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Regionalsport Schwarzwald "Das ist eine Riesenchance" – Kamran Yahyaijan erhält Vertrag beim SC Freiburg II

Kamran Yahyaijan erhält Vertrag beim SC Freiburg II18-Jähriger ist Stammspieler in A-Junioren-Bundesliga

Fußball: „Das Wichtigste ist für mich das Toreschießen“, sagt Kamran Yahyaijan. Der jüngste Sohn der Fußballerfamilie Yahyaijan machte sich einst beim FC Weilersbach und beim FC 08 Villingen einen Namen als pfeilschneller Stürmer. Nun ist er in der A-Junioren-Bundesliga im Trikot des SC Freiburg auf der rechten Mittelfeldseite zuhause.

Dass der gebürtige Donaueschinger besondere Talente besitzt, war seinem Vater schon frühzeitig klar. „Als E-Jugendlicher hat er schon eine Altersklasse höher gespielt und 80 Saisontore geschossen“, erzählt Arasch Yahyaijan, der als Trainer des FC 08 Villingen selbst viele Erfahrungen im Fußballgeschäft gesammelt hat. „Ich sah schon Jungs mit weniger Talent, die es in die Bundesliga geschafft haben“, meinte er lächelnd.

Als Kamran Yahyaijan 2014 den Schritt zum SC Freiburg ging, waren auch andere prominente Vereine interessiert. „Wir hatten Kontakt mit Kaiserslautern, Stuttgart oder auch mit dem Karlsruher SC. Aufgrund der Nähe und der sportlichen Perspektive hat Freiburg aber am besten gepasst“, erklärt der Youngster. „Die fußballerische Ausbildung in Freiburg genießt bundesweit ein hohes Ansehen“, erklärt der älteste Bruder Marcel, der selbst ein halbes Jahr im Breisgau spielte und seinen Bruder in allen Fragen berät.

Der 18-Jährige Kamran hat in seinem letzten Jahr in der A-Junioren-Bundesliga mit derzeit neun Saisontoren erneut die Aufmerksamkeit vieler Beobachter geweckt und stand vor der Frage, wie und wo sich seine weitere Karriere entwickeln soll. Die Entscheidung ist vor kurzem wiederum zugunsten der Freiburger gefallen. „Der Trainer der zweiten Mannschaft ist auf mich zugekommen und hat mir gesagt, dass er mich unbedingt in seinem Team haben will“, sagt Kamran, der einen Zweijahresvertrag für die Reservemannschaft plus Option für den Profikader unterzeichnete.

Im Falle eines Wechsels hätte der SC Freiburg 150.000 Euro Ablöse verlangen können. Angebote aus Köln, Duisburg, aber auch aus St. Gallen oder Kopenhagen waren da. Das Wettbieten um seine Person schmeichelt Kamran. „Das ehrt mich und gibt mir den letzten Kick, in den Spielen noch mehr zu geben. Jede Anfrage freut mich natürlich.“

In welcher Liga der Rechtsfuß demnächst auf Torejagd gehen wird, ist noch unklar. Die Freiburger Reserve kämpft derzeit in der Oberliga um den Aufstieg in die Regionalliga. Angst vor dem „Erwachsenen-Fußball“ hat der Deutsch-Iraner nicht. „Ich hoffe natürlich, dass die Zweite aufsteigt. Ich hatte schon einige Testspiele gegen Herrenteams. Die A-Jugend-Bundesliga ist körperlich vergleichbar mit der Oberliga.“ Dennoch sieht er in seiner Physis noch Verbesserungspotenzial. „Die ersten 75 Minuten presse ich gut, danach wird es schwierig. Gerade das Spiel gegen den Ball ist in Freiburg enorm wichtig.“

Sollte es mit der Karriere als Profi-Fußballer nicht klappen, möchte Kamran nicht unvorbereitet sein. Als zweites Standbein liebäugelt der 18-Jährige, der derzeit das Fachabitur absolviert, mit einem Sportmanagement-Studium. Zuerst möchte er sich aber voll auf den Sport konzentrieren. Er hat die nächsten zwei Jahre eine Riesenchance“, weiß sein Bruder Marcel. Und für Kamran ist bereits klar: Er wird alles geben, um diese Chance zu nutzen.

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