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Ringen, Bundesliga „Eine riesen Frechheit“ – SV Triberg dementiert Ciobanu-Wechsel

Verärgerung beim Ringer-Bundesligisten SV Triberg über Wechsel-Meldung. Wichtiges Treffen der Bundesligisten am Wochenende in Aschafenburg

Die Verantwortlichen des SV Triberg haben es in diesen Tagen nicht leicht. Bei der neu geplanten Bundesliga gibt es noch zahlreiche Fragezeichen, was wiederum die Personalplanung erheblich erschwert. Zudem stieß eine Zeitungsmeldung am Donnerstag über einen Ringer-Wechsel den Tribergern bitter auf. Laut Medienberichten soll der SV Triberg angeblich den Moldawier Victor Ciobanu verpflichtet haben. „Das ist eine riesen Frechheit. Wie kann jemand auf die absurde Idee kommen, dass wir einen solchen Ringer verpflichten“, kommentierte der höchst verärgerte Vorsitzende Mike Pfaff das Wechsel-Gerücht.

Ciobanu war von 2012 bis 2013 bei den Tribergern aktiv, wechselte dann jedoch zum ASV Nendingen. Der Moldawier ist einer der beiden Ringer, die im vergangenen Jahr nach dem Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zwischen Nendingen und dem SV Weingarten in die Schlagzeilen gerieten. Die Doping-Probe hatte ergeben, dass Ciobanu gegen die verbotene Einnahme des Mittels Meldonium verstoßen haben soll. Das Verfahren läuft immer noch. „Der SV Triberg wird doch keinen Sportler verpflichten, der des Dopings verdächtigt wird. Wir haben das letzte Mal mit dem Ringer gesprochen, als er noch in Triberg war. Danach hatten wir keinen Kontakt mehr“, bekräftigt Pfaff. Ohnehin habe sich Ciobanu in seiner Zeit beim SV Triberg derartige Ausrutscher abseits der Matte geleistet, dass nach diesen Eskapaden kein Interesse an dem 24-Jährigen mehr bestand.

Der moldawische U 23-Europameister von 2015 wurde mit dem ASV Nendingen in den vergangenen drei Jahren deutscher Mannschaftsmeister. Er gehörte in der Saison 2016/17 zwar noch zum Nendinger Bundesliga-Kader, kam allerdings nicht mehr zum Einsatz.

Nach der „sehr ärgerlichen Falschmeldung“ (Pfaff) steht den Tribergern nun ein Wochenende bevor, auf das der Vorsitzende ebenfalls nicht gerade voller Vorfreude blickt: Die künftigen Bundesligisten treffen sich am Samstag in Aschaffenburg mit dem Deutschen Ringerbund. Dort soll die reformierte Bundesliga konkretisiert werden. Pfaff: „Ich weiß nicht, was dort auf uns zukommt. Es sind aber offenbar immer weniger Vereine, die sich der Bundesliga anschließen wollen.“

Ursprünglich hatte der Deutsche Ringerbund bei der Zusammenlegung von erster und zweiter Liga mit vier, regional aufgeteilten Gruppen geplant. Nachdem einige deutsche Top-Klubs eine eigene Liga, die DRL, gründen wollen und für mehrere Vereine der finanzielle Aufwand zu groß ist, sieht es eher nach nur zwei Bundesliga-Gruppen aus. „Wir könnten in eine Zehnergruppe kommen und zudem Auswärtsfahrten bis nach Ostdeutschland haben“, befürchtet Pfaff. Als die Triberger für die neue Liga meldeten, waren sie von einer Gruppe mit sieben Gegnern aus Süddeutschland ausgegangen. Pfaff: „Es ist ein Riesenunterschied, ob man 14 oder 18 Saisonkämpfe hat. Das sind minimum 20.000 Euro Kosten mehr.“ Deshalb ist der Vereinsvorsitzende sehr gespannt auf das bevorstehende Treffen: „Wir werden danach genau überlegen, was für den Verein am meisten Sinn macht. Immerhin haben wir noch die Möglichkeit, zurückzuziehen.“

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