoppe bei uns im Internet unter:www.suedkurier.de/plus

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