Regionalsport Schwarzwald FC Königsfeld mit großem Kampfgeist

Aufstiegsrunde zur Landesliga, Staffel 3. Hinspiel in Überlingen endet torlos

Fußball, Aufstiegsrunde zur Landesliga, Hinspiel: FC Überlingen – FC Königsfeld 0:0. – Mit einem torlosen Remis am Bodensee vor rund 700 Zuschauern verschafften sich die Königsfelder eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Landesliga-Aufstieg. Es war teilweise eine Abwehrschlacht für Spielertrainer Jörg Holik und sein Team. Die mitgereisten Königsfelder Fans waren nach dem Schlusspfiff erleichtert. Ihre Mannschaft hatte gegen die beiden besten Überlinger, Torjäger Marc Kuczkowski und Niklas Blank, ein halbes Dutzend Schrecksekunden zu überstehen. Blank lieferte sich ein „Privatduell“ mit dem Königsfelder Torhüter Patrick Rominger. Fünfmal tauchte er alleine vor ihm auf, doch Rominger ließ sich nicht überwinden. „Unglaublich, was er gehalten hat“, pustete Vorstand Dietmar Eschner nach der Partie kräftig durch.

In der 5. Minute stand Blank zum ersten Mal alleine vor Rominger, in der 38. Minute dribbelte er sich bis an den Fünfmeterraum durch. Der Ball landete nicht im Tor. „Kuczkowski und Blank sind Brandherde, die sind nicht 90 Minuten zu verteidigen, das war wirklich sehr schwer“, meinte Holik nach dem Abpfiff, als er sich erst einmal auf den Rasen legte. Holik selber zeigte eine Klasseleistung. „Es ist Wahnsinn, wo Jörg überall auf dem Platz herumgelaufen ist“, strahlte Eschner lobend. Königsfelds Präsident Berthold Müller genoss die Überlinger Stadionwurst mit kurzer und prägnanter Analyse: „Das 0:0 ist ein gutes Ergebnis. Jetzt freuen wir uns und schauen, was möglich ist.“

Königsfeld konnte dem phasenweisen Dauerdruck der Überlinger mit einer bärenstarken Laufleistung, unbändigem Kampfgeist und taktischer Disziplin Stand halten. Dabei zeigte der 36-jährige Lars Flakowski im defensiven Bereich eine überragende Vorstellung. Getoppt wurde er nur von Rominger. „Ich bin froh, dass der letzte Ball von Julio Cardoso noch an meinen Oberschenkel ging“, rettete der FCK-Torhüter in der 93. Minute das Remis. Überlingens Trainer Florian Stemmer war nach der Partie ein bisschen verärgert: „Unser Manko war die Chancenverwertung. Wir haben ganz stark gespielt. Kein Vorwurf. Wir hatten aber so viele klare Chancen, dass wir hätten alles schon mit einem 2:0 oder 3:0 klarmachen können.“

In der Anfangsphase hatten die Schwarzwälder bereits die erste Hiobsbotschaft zu verkraften. Rico Eisensteck blieb nach einer Viertelstunde im Rasen hängen und verdrehte sich das Knie. Sichtlich niedergeschlagen und an Krücken meinte er: „Das Kreuzband dürfte ab sein.“

Ab der 20. Minute hatten die Königsfelder ihre beste Phase. Christian Moosmann schickte bei einem Konter Christian Richter über links. Richter hatte den Ball schon an Torwart Ronny Palmy-Hockl vorbei gespielt. Doch ein Überlinger Spieler kratzte den Ball von der Linie. Kurze Zeit später parierte der Torhüter der Überlinger einen 25-Meter-Freistoß von Stephan Groß glänzend (23.). Und noch einmal Groß prüfte ihn mit einem Schuss aus gut 30 Metern kurz vor der Halbzeit (44.).

Im zweiten Durchgang verpuffte die Königsfelder Durchschlagskraft allerdings. Nur Holik (56.) und Groß (77.) hätten Palmy-Hockl zweimal beinahe bei einem Pressschlag im Strafraum auf dem falschen Fuß erwischt. Ansonsten war der FC Überlingen dem Siegtor immer näher, konnte die „Felswand“ Rominger jedoch nicht knacken. Der Torhüter hielt gegen Blank in der 63. Minute reaktionsschnell. Im Stile es eines lange wartenden Eishockey-Torhüters entschärfte er gegen Blank in der 71. Minute. Glück hatte er aber auch: Ein Freistoßhammer von Kuczkowski aus 22 Metern zischte nur Zentimeter über die Latte (83.). In der 88. Minute erwies Patrick Thum seinem Überlinger Team mit einer gelb-roten Karte einen Bärendienst und ist für das Rückspiel am Sonntag (17 Uhr) gesperrt.

Das Spiel im Überblick

FC Überlingen – FC Königsfeld 0:0 – Schiedsrichter: Robert Drews (Freiburg). Zuschauer: 700. Bes. Vorkomm.: gelb-rote Karte Thum (FCÜ/88.).

FC Überlingen: Palmy-Hockl, Förtsch, Walser, Thum, Sandhas, Kuczkowski, Öhler (78. Kosar), Blank, Buzghulaschvilli (69. Cardoso), Broeski (52. Gerlach), Steuer.

FC Königsfeld: Rominger, S. Groß, Flakowski, Moosmann, Eschner, T. Groß, Holik, Aister (58. Maier), Richter (90.+1 Haas), Bruder, Eisensteck (16. Lehmann).

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