"Es bleibt eine Zitterpartie"

Verbandsliga-Aufsteiger FC Neustadt braucht einen Top-Start auf dem Weg zum Klassenerhalt

Fußball-Verbandsliga: (daz) Am letzten Spieltag vor der Winterpause legte Aufsteiger FC Neustadt eine Punktlandung hin. 20 Spieltage auf einem Abstiegsplatz stehend, gelang doch noch der Sprung auf Rang 14, der am Ende der Saison ein weiteres Jahr in der Liga garantiert. „Wir geben uns keinen Illusionen hin. Es wird bis zum letzten Spieltag eine Zitterpartie bleiben. Viele Mannschaften im unteren Tabellenfeld agieren auf Augenhöhe. Da können Nuancen den Ausschlag geben“, glaubt Neustadts Trainer Benjamin Gallmann.

Die Neustädter haben keine gute Vorbereitung hinter sich. Die Leistungen und Ergebnisse in den Testspielen stimmten nicht und durch den geografischen Nachteil war nie oder selten ein Training auf grünem Rasen möglich. „Wir hatten uns das alle anders gewünscht, aber es war nicht der erste Winter, der uns einen Nachteil eingebracht hat. Am Samstag, im ersten Spiel gegen Bad Dürrheim, muss der Knoten platzen“, nimmt Gallmann seine Mannschaft in die Pflicht.

Personell hat sich wenig getan. Kay Ruf ging zum SV Hinterzarten und Christian Feger kam vom TuS Bonndorf. Ihm bescheinigt Gallmann viele Fortschritte. Feger sei eine Option. Eine Startelfgarantie gibt es vom Trainer nicht. Wenn überhaupt, gibt es diese nur für Spieler wie Schlussmann Simon Gantert, Peter und Ralf Schubnell, Stefan Ketterer, Florian Heitzmann, Torjäger Sam Samma und wenigen anderen Spielern. Obwohl die Schubnell-Brüder und Ketterer weit entfernt studieren, und dort auch trainieren, kann Neustadt auf das Trio nicht verzichten. „Sie haben Qualität und einen Tatendrang, der die anderen mitreißt“, begründet Gallmann seine Entscheidung. Alle drei stehen am Samstag zur Verfügung.

Lange lebte der FC Neustadt im bisherigen Saisonverlauf mit der Hypothek eines völlig verpatzten Auftakts. Acht Niederlagen am Stück kosteten eine bessere Ausgangslage. Gallmann setzt etwas darauf, dass einer verpatzten Generalprobe (Testspiele) am Samstag eine gute Premiere folgt. „Mit einem Auftakterfolg könnte sich eine gewisse Eigendynamik ergeben kann.“ Auch wenn der Trainer keine Tabellenrechnung betreiben will, so scheint doch klar, dass 43 plus x Punkte für den Ligaerhalt nötig sein werden.

Unterdessen zeichnet die Neustädter ein realistischer Blick aus. Die Planungen für die kommende Saison laufen zweigleisig. Von einem möglichen Abstieg in die Landesliga wird zwar öffentlich nicht gesprochen, intern aber ist das Thema auf dem Tisch. Mit der Verlängerung von Trainer Benjamin Gallmann, der aktuell noch ein Trainerduo mit seinem Bruder Klaus bildet, in der kommenden Saison jedoch allein in der Funktion arbeitet, wurde die wichtigste Personalie bereits geklärt. Der Trainer hat danach sofort die Gespräche mit den Spielern über ihre Zukunft aufgenommen. „Bis jetzt habe ich nur Gespräche mit positiven Tendenzen geführt“, ergänzt Gallmann. Bis Freitagabend will der Trainer das Thema weitgehend vom Tisch haben, um in den restlichen 13 Punktspielen jegliche Störfeuer im Kampf um das große Ziel auszublenden.

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