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Villingen-Schwenningen FC 08 Villingen: Die Stimmung ist schon Oberliga-reif

Bei Nullachtern herrscht Ausgelassenheit. Verletztes Trio kehrt bald wieder zurück

Fußball-Oberliga: Die Stimmung während und nach des Spiels war auf jeden Fall schon Oberliga-würdig. Die 900 Besucher der Spitzenpartie zwischen dem FC 08 Villingen und Denzlingen feierten die gute Leistung der Nullachter schon während der 90 Minuten mit Applaus. Nach der Partie im überfüllten VIP-Raum herrschte sogar Ausgelassenheit. Zwar rangieren die Nullachter in der Verbandsliga-Tabelle weiter hinter Denzlingen, mit dem deutlichen 4:1-Sieg gegen den Titelrivalen haben sie sich aber endgültig in die Rolle des Top-Favoriten geschossen. Nur ein Punkt, aber zwei Spiele weniger, außerdem das um 33 (!) Treffer bessere Torverhältnis als der FCD – damit lassen sich die nächsten Aufgaben locker angehen.

Seltener Anblick: 1013 Minuten – das ist im Fußball eine Ewigkeit. So lange blieb der FC 08 in der Verbandsliga zuhause ohne Gegentor, seit man in der 4. Minute der ersten Saisonpartie gegen Waldkirch einen Treffer kassierte. Am Samstag war es wieder soweit – und zuständig dafür war der Ex-Nullachter Rino Saggiomo, der einen Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 verwandelte. Angesichts der Villinger Dominanz blieb das aber eine Randnotiz, denn ansonsten waren sowohl die Defensiv-Viererkette als auch Torhüter Christian Mendes quasi unbezwingbar.

Originell: Mehrfach die Lacher auf seiner Seite hatte in der Pressekonferenz Armin Jungkeit, der mit Karsten Bickel das Denzlinger Trainer-Duo bildete. Etwa, als Jungkeit herausstellte, man fahre trotz der Niederlage als Tabellenführer nach Hause („Ist doch toll, oder?“). Oder als er ankündigte, jetzt „nicht die weiße Fahne am Bus zu hissen“, auch wenn der FC 08 eigentlich einen Oberliga-Kader und einen „tollen Trainer“ habe. Oder auch, indem er das gut gelaunte Publikum aufforderte, doch auch seiner Mannschaft für deren bisherige Saisonleistung als Aufsteiger Applaus zu spenden – was indes prompt befolgt wurde.

Gute Aussichten: Positives gibt es von den drei langzeitverletzten Gian-Luca Reho, Damian Kaminski und Manuel Stark, die sich nicht nur fast gleichzeitig einen Kreuzbandriss zuzogen, sondern nun auch fast gleichzeitig wiedergenesen sind. Sie steigen jetzt in das Mannschaftstraining ein, werden allerdings noch nicht voll belastet. „Wichtig ist, dass man nach einer solchen Verletzung wieder frei im Kopf ist“, sagte Villingens Trainer Jago Maric und dankte ausdrücklich Physiotherapeut Achim Prielipp sowie Fitnesstrainer Claudio Sukale für deren engagierte Arbeit. „In den nächsten zwei bis drei Wochen kann es sein, dass man Damian, Gian-Luca und Manuel entweder in der ersten oder zunächst einmal in der zweiten Mannschaft wieder sieht“, so Maric, der damit noch größere Optionen im Saison-Endspurt hätte.

Weniger harmonisch: So harmonisch es in der Woche zuvor beim Derby des FC 08 beim Freiburger FC zuging – am Samstag beim 2:1 des FFC beim SC Pfullendorf schlugen die Wogen höher. Freiburgs Fabian Sutter sah die Rote Karte, angeblich, weil er seinen Gegenspieler angespuckt habe. Pfullendorfer Medien berichteten außerdem, FFC-Coach Ralf Eckert habe sich nach Spielschluss mit dem Publikum angelegt und sich danach in der Pressekonferenz über den „mangelnden Respekt“ gegenüber seinem Verein in der Vorberichterstattung einer Lokalzeitung ausgelassen. Wie auch immer: Die Freiburger haben nun, ebenso wie der FC 08 Villingen, 59 Punkte auf dem Konto und sind am kommenden Wochenende spielfrei.

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