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Regionalsport Schwarzwald "Das gibt es nur einmal im Leben": Mannheim und Schwenningen bewerben sich um Winter Game

Die Adler Mannheim und die Schwenninger Wild Wings bewerben sich gemeinsam für das 3. DEL Winter Game. Als Austragungsort für das Freiluft-Spektakel zwischen den beiden besten baden-württembergischen Mannschaften ist die Wirsol Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim ins Auge gefasst worden.

Ein Heimspiel der Schwenninger Eishockey-Profis in einem Fußball-Stadion: Diese Vision könnte schon bald Wirklichkeit werden. Die Adler Mannheim und die Wild Wings bewerben sich gemeinsam für das 3. DEL Winter Game. Als Austragungsort für das Freiluft-Spektakel zwischen den beiden besten baden-württembergischen Mannschaften ist die Wirsol Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim ins Auge gefasst worden.

„Uns kam die Idee, unser Auswärtsspiel in Schwenningen im Januar 2017 nach Sinsheim zu holen und daraus ein DEL Winter Game zu veranstalten. Wir sind uns bewusst, dass die Konstellation, ein Heimspiel der Wild Wings in Sinsheim durchzuführen, eine besondere wäre “, sagte Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp. Laut einer Pressemitteilung tritt die Betriebsgesellschaft der Multifunktionsarena Mannheim als Veranstalter des Winter Games auf und trägt im Falle des Zuschlags die gesamte Verantwortung für die Durchführung des Events.

Gemeinsame Bewerbung auf 3. DEL Winter Game

Seit 2011 beschäftigen sich die Adler mit dem DEL Winter Game, das bereits zweimal stattfand und sowohl in Nürnberg als auch in Düsseldorf ein voller Erfolg war. „Das hochmoderne Fußballstadion in Sinsheim bietet ideale Bedingungen, um eine solche Veranstaltung auszurichten“, ist sich Hopp sicher, dass auch das 3. DEL Winter Game alle Erwartungen erfüllen werde.

Michael Werner, geschäftsführender Gesellschafter der Schwenninger Wild Wings, kommentierte das Vorhaben so: „Thomas Burger und ich waren von der Idee einer gemeinsamen Bewerbung für das Winter Game 2017 von Beginn an begeistert und sehen einen enormen Imagegewinn für beide Klubs. Zwar tragen wir im Falle des Zuschlags ein Heimspiel der Wild Wings in Sinsheim aus, sind aber dennoch davon überzeugt, dass uns ein großes Eishockey-Fest erwarten würde.“ Es ist davon auszugehen, dass die Wild Wings finanziell so abgesichert werden, dass die garantierten Einnahmen zumindest dem Erlös eines ausverkauften Heimspiels in der Helios-Arena entsprechen.

Allerdings sind die Kurpfälzer und Neckarstädter nicht die einzigen Klubs, die sich um das nächste Winter Game bewerben. Sollte das Spektakel in die Tat umgesetzt werden, tragen die Wild Wings eines ihrer beiden DEL-Heimspiele gegen Mannheim in jenem Fußballstadion aus, in dem Bundesligist TSG Hoffenheim seine Heimspiele absolviert. Schwenningens Trainer Helmut de Raaf würde zugunsten des Spektakels gerne auf den Heimvorteil verzichten. „Ob Heim- oder Auswärtsspiel ist in diesem Fall zweitrangig. Wir sollten dieses Spiel genießen. So etwas gibt es nur einmal im Leben.“

Ein nicht alltägliches Erlebnis hatte De Raaf auch am Sonntag beim 4:1-Sieg seiner Mannschaft in Iserlohn. Wie sich die Schwenninger Rumpftruppe gegen den Tabellenvierten behauptete, versetzte nicht nur den Trainer in Staunen. „Die Mannschaft ist von Minute zu Minute mehr zusammengewachsen“, freute sich De Raaf. Beim Gegner sei dagegen die Verunsicherung deutlich spürbar gewesen. „Die Iserlohner kamen nicht damit zurecht, dass auf der anderen Seite nur 13 Spieler standen.“

Verletzungsliste wird kleiner

Bis zum Spiel am Freitag in Straubing dürfte der Schwenninger Kader wieder etwas größer sein. Matt Pelech kehrt nach seiner Spielsperre auf jeden Fall zurück. Auch bei Jiri Hunkes sieht es gut aus. Bei dem Verteidiger wurden am Montag am Finger die Fäden gezogen.

Sascha Goc, der am vergangenen Wochenende wegen starker Probleme an der Hüfte passen musste, soll am Mittwoch wieder ins Training einsteigen. Damit hätten die Wild Wings wieder sechs Verteidiger zur Verfügung. Rob Brown, der sich noch von einer Gehirnerschütterung erholt und Ashton Rome, der am Knie operiert wurde, fallen noch länger aus. Dazu gesellt sich auch noch Alex Trivellato. Der Abwehrspieler musste am Sonntag im zweiten Drittel vom Eis. Er litt unter den Folgen des Checks, den er zwei Tage zuvor gegen Augsburg von Thomas Holzmann erhalten hatte. Inzwischen wurde bei Trivellato eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. Er steht erst nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung.

Auch mit Joey MacDonald ist am Wochenende noch nicht zu rechnen. Diese vordergründig schlechte Nachricht sorgt bei den Wild Wings für Erleichterung. Als der Schwenninger Torhüter nach einer Attacke von Augsburgs Stürmer Matt MacKay mit Schmerz verzerrtem Gewicht auf dem Eis lag, befürchtete manch einer schon das Schlimmste. Doch der Kanadier, der am Sonntag seinen 36. Geburtstag feiert, hatte Glück im Unglück. Risse an den Bändern und am Meniskus wurden bei der gestrigen Untersuchung nicht festgestellt. „Bei der Verletzung handelt es sich um eine starke Prellung und eine Meniskusquetschung“, sagte De Raaf.

Hult wird wieder mittrainieren

Glimpflich davon kam auch Andrée Hult, der gegen Iserlohn wegen einer Verletzung an der Schulter pausieren musste, die er beim Spiel gegen Augsburg erlitten hatte. De Raaf: „Kein Einriss, sondern nur eine starke Dehnung. Wenn alles gut geht, wird Hult in dieser Woche wieder ins Training einsteigen.“

Auf der Torhüterposition herrscht bei den Wild Wings für die nächste Saison bereits Klarheit: Joey MacDonald und Dustin Strahlmeier werden das Duo zwischen den Pfosten bilden. Dimitri Pätzold verlässt Schwenningen, will aber weiterhin erstklassig spielen. „Einige Angebote liegen vor, noch ist aber nichts entschieden“, sagte der Schlussmann, der am Mittwoch seinen 33. Geburtstag feiert. Pätzold verlässt die Neckarstadt nicht mit Groll, eher mit einem Anflug von Enttäuschung: „Wir haben in den drei Jahren immer die Playoffs verpasst. Insofern sind dies für mich sportlich verlorene Jahre.“

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